11. April 2011 von Anne Sturm
Die bulgarischstämmige Autorin Tzveta Sofronieva hat sich bislang vor allem durch ihre Lyrik und ihre Literaturinstallationen einen Namen gemacht. 2009 wurde sie anlässlich der Publikation ihres ersten komplett deutschsprachigen Gedichtbandes Eine Hand voll Wasser für ihr deutschsprachiges Gesamtwerk mit dem Adalbert-von-Chamisso-Förderpreis ausgezeichnet. mehr ...
05. Januar 2011 von Anna Foerster
Mit seinem 2008 erschienenen Debütroman Milostný dopis klínovým písmem (Liebesbrief in Keilschrift) avancierte der 1966 geborene Tomáš Zmeškal quasi über Nacht zum neuen Hoffnungsträger der tschechischen Literatur. Sein Roman über die Angehörigen einer Prager Familie bestach vor allem durch seine ungewöhnliche Erzählweise, die allerlei fremde Gattungen wie Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Träume integrierte und sich auf kluge und sehr charmante Weise unzähliger Anleihen nicht aus der tschechischen Literatur bediente. mehr ...
19. November 2010 von Thomas Weiler
Man übersieht sie leicht. Dabei sitzt die Elster im Bild Pieter Bruegels d. Ä. genau im Mittelpunkt, auf dem Galgen. Wer die detail- und anspielungsreichen Arbeiten Bruegels betrachtet, sollte lange Weile haben und ganz Auge werden. Ähnliches gilt für den Roman Die Elster auf dem Galgen des belarussischen Schriftstellers Al’herd Bacharėvič, der sich nicht nur des bruegelschen Titels bedient. mehr ...
7. September 2010 von Velma Babić

Der Schriftsteller Veselin Gatalo beschreibt eine fiktive postapokalyptische Situation in der Zukunft: „Vuk“ ist, so der Autor selbst, ein Roman über die Schuld. Gatalos fingierter Außenblick auf den historischen Kontext erfreut sich bei den Lesern Bosniens, Serbiens und Kroatiens zunehmender Beliebtheit.
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20. August 2010 von Gianna Frölicher

Die Dichterin Valžina Mort ist eine der wenigen Vertreterinnen einer neuen weissrussischen SchriftellerInnengeneration, die international Beachtung findet. Ihre kraftvollen prosanahen Gedichte lassen die oft tot geglaubte weissrussische Sprache lebendiger denn je erscheinen. Morts Gedichtband „Tränenfabrik“ liegt in deutscher Übersetzung vor.
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4. August 2010 von Claudia Keller

Jossel Rakover ist ein moderner Hiob – jedoch ohne Happy End. In der letzten Stunde seines Lebens, als der Widerstandskampf im Warschauer Ghetto schon aussichtlos verloren ist, schreibt er eine Nachricht an die Nachwelt und rechnet mit Gott ab.
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25. Mai 2010 von Ol'ga Burenina

Evgenij Dobrenko schreibt in
Muzej Revoljucii: Sovetskoe kino i stalinskij istoričeskij narrativ über Literaturverfilmung im Stalinismus in historischer und ästhetischer Perspektive: Kino als Erfüllung der Erwartungen an das stalinistische Gesamtkunstwerk. Kino als Museum.
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19. April 2010 von Dimitrije Prica

Die zeitgenössische Schriftstellergeneration Tschechiens ist jung und unglaublich aktiv. Wieviel sie zu sagen hat, aber auch wie schwierig es gleichzeitig ist, seinen Gedanken einen entsprechenden und ausgewogenen Ausdruck zu verleihen, zeigt uns der Prager Ondřej Macura in seinem ersten Roman
Netopýři.
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8. Februar 2010 von Tatjana Hofmann

Zu Sowjetzeiten war Igor' Klech Glasmaler im westukrainischen L'viv. Sein letztes Buch
Chroniki 1999 goda (Chroniken des Jahres 1999) malt das Panorama einer postsowjetischen Gesellschaft. Dessen Details setzen sich aus Teilgeschichten zusammen: über Russland und Ukraine, Familien und Künstlerschicksale, Leben und Tod.
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1. Februar 2010 von Lennart Wolff

1937 in Paris verfasst, spiegelt sich im
Zerfall des Atoms wie wohl in keinem anderen Werk der russischen Literatur die existentielle Zerrissenheit eines Dichters im Exil wider, der sich im intellektuellen Klima der Vorkriegszeit auf die verzweifelte Suche nach Sinn, Realität und Wahrheit begibt.
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1. Dezember 2009 von German Ritz

Die „Neue“ und die „Erprobte“, Erkundung und Konfrontation, zwei Teile eines Jahrhunderts, zwei Romane. German Ritz geht mit den beiden polnischen Autorinnen Anna Bolecka und Inga Iwasiów auf eine Wanderung durch das letzte Jahrhundert, dessen Geschichte gleichsam beide Romane verbindet.
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25. September 2009 von Friederike Jacob

Der Tod hängt über der Stadt und in Albertos Bar wird jeden Abend getrunken, als sei es der letzte. Der bosnische Autor Velibor Čolić beschreibt in seinem Buch
Bei Alberto. Eine Ansammlung von Schatten die traurigen und phantastischen Geschichten der fiktiven Stadt Narseille und ihrer Säufer und Wunderlinge.
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1. Juli 2009 von Willi Reinecke

Geschlechterkrieg, Krieg der Sprachen, Krieg im Kopf als ewiger Widerstreit: Mit dreißig hochexplosiven Variationen auf das Thema Krieg zeigt sich der russische Autor und Künstler Pavel Pepperštejn einmal mehr als vielseitiges Talent. Seine Kurzgeschichten sind in dem Sammelband
Kriegsgeschichten bei
Ad Marginem erschienen.
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3. Juni 2009 von Irina Kirova
Mit dem Job-Angebot verhielt es sich auf dem bulgarischen Arbeitsmarkt in den 1980ern ähnlich wie mit dem Waren-Angebot in den meisten bulgarischen Supermärkten – man stand lange an, um dann zu sehen, dass doch nichts da ist. Von ähnlicher Unstetigkeit ist auch Kis’ovs neuer Roman Der Exekutor geprägt. mehr ...
15. Mai 2009 von Anne Kwik
Es läuft einfach nicht, weder beruflich noch privat. Ihre Bücher will keiner lesen, ihre Kinder lügen und stehlen. Beklemmung, Selbstzweifel und Angstzustände überkommen sie. Ständig muss sie weinen. Das neue Buch von Tereza Boučková setzt sich erneut mit den Problemen ihrer Familie auseinander. Lösungen bietet die Autorin nicht an, nur schonungslose Offenheit. mehr ...
13. Mai 2009 von Aleksandra Sikora
Die Helden von Senność sind ungewöhnliche "Langschläfer", gefangen in ihrer eigenen Lethargie. Der neue Roman von Wojciech Kuczok erzählt über die Einsamkeit, aber auch über den Versuch, eigene Ängste zu überwinden und Lebenslust zu entwickeln. mehr ...
29. April 2009 von Niovi Zampouka
Natalja Kljucharevas Roman "Rossija: Obscij vagon" ist fast ein Hör-Buch: Es verleiht dem gegenwärtigen Russland viele Stimmen, die gehört werden wollen. Auf einer literarischen Reise und Identitätssuche trifft der Leser einen Intellektuellen, einen Transvestiten, einen Nostalgiker, einen barmherzigen Ritter und viele andere, die ihre Vorstellung von Russland entwerfen. mehr ...
25. März 2009 von Sandra Frimmel
Eineinhalb Jahre "höllischer Arbeit" haben den Moskauer Kunstkritiker Andrej Kovalev die Forschungen für seine Chronik Rossijskij Akcionizm 1990-2000 (Russischer Aktionismus 1990-2000) gekostet. Er hat einem Archäologen gleich alles dokumentiert und hierfür Anfang 2008 den Preis Innovacija (Innovation) erhalten. mehr ...
17. März 2009von Sebastian Kalandyk
Recht monoton, mit einem urbanen Panorama, das man in Polen vielerorts zu sehen bekommt, beginnt Sławomir Shutys neuer Roman „Ruchy“. Die Titel gebenden „Regungen“ (Ruchy) stehen im Text sowohl für das mechanisch und einstudiert ablaufende Anmachen, als auch für den enthemmten, weil folgenlosen Sex in einer herunterge-
kommenen Discothek. mehr ...
9. März 2009von Ines Steger
Vom Rand der Welt betrachtet sieht Russland ganz anders aus – wie auch „Jewropa“. Mariusz Wilks Tagebuch aus Karelien führt in die Abgeschiedenheit der Onegaregion, in einen faszinierenden Kulturraum, den es zu entdecken gilt.
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25. Feb. 2009von Martin Sanner
Eine junge Frau sitzt in einer kroatischen Strandbar und trinkt, um zu vergessen. Doch vergeblich. Vor dem Koma kommt immer das schmerzhafte Erinnern und der unbestechlich deliriöse Blick auf die trostlose Gegenwart. In ihrem Debütroman Rio Bar schreibt Ivana Sajko über kaum zu ertragende Befindlichkeiten im Nachkriegskroatien. mehr ...
13. Feb. 2009von Mariko Higuchi
In Viktor Pelevins neuem Roman Das fünfte Imperium geht es um Vampire, Götter und die Essenz unserer Existenz. Mit dem Bibelzitat "Am Anfang war das Wort." läutet Pelevin einen (von Vampiren geführten) metasprachlichen Diskurs über die Textualität der Welt ein und thematisiert den Schreibprozess als Weltenschöpfung. mehr ...
9. Feb. 2009von Alexander Kratochvil
‚Schuld und Sühne’ ist laut tschechischer Literaturkritik ein zentrales Motiv des Romans Selský baroko (Bauernbarock) von Jiří Hájíček, und tatsächlich ist das Problem der Verantwortung für Ereignisse während der stalinistischen Periode eine zentrale Frage des Textes. mehr ...
2. Feb. 2009von Peter Zajac
Petržalka ist das größte Wohngebiet der Slowakei, in dem man niemals da ankommt, wo man hin will. Schlafcontainer, Spritzen und Hip-Hop. Petržalka ist die imaginäre Stadt in Jana Beňovas Buch Plán odprevádzania. Cafe Hyena (Der Geleit-
plan. Café Hyäne). mehr ...
19. Dez. 2008von Jadwiga Grunwald
Ein aus der Wehrmacht desertierter Deutscher, der in der polnischen Unter-
grundarmee kämpft. Eine Frau, die bei polnischen Zieheltern aufwächst und nach über fünfzig Jahren ihrer leiblichen Mutter begegnet. – Włodzimierz Nowaks Reportagen fangen polnisch-deutsche Schicksale ein. mehr ...
26. Nov. 2008von Maximilian Sekira
Izlaz Zagreb Jug (Ausfahrt Zagreb Süd) und Oči (Kalda): Zwei Romane, mit denen Popović ein Porträt seiner Generation vorlegt und die gesellschaftlichen Transformationen in Kroatien und Zagreb fühlbar macht. Mit beißendem Witz werden hier die Orientierungslosigkeit und die Desintegration durch die neuen Verhältnisse beschrieben.. mehr ...
6. Okt. 2008von Magdalena Marszałek
Es ist eine gewaltige poetische Hybride, mit Wucht zusammengefügt zu einem vielstimmigen Stück aus Lyrischem, Erzählendem aber auch Satirisch-
Polemischem – mit Anklängen an die Oper und das antike Drama. Verteilt auf viele Stimmen und einen Chor wird in Ein Stück über Mutter und Heimat (Utwór o Matce i Ojczyźnie) von Bożena Keff eine schmerzhafte Mutter-Tochter-Geschichte erzählt, gesungen, gebrüllt. mehr ...
12. Sept. 2008 von Tatjana Hofmann
Das Land der Goten, Zufluchtsort der Griechen, Erinnerungsort an mehrere Kriege und überhaupt das Allunionssanatorium der Sowjetunion befinden sich allesamt auf der Krim – wenn man Texten über sie glauben darf. Nicht nur literarische Werke füllen diesen Raum in der heutigen Ukraine kreativ aus, sondern auch wissenschaftliche. mehr ...
1. Sept. 2008von Veronika Steininger
Eine Liebesgeschichte ist es nicht gerade, die dabei herauskommt, wenn das deutsche Nachbarland unter die Feder des polnischen Autors Andrzej Stasiuk gerät. Es sind eher Reisebeschreibungen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. In seinem jüngsten Buch Dojczland nimmt er das Land zwischen Rhein und Oder ins Visier und beschreibt es aus der Sicht eines „literarischen Gastarbeiters“. mehr ...
16. Juni 2008von Roswitha Kersten-Pejanić
Jurica Pavičić hat sich bei Charles Perrault und den Gebrüdern Grimm bedient und doch mehr als nur eine moderne Version eines alten Volksmärchens geschaffen. Sein fünfter Roman, Crvenkapica (Rotkäppchen), enthält alles, was ein guter Thriller braucht und überzeugt zudem als Sozialstudie der kroatischen Nachkriegsgesellschaft. mehr ...
27. Feb. 2008von Anne Krier
Die Lyrik der russischen Avantgardedichterin Nina Chabias lässt eine Welt im Taumel sinnlichen Empfindens und Erleidens entstehen, in der Lust und Schmerz, Erotik und Glaube miteinander verschmelzen. Eine Wiederentdeckung. mehr ...
17. Dez. 2007 von Miranda Jakiša
Warum herrscht Unfriede und Kampf auf dem Balkan? Richard Swartz bekam 21
Antworten auf diese Frage, die er südosteuropäischen Autoren zwischen
Slowenien und Albanien stellte. Die Antworten hat Europa verdient. mehr...
6. Nov. 2007 von Michael Zgodzay
„Es gibt etwas Durchsichtiges“ - sagt Aristoteles in De Anima. Marek Bieńczyk nimmt ihn beim Wort und macht sich auf die Suche. Dem griechischen Wort diaphanes – zu deutsch: durchsichtig –, widmet er sein neues Buch. mehr...
6. Febr. 2007 von Claudia Husch
Aus solcher Nähe mussten wir ihn noch nie ertragen – in Sommer in Baden-Baden präsentiert uns Leonid Cypkin die Reise der frisch verheirateten Dostojevskijs nach Deutschland mit bestürzendem Gespür für die Leerstellen, die sie in ihren für die Öffentlichkeit bereinigten Tagebüchern und Briefen gelassen haben. mehr...
10. Jan. 2007 von Veronika Steininger
In Lubiewo beschreibt Michał Witkowski eine Welt, in der Identität im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Spiel steht. mehr ...
10. Jan. 2007 von Thomas Weiler
Sonnenstadt der Träume also. Minsk. Das scheint nicht recht zusammenzugehen. Der letzte Diktator Europas residiert in der Sonnenstadt der Träume? mehr ...
10. Jan. 2007von Matthias Meindl
Michail Ryklin – der Moskauer Philosoph, hierzulande bekannt vor allem als Moskauer Dialogpartner der französischen Dekonstruktion sowie durch seine Essaysammlungen zu Nationalsozialismus und Stalinismus, hat im Suhrkamp-Verlag ein Buch veröffentlicht, das er zu schreiben nicht vorhatte, dessen Niederschrift sich spontan entwickelte als Chronik traumatischer Ereignisse. mehr ..
3. Nov. 2006von Peter Zajac
In der Romanwelt von Dušan Šimkos Esterházys Lakaj findet keine Entwicklung statt. Esterházys Welt hat ihre eigene, unveränderliche Zeit, vermessen durch das Zeitmaß der Welt, das seine Ordnung hat und wie „eine riesige unsichtbare Uhr dort eine Stunde nach der anderen, einen Tag nach dem andern und eine Woche nach der anderen mit Hilfe des Chronometers abschneidet“. mehr ...
3. Nov. 2006von
Über das eigene Denken zu denken, stellt sich als ein Problem der Philosophie des Beobachtens, die der russische Philosoph Aleksandr Pjatigorskij ins Auge fasst. In seiner Zusammenschau westlicher und asiatischer Philosophie verortet der in England lebende Pjatigorskij die russische Philosophie einmal mehr auf der Schwelle zwischen Europa und Asien. mehr ...
3. Nov. 2006von Antonia Stötzler
Man kennt Evgenij Griškovec als Dramatiker, als Regisseur und als Interpret der eigenen Bühnenwerke. Seine erfolgreichen Stücke wie etwa Gleichzeitig oder Wie ich einen Hund gegessen habe sind in mehrere Sprachen übersetzt und werden gerade in Deutschland wiederholt
gezeigt. mehr ...
3. Nov. 2006 von Benjamin Voelkel
De profundis ist der Titel, unter dem 12 Erzählungen Viktor Erofeevs in deutscher Übersetzung erschienen sind. Die von Erofeev selbst ausgewählten Erzählungen wurden für den Band neu zusammen-
gestellt. mehr ...
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