VerSuche. Drogen und Rausch im gesellschaftlichen Kontext in Marcin Szczygielskis Berek
15. November 2011von Samanta Gorzelniak
Der kommerzielle Erfolg von Michał Witkowskis Roman Lubiewo (2005) animierte einige Verlage, ihrerseits eine ganze Reihe neuer schwuler Romane polnischer Autoren herauszugeben, so Marcin Szczygielskis Berek (2007). Manche KritikerInnen sprechen geradezu von einem Boom dieses Literaturgenres in Polen, hier geht es jedoch um mehr als nur die Sichtbarmachung schwuler Identitäten oder um die Artikulation homosexuellen Begehrens. Vielmehr sind queere Identitäten markiert von der postkommunistischen Situation, die diese bedingt. mehr ...
Weltenbummler und echte Bummler. Das 11. Internationale Literaturfestival Berlin. Ein Rückblick
5. Oktober 2011von Roman Widder
Vom 7. bis zum 17. September ging in diesem Jahr bereits zum 11. Mal das Internationale Literaturfestival über die Bühne. Über die Bühnen des Festivals gingen oder besser schlenderten erneut vor allem jene Autoren, die auf ihren Buchdeckeln gern als „Wanderer zwischen den Welten“ umschrieben werden. Weiter zum Rückblick ...
So präsentierte Michail Šiškin seinen neuen Roman Venushaar. mehr ...
Außerdem las und sprach Svetlana Aleksijevič über die Afghanistankriege. mehr ...
Zweites Miłosz-Festival in Krakau
21. Juni 2011von Peter Wegenschimmel
Schnell zur Hand ist die Vorstellung von Krakau als einer Hauptstadt für Poesie. Der steinere Mickiewicz im Blitzlichtgewitter, stellt man sich vor, trifft sich hier mit dem Renaissancedichter Jan Kochanowski, den eine Skulptur in den Tuchhallen zeigt. „Genau der richtige Ort“, dachten Wisława Szymborska und Czesław Miłosz und besorgten hier 1997 und 2000 die Krakauer Dichtertreffen. Auch 2011 hält man Krakau noch für die geeignete Kulisse eines Poesiefestivals. mehr ...
Club der polnischen Versager
5. Oktober 2010von Jakub Rapsch
Der Club der polnischen Versager ist ein verspielter Ort der Berliner Kulturlandschaft; ein Gesamtkunstwerk, das das Versagen und den Misserfolg zelebriert und so – paradoxerweise – recht erfolgreich seiner selbst auferlegten Mission nachgeht: dem deutsch-polnischen Kulturaustausch. mehr ...
Kein Ich, nirgends?
17. Juni 2010 von Yvonne Poerzgen
Miljenko Jergovićs Romanfiguren sind Getriebene. Sie sind auf der Suche nach ihrer Identität und nehmen den Leser mit auf diese Reise. Allerdings gelangen sie nicht immer an ein Ziel. In Jergovićs Texten fungiert die Frage nach der eigenen Identität als Ausgangspunkt und treibende Kraft. mehr...
Literaturlandschaft Belarus: Eine Begehung
19. Februar 2010 von Zmicer Višnëŭ
Ob nun belarussisch, weißruthenisch, belorussisch oder weißrussisch – die Sprache ist so lebendig wie die Literaturszene. Und in den letzten Jahren verschaffen sich literarische Stimmen aus Belarus zunehmend auch im Ausland Gehör. Der Autor und Verleger Zmicer Višnëŭ lädt zur Begehung der belarussischen Literaturlandschaft. mehr...
Von fremden Frauen und einer „Sprache, die der Musik hinterherläuft“
22.Oktober 2009 von Lucia Zimmermann
Fuck you Eu.Ro.Pa! heißt das Theaterstück der Autorin und Theaterschaffenden Nicoleta Esinencu aus der Republik Moldau. Sie und andere Schriftstellerinnen, aber auch Übersetzerinnen und Verlegerinnen aus Ost und West diskutierten über das Zusammenwachsen Europas seit den 1990er Jahren, über kulturelle Umbrüche und die neue Literaturlandschaft in Osteuropa und über weibliche künstlerische Positionen. mehr...
All das, was sich nicht bezahlt macht:
korporacja ha!art
9.Juli 2009 von Stefan Freund
Selbstironisch stempeln sie so ihre zahlreichen Aktivitäten ab. Sie sind umtriebig, unkonventionell, provokant und stoßen immer wieder Diskussionen in Polen an. In der jungen polnischen Literatur- und Kunstszene sind sie zu einer festen Größe avanciert, aber auch außerhalb dieser haben sie sich einen Namen gemacht. mehr...
Ukrainische Poesie in Berlin
5. Juni 2009 von Tatjana Hofmann
1. Preis im novinki-Wettbewerb für Reportagen über den Literaturbetrieb Ost-, Mittel- und Südosteuropas:
Gedichte aus der Ukraine überraschen mit ihrer Vielfalt. Acht Dichterinnen und Dichter aus L'viv, Užhorod, Kyjiv, Luhans'k, Charkiv, Odessa und Kerč lesen in Berlin und wagen den Versuch, einen Querschnitt der gesamtukrainischen Lyrikszene zu präsentieren. mehr ..
Auf der Wortsuche
5. Juni 2009 von Zuzanna Krzysztofik
2. Preis im novinki-Wettbewerb für Reportagen über den Literaturbetrieb Ost-, Mittel- und Südosteuropas:
Sie fluchen beruflich, nerven Autoren auf deren eigenen Lesungen und warten endlos auf Honorare. Von der Qual des Schaffens sind sie doppelt betroffen - einmal wenn sie in die Köpfe der Schriftsteller schlüpfen und einmal wenn sie das dort Gesehene in einer anderen Sprache wiedergeben. Die Übersetzer der deutschen und polnischen Literatur laufen in Berlin auf der Jagd nach treffenden Wörtern umher. mehr ...
Drei Dramen und eine Utopie?
1. Okt. 2007von Yvonne Pörzgen
Den Ort, an dem alle Menschen glücklich sein können, gibt es leider nicht. Wie die ideale Gesellschaft aber auszusehen hat, darüber haben sich im 19. Jahrhundert in Russland viele Menschen Gedanken gemacht. Der britische Dramatiker Tom Stoppard hat das Leben der beiden russischen Gesellschaftskritiker und Utopisten Michail Bakunin und Aleksandr Gercen in drei abendfüllenden Stücken auf die Bühne gebracht. mehr ...
Das Märchen vom Roten Matrosen und seinen blau-weiß gestreiften Brüdern
23. April 2007 von Lucia Zimmermann
Sowjetische Arbeiter, zaristische Bäuerinnen, russische Tännchen und vor allem Matrosen – das sind die Helden desKrasnyj matros, eines kleinen Petersburger Verlags, der von Aktiven des ehemals sowjetischen Untergrunds getragen wird. mehr ...
Herbarien aus Zelluloid
3. Nov. 2006von Lucia Zimmermann
Kartoffeln und Tomaten verschimmeln irgendwann, auch im Kühlschrank. Die junge Petersburger Künstlerin Inna Pozina sammelt deren Formen und Farben. In Filmen und anderen „gesammelten“ Werken fängt
sie Beobachtungen und Erinnerungen ein und macht Haltbares daraus. mehr ...
Lesbische Liebe im polnischen Theater oder die Frage nach der Provokation
3. Nov. 2006von Veronika Steininger
„Was immer geschieht ich liebe dich" sagt eine der beiden lesbischen Frauen in dem gleichnamigen Theaterstück von Przemysław Wojcieszek. Wie provokant ist ein polnischer Regisseur, der Homosexualität auf die Bühne bringt? mehr ...
Realität und Erlösung
3. Nov. 2006von Florian Kemmelmeier
Zwischen einer Warschauer Unterführung und dem Mars, zwischen Sozialkritik und Sinnsuche bewegt sich Jan Klata, der mit Sicherheit als auffälligster Vertreter des neuen polnischen Theaters gelten kann. Uniform, Irokesenschnitt und Rosenkranz sind die Markenzeichen des jungen Regisseurs und überzeugten Katholiken, der 2006 mit Trzy stygmaty Palmera Eldritcha in Krakau und Weź, przestań! ín Warschau einen Kontrast zu inszenieren scheint. mehr ...