Die Natur des Bösen – oder der Holocaust in Serbien

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1. Juli 2017 von Manuel Matuzović
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Erinnern oder Vergessen? Pointiert und unverblümt schreibt Filip David in Kuća sećanja i zaborava (Das Haus des Erinnerns und des Vergessens) über den Holocaust in Serbien und dessen Folgen bis in die Gegenwart – und nimmt damit ein Thema in den Blick, über das man in Serbien nur ungern spricht. Übersetzt wurde der Roman von Johannes Eigner, dem amtierenden österreichischen Botschafter in Serbien.

Der bulgarische Existenzialist

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28. Juni 2017 von Caroline Morfeld
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Was für einen Sinn hat das menschliche Dasein? Nirgends sind wir offensichtlicher mit dieser existenziellen Frage konfrontiert als im Angesicht des Todes. Georgi Gospodinov zeigt uns, dass es keinen Grund zu verzweifeln gibt, solange der Mensch im Geiste frei und der Alltag voll Fantasie ist.

Das Leben eines bedeutsamen Unbedeutenden

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15. Juni 2017 von Julia Koifman
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Es war einmal ein kleiner Lazik, der ging hinaus in die weite Welt und schlängelte sich so mir nichts, dir nichts unbeschadet durch die Scherben ihrer zerberstenden Fassaden. Il’ja Ėrenburgs lange Zeit in Vergessenheit geratener Roman Burnaja žizn’ Lazika Rojtšvaneca (Das bewegte Leben des Lasik Roitschwantz) ist 2016 schelmisch wie sein Protagonist ohne jegliche Erlaubnis der Parteigenossen von den Toten auferstanden.

Das Wasserglas im Sturm

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13. Juni 2017 von Benjamin Mildner
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Sascha Potjomkin und Anna Iwanowna – die Namen der beiden Hauptfiguren von Boris Schumatskys neuem Buch lassen einen Historienroman über das russische Zarenreich im 18. Jahrhundert vermuten. Stattdessen ist Die Trotzigen die Geschichte einer flüchtigen, kleinen Liebe, einer winzigen Ost-West-Annäherung inmitten spätsowjetischer Umwälzungen.

„Es waren, frei nach Shakespeare, die Tauben und nicht der Pleitegeier“

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31. Mai 2017 von Miroslav Grimm
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Mit Superheldinnen hat Barbi Marković einen hoffnungslosen und zugleich optimistischen Roman abgeliefert. Er besticht mit Witz und dezidierten Pop-Qualitäten. Was es mit der Gegenüberstellung von Tauben und dem Pleitegeier auf sich hat, offenbart sich zum Ende des Romans und ließe sich mit dem Kalauer „ist das Glas halb leer oder halb voll?“ umschreiben. Oder anders gesagt: Als Rezensent sollte ich nicht spoilern und tue es doch!