Dichter und Verleger: Ivan Malkovyč hat gleich zwei Berufungen

10. Mai 2011von Jutta Lindekugel
1992, ein Jahr nachdem die Ukraine von der Sowjetunion unabhängig wurde, gründete Ivan Malkovyč den ersten Verlag, der auf Kinderbücher in ukrainischer Sprache setzte, den ersten, der nicht staatlich war. A-BA-BA-HA-LA-MA-HA ist bekannt dafür, die teuersten, aber auch die besten Bücher der Ukraine herzustellen. mehr...

Von der Flucht in den deutschen Barock, Berlins kleistisch angehauchten Orten und den Herausforderungen der Kategorie F

08. März 2011von Dominika Herbst und Stephanie Lysk
László Márton wählt seine Worte sehr genau. Die Poetik der Verzögerung ist für ihn Programm. Nicht nur in seinen Romanen verzögert er, sondern auch in diesem Interview holt er weit aus, um dann exakt dort wieder den Faden aufzunehmen, wo er ihn verlassen hat. Mit seiner besonderen Beziehung zur deutschen Sprache tritt Márton als Übersetzer immer wieder in Dialog mit den verstorbenen Autoren. mehr...

Das Reale des Simulacrums – Geschichte als Reenactment im Theater

07. Januar 2011von Sylvia Sasse
Die letzten Tage der Ceauşescus heisst das letzte ‚Stück‘ des International Institute of Political Murder, das 2007 mit Sitz in Berlin und Zürich gegründet worden ist. mehr...

„Wir sind in einer anderen Epoche angekommen…“

14. September 2010von Matthias Meindl
Weniger politisch und skandalös als früher, und doch nicht weniger umstritten, ist die aktuelle Kunstproduktion Anatolij Osmolovskijs. Umgeben von einer kleinen Sammlung alter russischer Kultobjekte sowie den Objekten des Künstlers selbst, in seiner Wohnung, unweit der Krasnaja Presnja Straße in Moskau, fand dieses Gespräch über Kunst und Politik statt. mehr...

„Wir arbeiten ja mit Menschen. Das sind nicht Leinwände und Farben. Das ist unglaublich schwer.“

7. September 2010von Matthias Meindl
15 Jahre feministische Themen mit der Gruppe Factory of Found Clothes und ein zunehmendes Engagement in der linksaktivistischen Künstlergruppe Chto delat. Ein Gespräch mit der Künstlerin Natal’ja Peršina-Jakimanskaja über Kunst und Politik. mehr...

"Letzlich ist es die Liebe, die alles zusammenhält."

dfg
17. Mai 2010von Dominika Herbst und Friederike Jakob
Ein Gespräch mit dem Autor Dževad Karahasan über seine Liebe zur Kunst,
die Liebe in seinem Roman Der nächtliche Rat (Noćno vijeće) und über die besondere Spannung in seinem Heimatland Bosnien-Herzegovina. mehr...
Das wilde Fleisch der Sprache

 

8. Februar 2010von Tatjana Hofmann
Igor' Klech schreibt auf Russisch, obwohl oder gerade weil er aus der Ukraine kommt. Wie die Ukraine mit dem Schreiben des Moskauer Autors zusammenhängt, erzählt er im Gespräch. mehr ...

Wut der Bombenfrau

29. Januar 2010von Milena Dragić
„Mach mit meinem Text auf der Bühne, was du willst. Aber mach was!“ So die Forderung der jungen kroatischen (Post-) Dramatikerin Ivana Sajko, die während ihres Aufenthalts am Berliner Literarischen Colloquium Studierenden der Humboldt-Universität Rede und Antwort steht. mehr...

"Die grosse Form liegt mir nicht"

19.Januar 2010von Sylvia Sasse
Über den Wind am Mittelmeer, Brodskij im Garten und Kiš im Montparnasse. Ein Gespräch mit Ilma Rakusa über ihre Autobiographie Mehr Meer und den osteuropäischen Literaturbetrieb. mehr ...

Ausbruch aus dem Unbewussten

22.Nov. 2009von Tatjana Petzer
Es wird nicht still um Kroatiens lost generation der 1990er und das Lesen lohnt sich. Das meint jedenfalls Dalibor Šimpraga, der als Schriftsteller den Anspruch hat, postsozialistische Verfahren in der Literatur zu erproben. Nun hat er einen Roman veröffentlicht, der den Blick für die Epiphanien des Alltags schärft. mehr ...

„Instrumente für eine neue Anthropologie“

16. März 2009von Tatjana Hofmann

Er sieht sich als „Kulturträger“ und prägt als solcher literarische Trends wie die Geopoetik oder die Zoosophie. Igor’ Sids Projekte führen immer wieder in den Süden der „un-ordentlichen Krim“ und wollen das Wesen des Menschen erforschen. mehr ...

Von der Anmut der Wirklichkeit

10. Jan. 2009von Roman Widder

Sie entwickelt ihre Bilder in Schokolade-
farben, packt Menschen und Pflanzen in Plastikhüllen ein, filmt in Zügen, auf Märkten oder Märschen. Olga Černyševas Arbeiten spüren in mikroskopischen Beobachtungen dem postsowjetischen Alltag nach und zeigen seine Schönheit auf. mehr ...

Kein Lenin ohne Lennon!

4. Jan. 2009 von Sylvia Sasse und Sandro Zanetti

Das Performance-Kollektiv andcompany&Co schließt mit MAUSOLEUM BUFFO eine Trilogie über die Gespenster des Kommunismus ab. Anläßlich der Premiere der Performance am 6. Januar 2009 im HAU führte novinki ein E-Mail-Interview mit dem Kollektiv.

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Die Zahl Zwei und das situative Potential ihrer Menschlichkeit [Leseprobe]

12. Dez. 2008von Thomas Skowronek

Keti Chukhrov kombiniert in ihren Texten sprachliche Ready-mades aus dem postsowjetischen Alltag mit Erinnerungen an nunmehr verblasste Versprechen eines besseren Lebens, wie sie in der klassischen Avantgarde formuliert worden sind. Prekäre Austragungsorte dieser Vermengung sind für die Schriftstellerin und Philosophin Kunst und Kultur. mehr ...

Ein Blick durchs Berliner Fenster

dfg
30. Sept. 2008 von Tatjana Petzer

Kann man den Körper eines Verschwundenen noch einmal beleben und ihm eine Stimme geben, damit er sein Schicksal preisgibt? Wie kann man das fremde Trauma erzählen? Der Belgrader Schriftsteller Saša Ilić hat sich auf Spuren des Jugoslawienkrieges begeben. Als Schauplatz für seinen Roman wählte er Berlin. mehr ...

Wahre Leser wollen betrogen sein

20. Aug. 2008von Thomas Weiler

„Keine Gnade für Valjanzina H.“ forderte der belarussische Prosaautor Al’herd Bacharėvič 2006. Auch mit seiner eigenen Person, oberflächlichen Kritikern oder den sogenannten Klassikern der belarussischen Literatur geht er hart ins Gericht. Mit seinen Texten will er den Leser verzaubern, ihn bei der Hand nehmen und führen – hinters Licht. mehr ...

Von Facettenaugen, Theater-Scratch und der Inventarisierung des Sozialismus

22.Juli 2008von Miranda Jakiša und Irina Lazarova

Das Weltbild der Fliege ist mosaikartig zusammengesetzt. Was, wenn man entsprechend einen Facetten-Roman schaffen könnte? Nicht „Urheber der Schwangerschaft“ der eigenen Frau zu sein, mag einen Helden erschüttern und zum Erzählen zwingen. Was, wenn Trennung beim Wort genommen und der Text zerlegt und zerteilt wird? Überhaupt zerfällt die Welt, so viel ist klar – jedenfalls, wenn man in den 1990er Jahren in Bulgarien lebt. mehr ...

Von Menschen, Bildern und Lettern

20. Mai 2008von Valentina Dann

Die russische Künstlerin Tatjana Miller sammelt Motive für ihr vielfältiges Schaffen zum einen in ihrer unmittelbaren Umgebung, in Fundstücken der Berliner Strassen oder Gesichtern der U-Bahn. Zum anderen greift sie auf uralte Mythologien zurück, deren Symbole und Schriftzeichen sie collageartige neu zusammenfügt und damit lesbare Bilder schafft. mehr ...

„Steinschweiger? Steinwald? Steinbaum? – Egal!"

31. Jan. 2008von Julia Connert und Monika Hirschfeld

Ein deutsch-polnisches Team junger Theatermacher hat das sensible wie umkämpfte Thema Umsiedlung, Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg in ungewöhnlicher Form inszeniert: Professionelle Schauspieler teilen sich darin die Bühne mit Zeitzeugen. mehr ...

Zwischen Raum

15. Jan. 2008von Tamina Kutscher und Lucia Zimmermann

Der mazedonische Schriftsteller Nikola Madžirov setzt seine Verse zwischen verblasste Aufkleber und angebissene Äpfel, neben Zitate und Erinnerungen, über Bibelstellen und Tao – zwischen Zeilen der Weltliteratur und die Prosaik des Alltags. Er weiss, dass alles schon gesagt wurde. Trotzdem will er mit seiner Poesie neue Räume schaffen. mehr ...

Zum Tee um fünf

dfg
1. Okt. 2007von Maria Sankina und Larissa Tschaja

Was Teeblätter mit dem Metarealism zu tun haben, einer wenig erforschten literarischen Strömung, die im Russland der 70er Jahre entstanden ist – davon berichtet der lettische Lyriker Dmitri Dragilew. mehr ...


Sind Sie ein Genie? - Zweifellos.

4. Juni 2007von Julia Kissina

Über die Suprematisierung des Lebens, das „Schwarze Quadrat“ und sein Verhältnis zu Marc Chagall. Der Geist Kasimir Malevičs steht Rede und Anwort. mehr ...

 

 

Die Vielheit ist umgezogen

30. April 2007von Miranda Jakiša

Fragen an einen ungarischen Schriftsteller aus Serbien, der in Berlins
babylonischer Struktur die mosaikartige Verfasstheit der Vojvodina
wiedererkennt und zur Zeit einen Roman schreibt, der die Wirklichkeit
rehabilitiert. Ein Interview mit

László Végel. mehr ...

Ein Koffer voller Träume [Leseprobe]

27. März 2007von Will Firth

Über die Lebenden, Toten und Totgesagten, die ihre Suche nach Glück nicht beerdigen wollen und die einen jungen Autor im Nachwende-Mazedonien auf seiner Suche nach einer authentischen Stimme begleiten. Ein Interview mit Ivan Dodovski. mehr...

Antonyčs Geist

3. Nov. 2006von Magdalena Marszałek und Sylvia Sasse

Über den literarischen und politischen Trend der „Geopoetik“, eine neue und eine alte Mitteleuropa-Diskussion und über eine Séance mit dem Geist des ukrainischen Dichters Bohdan-Ihor Antonyč, der in Jurij Andruchovyčs jüngstem Roman Zwölf Ringe über den Karpaten schwebt. Ein Interview mit Jurij Andruchovyč. mehr ...

Ameisen im Bauch

3. Nov. 2006von Anna Burck und Barbara Janisch

Wie in Russland ein neuer literarischer Trend die Mittelschicht das Gruseln lehrt und die Situation junger SchriftstellerInnen heute aussieht. Ein Interview mit Anna Starobinec. mehr ...

 



Wir sind's, Edička! – Runder Tisch russischer Schriftsteller

3. Nov. 2006 aus Afiša, Nr. 127 (13.-26. März 2006)

Lev Danilkin hat an einem runden Tisch fünf Schriftsteller versammelt, die noch am Anfang stehen, aber bereits von sich reden machten: Aleksandr Garros, Anna Kozlova, Katja Metelica, Arsen Revazov und Anna Starobinec. mehr ...

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