58. Internationale Kunstausstellung in Venedig: Goldener Löwe an Litauen

05. November 2019von Jeva Griskjane & Barbara Wurm
nachgegangen

May You Live in Interesting Times lautet der Titel der 58. Kunst-Biennale in Venedig, die am 11. Mai 2019 eröffnet wurde und noch bis 24. November läuft. Sie ist eine der wichtigsten und gleichzeitig ältesten Kunstausstellungen weltweit (Gründungsjahr: 1895). Der diesjährige US-amerikanische Kurator Ralph Rugoff, Leiter der Hayward Galerie in London, lud 79 zeitgenössische internationale Künstler_innen ein, ihre multimedialen Kunstwerke in den Hauptausstellungsorten der Biennale – dem Arsenale und den Giardini – zu präsentieren. novinki war vor Ort.

Letzte Nachricht aus dem Lager

04. November 2019von Jonas Stoll
gegengelesen

Irina Ščerbakova [Irina Scherbakowa] rekonstruiert die Geschichten von 14 Vätern, die in der Sowjetunion in den 1930er und 1940er Jahren zu Lagerhaft und Tod verurteilt wurden. Damit setzt sie den Opfern des stalinistischen Terrors in Ich glaube an unsere Kinder ein Denkmal. Jetzt ist die deutsche Übersetzung erschienen.

„Der Krieg trat in mein Haus ein“

22. Oktober 2019 von Susi K. Frank, Olga Danilenko
zurückgefragt

Vladimir Rafeenko (49 Jahre) ist ein ukrainischer Dichter und Schriftsteller aus Donezk, der auf Russisch schreibt. Er studierte „Russische Sprache und Literatur“ und „Kulturwissenschaften“ an der Nationalen Universität Donezk. Sein erstes Buch, der Gedichtband Tri dnja sredi nedeli („Drei Tage unter der Woche“) erschien 1998 in Donezk. Rafeenko wurde bereits zweimal mit dem Preis der „El’cyn Foundation“ für außerhalb der Russischen Föderation publizierende russischsprachige Autor_innen, der „Russkaja premija“, ausgezeichnet. novinki im Gespräch mit einem auf Russisch schreibenden, ukrainischen Schriftsteller.

Eine Landschaft voller Gewalt

28. August 2019 von Julia Jasjunas
angeschaut

Ein Mann läuft mit einer Schubkarre eine leere Straße entlang. Er transportiert einen reglosen Frauenkörper. Sein Ziel: die Mülldeponie. In ihrem neusten Film Otvergnutye (Abgelehnt, 2018) zeigt Žanna Isabaeva den Stellenwert einer alleinstehenden Mutter im gegenwärtigen Kasachstan auf – bis über die Schmerzgrenze hinweg.

Über den Sümpfen. Norbert Randow nachgerufen

9. Januar 2016 von Thomas Weiler
vorgestellt

„Norbert Randow hat an Grenzen gelebt und an Grenzen gearbeitet. Und er beherrscht die Kunst – ohne Verlust an Eigenart – zwischen Fremden, zwischen Welten zu vermitteln. Er versteht es, Bücher zu Grenzübertritten zu fördern.“ So pries Fedja Filkova den Träger des Leipziger Anerkennungspreises zur europäischen Verständigung 2001 in ihrer Laudatio. Am 1. Oktober 2013 hat er die letzte Grenze überschritten.