Eine Portion Angespanntheit gegen Reality

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3. August 2017 von Matija Ilić
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Hoffe nicht und verzweifle nicht. Im Prinzip hängt nichts von dir selber ab. Hoffnung und Verzweiflung sind ein und dasselbe, nur von verschiedenen Seiten betrachtet. Deshalb ist die anhaltende Angespanntheit der beste Zustand, in dem man sich befinden kann. Mit seiner Napet šou (dt.: „Angespannte Show“) macht sich der serbische Hip-Hop-Schriftsteller Marko Šelić aka Marčelo bereit für das, was kommt.

Die Natur des Bösen – oder der Holocaust in Serbien

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1. Juli 2017 von Manuel Matuzović
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Erinnern oder Vergessen? Pointiert und unverblümt schreibt Filip David in Kuća sećanja i zaborava (Das Haus des Erinnerns und des Vergessens) über den Holocaust in Serbien und dessen Folgen bis in die Gegenwart – und nimmt damit ein Thema in den Blick, über das man in Serbien nur ungern spricht. Übersetzt wurde der Roman von Johannes Eigner, dem amtierenden österreichischen Botschafter in Serbien.

„Es waren, frei nach Shakespeare, die Tauben und nicht der Pleitegeier“

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31. Mai 2017 von Miroslav Grimm
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Mit Superheldinnen hat Barbi Marković einen hoffnungslosen und zugleich optimistischen Roman abgeliefert. Er besticht mit Witz und dezidierten Pop-Qualitäten. Was es mit der Gegenüberstellung von Tauben und dem Pleitegeier auf sich hat, offenbart sich zum Ende des Romans und ließe sich mit dem Kalauer „ist das Glas halb leer oder halb voll?“ umschreiben. Oder anders gesagt: Als Rezensent sollte ich nicht spoilern und tue es doch!

„…ich hatte das mächtige Verlangen, von langen Seufzern zu sprechen und das mit so wenig wie möglich Unterbrechung durch Interpunktion“

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16. September 2015 von Srđan Sandić
zurückgefragt

Mal erkundet sie ihre Texte wie immer weiterführende Flure, mal muss sie sie wie Festungen erobern: Im Interview mit Srđan Sandić spricht die kroatische Schriftstellerin und Dramatikerin Ivana Sajko über die verwinkelten Prozesse des Schreibens, über sozioökonomischen Druck auf intime Beziehungen und über ihren soeben erschienenen Roman Ljubavni roman (dt. „Liebesroman“).

Den verkannten Attentätern

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15. Dezember 2014 von Felicitas Claus
gegengelesen

1914 – 2014. Es ist wieder Denkmal-Zeit. In ganz Europa gedenken wir des ersten Weltkriegs und des Ereignisses, welches ihn auslöste. Dem Schützen, der in Sarajevo den österreichisch-ungarischen Thronfolger mit zwei Schüssen tötete, werden noch heute in Bosnien und Serbien Denkmäler gebaut. Die serbische Autorin Biljana Srbljanović will sie stürzen – und stellt doch in ihrem Drama Mali mi je ovaj grob (dt. Dieses Grab ist mir zu klein) nur weitere auf.

Dem Beat folgen

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29. Juli 2013von Jelica Popović
zurückgefragt

Der Rapper Edo Maajka erreicht mit seinen Texten die Menschen von Slovenien bis Makedonien seit nun mehr als zehn Jahren. Im Gespräch mit novinki schaut er auf seine musikalischen Anfänge zurück, spricht über die Zeit während des Bosnienkrieges und sein Dasein als Flüchtling in Zagreb. Er gewährt uns einen Einblick in seine Arbeitsweise, erinnert sich an Jugoslavien und spricht über die Rolle des Hiphop.