Kafka leidet an der Liebe (Happy Valentine’s Day) | 14./15. Februar 1914

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14. Februar 2014 von Janika Rüter
2014 – 1914 – 1964

Im Februar des Jahres 1914 ist Franz Kafka Europa schon weit voraus. Denn während der Kontinent den Schützengräben erst noch entgegen taumelt, vielmehr: schlafwandelt, wie man heute sagt, versinkt Kafka schon mit beiden Beinen im Morast und „schnapp[t] im Nebel“: Love is a battlefield. Er sitzt in Prag und wartet auf Briefe, die nicht kommen.

Drei philosophische Nüsse für Aschenbrödel. Rezension

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24. September 2012 von Matthias Meindl
gegengelesen

Wer die konzeptionellen Differenzen zwischen den postkonzeptualistischen Künstlern Russlands genauer verstehen möchte, für den wird das Buch Tri spora (dt. „Drei Streitgespräche“) von einigem Interesse sein. Es vereinigt im Wesentlichen Briefe der Moskauer Künstler Dmitrij Gutov (geb. 1960) und Anatolij Osmolovskij (geb. 1969) von November 2003 bis März 2004. Nadežda Gutova, die Frau Gutovs, hat sie zusammengestellt und mit einem Anmerkungsapparat versehen. Erschienen ist das Buch in Gutovs Verlag „Grundrisse“, der sonst vornehmlich die Schriften von Michail Lifšic publiziert.