Aktuelle Themen und Kommentare im novinkiblog!

kalender_grafik_blog

blog

Das novinkiblog bietet aktuelle Veranstaltungstipps, derzeit mit einem Schwerpunkt auf Berlin. Außerdem immer wieder auf dem Blog zu finden: Statements, Berichte und Skizzen über aktuelles Kulturgeschehen in und aus Ost-, Mittel- und Südosteuropa — zeitnah, subjektiv und vielseitig.

Wenn tollwütige Hunde nicht nur bellen, sondern weißlatzige Katzen töten

maslowska_cover_dt110
28. April 2016 von Manuel Alberto Garciolo
gegengelesen

Erträumte Parallelwelten, die Angst vor der Leere des Lebens und absurd-groteske Daseinsbewältigungen tun sich als Riss im Alltag auf, wenn bissige Hunde aus ihrem kreativen Schlaf geweckt werden. Erlösung sucht man dabei in Dorota Masłowskas neuestem Werk vergeblich. Man kann nur ein zynisch-resigniertes Lachen von sich geben und hoffen, dass es nicht im Halse stecken bleibt.

Der Autor als Leser

Sorokin Seminar Interview110
19. April 2016 von Susanne Frank & Studierenden der HU Berlin zurückgefragt

„Wenn die Literatur eine Droge ist, so ist der Leser in meinem Kopf ein Drogenabhängiger, der ein hochwertiges Produkt von mir möchte.“ In seinem zweiten Interview mit novinki sprach Vladimir Sorokin nicht nur über den Leser in seinem Kopf, sondern auch über universitäre Lehre, gnadenlose Texte, realisierte Metaphern und den psychosomatischen Prozess des Schreibens.

Über den Sümpfen. Norbert Randow nachgerufen

Foto1_Randow_Schaller_deutsch-bulgarische_gesellschaft_Berlin_2010-03-02_110
9. Januar 2016 von Thomas Weiler
vorgestellt

„Norbert Randow hat an Grenzen gelebt und an Grenzen gearbeitet. Und er beherrscht die Kunst – ohne Verlust an Eigenart – zwischen Fremden, zwischen Welten zu vermitteln. Er versteht es, Bücher zu Grenzübertritten zu fördern.“ So pries Fedja Filkova den Träger des Leipziger Anerkennungspreises zur europäischen Verständigung 2001 in ihrer Laudatio. Am 1. Oktober 2013 hat er die letzte Grenze überschritten.

Tristia – Taistra. Von Ovid über Mandelʼštam zu Marcel Beyer.

osip_mandelstam_Tristia_90
10. Februar 2015 von Janika Rüter
nachgegangen

Die Himmel sind leer, die Vögel längst fortgezogen. Die Auguren schließen die brennenden Augen, Wimpernhaar, stechend (Osip Mandelʼštam). Sie sind müde von der verflogenen Zukunft, die sie geschaut haben. Vielleicht sind sie auch müde, weil die Bilder seit jeher eigentümlich sich gleichen, wie jene von Verbannung und Verlust, wie sie mit Ovid und später Osip Mandelʼštam aufziehen, zuletzt in Graphit nachgezeichnet von Marcel Beyer.