Der Roman Vuk – eine antiutopische Vision der Zukunft Bosniens in Europa

gatalo90x90
7. September 2010 von Velma Babić
gegengelesen

Der Schriftsteller Veselin Gatalo beschreibt eine fiktive postapokalyptische Situation in der Zukunft: Vuk ist, so der Autor selbst, ein Roman über die Schuld. Gatalos fingierter Außenblick auf den historischen Kontext erfreut sich bei den Lesern Bosniens, Serbiens und Kroatiens zunehmender Beliebtheit.

Kein Ich, nirgends?

Jergovic_Freelander_90
17. Juni 2010 von Yvonne Poerzgen
nachgegangen

Miljenko Jergovićs Romanfiguren sind Getriebene. Sie sind auf der Suche nach ihrer Identität und nehmen den Leser mit auf diese Reise. Allerdings gelangen sie nicht immer an ein Ziel. In Jergovićs Texten fungiert die Frage nach der eigenen Identität als Ausgangspunkt und treibende Kraft.

Von den Vorzügen der Kanalisation

Arsenijevic90x90
20. Mai 2010 von Andrea Zink
vorgestellt

Vladimir Arsenijevićs Werke scheinen vom Abwassersystem des antiken Roms inspiriert. Es geht um die Existenz im Unrat, um das Leben während und nach den jugoslawischen Kriegen der 1990er Jahre. Arsenijević verfolgt feige Freaks und Drogendealer, alternde Schauspielerinnen und Drückeberger und bezieht sich selbst und den „Vorsitzenden“ (Milošević) in das postmoderne Spiel von Fakt und Fiktion mit ein.

„Letzlich ist es die Liebe, die alles zusammenhält.”

karahasan90x90
17. Mai 2010 von Dominika Herbst und Friederike Jakob
zurückgefragt

Ein Gespräch mit dem Autor Dževad Karahasan über seine Liebe zur Kunst, die Liebe in seinem Roman Der nächtliche Rat (Noćno vijeće) und über die besondere Spannung in seinem Heimatland Bosnien-Herzegovina.

Wut der Bombenfrau

sajko90x90
29. Januar 2010 von Milena Dragić
zurückgefragt

„Mach mit meinem Text auf der Bühne, was du willst. Aber mach was!“ So die Forderung der jungen kroatischen (Post-) Dramatikerin Ivana Sajko, die während ihres Aufenthalts am Berliner Literarischen Colloquium Studierenden der Humboldt-Universität Rede und Antwort steht.

Ausbruch aus dem Unbewussten

Simpraga90x90
22. November 2009 von Tatjana Petzer
zurückgefragt

Es wird nicht still um Kroatiens lost generation der 1990er und das Lesen lohnt sich. Das meint jedenfalls Dalibor Šimpraga, der als Schriftsteller den Anspruch hat, postsozialistische Verfahren in der Literatur zu erproben. Nun hat er einen Roman veröffentlicht, der den Blick für die Epiphanien des Alltags schärft.