Über das Bedürfnis nach einem Gespräch in Zeiten von Social Media und über die Kunst der Reportage in Polen

10. Juli 2016 von Dominika Herbst
zurückgefragt

Włodzimierz Nowak ist Chefredakteur des Reportage-Magazins der größten polnischen Tageszeitung Gazeta Wyborcza. Vor kurzem ist sein zweites Buch mit dem Titel Das Herz der Nation an der Bushaltestelle in Deutschland erschienen. novinki sprach mit dem Autor und Reporter über die „Unverwüstlichkeit“ der polnischen Reportage, die Besonderheiten dieses Genres in Polen und den ständigen Wettbewerb mit den sozialen Medien.

Eine Poetik der Umkehrung oder die Gegenwehr der Poesie

7. Juli 2016 von Alfrun Kliems
zurückgefragt

Matthias Nawrat, aufgewachsen im polnischen Opole und im deutschen Bamberg, schrieb seine Romane Wir zwei allein, Unternehmer und Die vielen Tode unseres Opas Jurek auf Deutsch. novinki sprach mit ihm über Unternehmertum, das Übersetzen eigener Texte und die Frage: „Wie man mehrfach stirbt. Und trotzdem ein schönes Leben führt.“

Der Autor als Leser

19. April 2016 von Susanne Frank & Studierenden der HU Berlin zurückgefragt

„Wenn die Literatur eine Droge ist, so ist der Leser in meinem Kopf ein Drogenabhängiger, der ein hochwertiges Produkt von mir möchte.“ In seinem zweiten Interview mit novinki sprach Vladimir Sorokin nicht nur über den Leser in seinem Kopf, sondern auch über universitäre Lehre, gnadenlose Texte, realisierte Metaphern und den psychosomatischen Prozess des Schreibens.

„Wo immer du auch hingehst – deine Erinnerung wirst du mitnehmen.“

14. Januar 2016 von Susanne Frank & Studierenden der HU Berlin zurückgefragt

Alevtina Kakhidze: Künstlerin, Majdan-Aktivistin, kritische Beobachterin der postsozialistischen Realität in der Ukraine. Über den Majdan als Performance und die Notwendigkeit der künstlerischen Reflexion gemeinsamer Erinnerung sprach sie im Juni 2015 mit einer Berliner Projektseminargruppe.

„…ich hatte das mächtige Verlangen, von langen Seufzern zu sprechen und das mit so wenig wie möglich Unterbrechung durch Interpunktion“

16. September 2015 von Srđan Sandić
zurückgefragt

Mal erkundet sie ihre Texte wie immer weiterführende Flure, mal muss sie sie wie Festungen erobern: Im Interview mit Srđan Sandić spricht die kroatische Schriftstellerin und Dramatikerin Ivana Sajko über die verwinkelten Prozesse des Schreibens, über sozioökonomischen Druck auf intime Beziehungen und über ihren soeben erschienenen Roman Ljubavni roman (dt. „Liebesroman“).

„Mein Buch ist wie eine Art Stromschlag, der die ganze Stadt erfasst“

8. August 2015 von Ekaterina Vassilieva
zurückgefragt

In seinem Debütroman Paranoia entwirft der belarussische Schriftsteller Viktor Martinovič eine antiutopische Welt, die offensichtliche Parallelen zum heutigen Belarus aufweist. Seit 2014 liegt der Roman auch in deutscher Übersetzung vor. Im Gespräch mit Ekaterina Vassilieva erzählt Martinovič über das Verbot von Paranoia in seinem Heimatland, die neue Sprachpolitik in Minsk und seinen neuesten Roman Mova.