Ausbruch aus dem Unbewussten

22. November 2009 von Tatjana Petzer
zurückgefragt

Es wird nicht still um Kroatiens lost generation der 1990er und das Lesen lohnt sich. Das meint jedenfalls Dalibor Šimpraga, der als Schriftsteller den Anspruch hat, postsozialistische Verfahren in der Literatur zu erproben. Nun hat er einen Roman veröffentlicht, der den Blick für die Epiphanien des Alltags schärft.

„Instrumente für eine neue Anthropologie“

16. März 2009 von Tatjana Hofmann
zurückgefragt

Er sieht sich als „Kulturträger“ und prägt als solcher literarische Trends wie die Geopoetik oder die Zoosophie. Igor’ Sids Projekte führen immer wieder in den Süden der „un-ordentlichen Krim“ und wollen das Wesen des Menschen erforschen.

Von der Anmut der Wirklichkeit

10. Januar 2009 von Roman Widder
zurückgefragt

Sie entwickelt ihre Bilder in Schokoladefarben, packt Menschen und Pflanzen in Plastikhüllen ein, filmt in Zügen, auf Märkten oder Märschen. Olga Černyševas Arbeiten spüren in mikroskopischen Beobachtungen dem postsowjetischen Alltag nach und zeigen seine Schönheit auf.

Kein Lenin ohne Lennon!

4. Januar 2009 von Sylvia Sasse und Sandro Zanetti
zurückgefragt

Das Performance-Kollektiv andcompany&Co schließt mit MAUSOLEUM BUFFO eine Trilogie über die Gespenster des Kommunismus ab. Anläßlich der Premiere der Performance am 6. Januar 2009 im HAU führte novinki ein E-Mail-Interview mit dem Kollektiv.

Die Zahl Zwei und das situative Potential ihrer Menschlichkeit

12. Dezember 2008 von Thomas Skowronek
zurückgefragt

Keti Chukhrov kombiniert in ihren Texten sprachliche Ready-mades aus dem postsowjetischen Alltag mit Erinnerungen an nunmehr verblasste Versprechen eines besseren Lebens, wie sie in der klassischen Avantgarde formuliert worden sind. Prekäre Austragungsorte dieser Vermengung sind für die Schriftstellerin und Philosophin Kunst und Kultur.

Ein Blick durchs Berliner Fenster

30. September 2008 von Tatjana Petzer
zurückgefragt

Kann man den Körper eines Verschwundenen noch einmal beleben und ihm eine Stimme geben, damit er sein Schicksal preisgibt? Wie kann man das fremde Trauma erzählen? Der Belgrader Schriftsteller Saša Ilić hat sich auf Spuren des Jugoslawienkrieges begeben. Als Schauplatz für seinen Roman wählte er Berlin.