Ernüchterungen in Zagreb

26. November 2008 von Maximilian Sekira
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Izlaz Zagreb Jug (Ausfahrt Zagreb Süd) und Oči (Kalda): Zwei Romane, mit denen Popović ein Porträt seiner Generation vorlegt und die gesellschaftlichen Transformationen in Kroatien und Zagreb fühlbar macht. Mit beißendem Witz werden hier die Orientierungslosigkeit und die Desintegration durch die neuen Verhältnisse beschrieben…

Matrix auf Polnisch

6. Oktober 2008 von Magdalena Marszałek
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Es ist eine gewaltige poetische Hybride, mit Wucht zusammengefügt zu einem vielstimmigen Stück aus Lyrischem, Erzählendem aber auch Satirisch- Polemischem – mit Anklängen an die Oper und das antike Drama. Verteilt auf viele Stimmen und einen Chor wird in Ein Stück über Mutter und Heimat (Utwór o Matce i Ojczyźnie) von Bożena Keff eine schmerzhafte Mutter-Tochter-Geschichte erzählt, gesungen, gebrüllt.

„Sekond Hend“ – Mythen und Geschichten über die Krim

12. September 2008 von Tatjana Hofmann
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Das Land der Goten, Zufluchtsort der Griechen, Erinnerungsort an mehrere Kriege und überhaupt das Allunionssanatorium der Sowjetunion befinden sich allesamt auf der Krim – wenn man Texten über sie glauben darf. Nicht nur literarische Werke füllen diesen Raum in der heutigen Ukraine kreativ aus, sondern auch wissenschaftliche.

Bonn ist nicht Babadag …

1. September 2008 von Veronika Steininger
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Eine Liebesgeschichte ist es nicht gerade, die dabei herauskommt, wenn das deutsche Nachbarland unter die Feder des polnischen Autors Andrzej Stasiuk gerät. Es sind eher Reisebeschreibungen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. In seinem jüngsten Buch Dojczland nimmt er das Land zwischen Rhein und Oder ins Visier und beschreibt es aus der Sicht eines „literarischen Gastarbeiters“.

Vom Mädchen mit der roten Kappe

16. Juni 2008 von Roswitha Kersten-Pejanić
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Jurica Pavičić hat sich bei Charles Perrault und den Gebrüdern Grimm bedient und doch mehr als nur eine moderne Version eines alten Volksmärchens geschaffen. Sein fünfter Roman, Crvenkapica (Rotkäppchen), enthält alles, was ein guter Thriller braucht und überzeugt zudem als Sozialstudie der kroatischen Nachkriegsgesellschaft.

Ein lyrischer Kreuzweg

27. Februar 2008 von Anne Krier
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Die Lyrik der russischen Avantgardedichterin Nina Chabias lässt eine Welt im Taumel sinnlichen Empfindens und Erleidens entstehen, in der Lust und Schmerz, Erotik und Glaube miteinander verschmelzen. Eine Wiederentdeckung.