„Es waren, frei nach Shakespeare, die Tauben und nicht der Pleitegeier“

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31. Mai 2017 von Miroslav Grimm
gegengelesen

Mit Superheldinnen hat Barbi Marković einen hoffnungslosen und zugleich optimistischen Roman abgeliefert. Er besticht mit Witz und dezidierten Pop-Qualitäten. Was es mit der Gegenüberstellung von Tauben und dem Pleitegeier auf sich hat, offenbart sich zum Ende des Romans und ließe sich mit dem Kalauer „ist das Glas halb leer oder halb voll?“ umschreiben. Oder anders gesagt: Als Rezensent sollte ich nicht spoilern und tue es doch!

„Textwiederverwertung ist für mich einfach ganz normal…”

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19. April 2012 von Miranda Jakiša
zurückgefragt

Barbi Marković, 2011/2012 Stadtschreiberin in Graz, arbeitet zur Zeit an einem literarischen Projekt mit ungewissem Ausgang: Dem Stadtabschreiben. Akribisch schreibt sie alles ab, was sie in Berlin, Wien, Sarajevo, Graz, Zagreb und Belgrad an Schriftzügen, Reklameaufschriften, Verbotshinweisen, Graffitis findet und übersetzt den entstehenden Text ins B/K/S und Deutsche. Wie ihr Aufsehen erregender Roman Izlaženje, der ein Bernhard-‚Plagiat‘ und Konzeptkunst zugleich darstellte, so ist auch das neue Buch-Projekt vor allem ein Experiment.