Eine Reise durch die ostmitteleuropäische Geschichte

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20. Dezember 2017 von Agnieszka Hudzik
zurückgefragt

Martin Pollack: Schriftsteller und literarischer Übersetzer, frisch ausgezeichnet mit dem DIALOG-Preis der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. novinki hat ihn dieses Jahr gleich doppelt getroffen – in Lublin und in Potsdam, und sprach mit ihm über Familiengeschichte und sein Interesse an Ostmitteleuropa ebenso wie über polnische Reportagen, die Arbeit mit Bildern und das Zurückschrauben der Sprache beim Schreiben über Gewalt.

Das Wasserglas im Sturm

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13. Juni 2017 von Benjamin Mildner
gegengelesen

Sascha Potjomkin und Anna Iwanowna – die Namen der beiden Hauptfiguren von Boris Schumatskys neuem Buch lassen einen Historienroman über das russische Zarenreich im 18. Jahrhundert vermuten. Stattdessen ist Die Trotzigen die Geschichte einer flüchtigen, kleinen Liebe, einer winzigen Ost-West-Annäherung inmitten spätsowjetischer Umwälzungen.

„Es waren, frei nach Shakespeare, die Tauben und nicht der Pleitegeier“

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31. Mai 2017 von Miroslav Grimm
gegengelesen

Mit Superheldinnen hat Barbi Marković einen hoffnungslosen und zugleich optimistischen Roman abgeliefert. Er besticht mit Witz und dezidierten Pop-Qualitäten. Was es mit der Gegenüberstellung von Tauben und dem Pleitegeier auf sich hat, offenbart sich zum Ende des Romans und ließe sich mit dem Kalauer „ist das Glas halb leer oder halb voll?“ umschreiben. Oder anders gesagt: Als Rezensent sollte ich nicht spoilern und tue es doch!

Eine Poetik der Umkehrung oder die Gegenwehr der Poesie

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7. Juli 2016 von Alfrun Kliems
zurückgefragt

Matthias Nawrat, aufgewachsen im polnischen Opole und im deutschen Bamberg, schrieb seine Romane Wir zwei allein, Unternehmer und Die vielen Tode unseres Opas Jurek auf Deutsch. novinki sprach mit ihm über Unternehmertum, das Übersetzen eigener Texte und die Frage: „Wie man mehrfach stirbt. Und trotzdem ein schönes Leben führt.“

Über den Sümpfen. Norbert Randow nachgerufen

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9. Januar 2016 von Thomas Weiler
vorgestellt

„Norbert Randow hat an Grenzen gelebt und an Grenzen gearbeitet. Und er beherrscht die Kunst – ohne Verlust an Eigenart – zwischen Fremden, zwischen Welten zu vermitteln. Er versteht es, Bücher zu Grenzübertritten zu fördern.“ So pries Fedja Filkova den Träger des Leipziger Anerkennungspreises zur europäischen Verständigung 2001 in ihrer Laudatio. Am 1. Oktober 2013 hat er die letzte Grenze überschritten.

Euromaidan – Anatomie des Augenblicks

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4. Mai 2015 von Adam Modest Zapert
gegengelesen

Zu jeder Nacht- und Tageszeit des Frühjahrs 2014 erreichten uns im Liveticker Nachrichten über Proteste in der Ukraine. Selten erfuhren wir zu jener Zeit etwas über die Hintergründe der Revolution auf Kiews Unabhängigkeitsplatz. Dem Sammelband Euromaidan. Was in der Ukraine auf dem Spiel steht gelingt es, diese Lücke zu schließen.