Der bulgarische Existenzialist

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28. Juni 2017 von Caroline Morfeld
gegengelesen

Was für einen Sinn hat das menschliche Dasein? Nirgends sind wir offensichtlicher mit dieser existenziellen Frage konfrontiert als im Angesicht des Todes. Georgi Gospodinov zeigt uns, dass es keinen Grund zu verzweifeln gibt, solange der Mensch im Geiste frei und der Alltag voll Fantasie ist.

Über den Sümpfen. Norbert Randow nachgerufen

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9. Januar 2016 von Thomas Weiler
vorgestellt

„Norbert Randow hat an Grenzen gelebt und an Grenzen gearbeitet. Und er beherrscht die Kunst – ohne Verlust an Eigenart – zwischen Fremden, zwischen Welten zu vermitteln. Er versteht es, Bücher zu Grenzübertritten zu fördern.“ So pries Fedja Filkova den Träger des Leipziger Anerkennungspreises zur europäischen Verständigung 2001 in ihrer Laudatio. Am 1. Oktober 2013 hat er die letzte Grenze überschritten.

Der Partisan als Pikaro

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22. Oktober 2014 von Henrike Schmidt
gegengelesen

Alek Popov schreibt einen schelmischen Roman über den bulgarischen Widerstand im Zweiten Weltkrieg: Die Schwestern Palaveevi im Wirbelsturm der Geschichte (Sestri Palaveevi v burjata na istorijata). Die deutsche Übersetzung ist unter dem märchenhaften Titel Schneeweißchen und Partisanenrot beim Residenz Verlag erschienen.

“Terroristin in der Terra Incognita der Zwischensprachlichkeit”

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15. Dezember 2010 von Anne Sturm
vorgestellt

1. Preis im novinki-Wettbewerb – für das beste Autorenportrait!

Als sie vor fünfzehn Jahren nach Deutschland kam, kannte Tzveta Sofronieva vier Wörter: »gut«, »kaputt«, »heil« (von »Heil Hitler!«) aus russischen Kriegsfilmen und »das Sein«, wegen Kant. Derart ausgerüstet startete die 28-Jährige in ihre fünfte Sprache, die sie spielerisch lernte, „da sie nicht beabsichtigte, im Deutschen zu bleiben, wie Kinder nichts beabsichtigen“.

Ein ganz normaler Vollstrecker

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3. Juni 2009 von Irina Kirova
gegengelesen

Mit dem Job-Angebot verhielt es sich auf dem bulgarischen Arbeitsmarkt in den 1980ern ähnlich wie mit dem Waren-Angebot in den meisten bulgarischen Supermärkten – man stand lange an, um dann zu sehen, dass doch nichts da ist. Von ähnlicher Unstetigkeit ist auch Kis’ovs neuer Roman Der Exekutor geprägt.