Wach auf!

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In Annas Leben ist der Traum von der vermeintlich besseren Welt namens USA zum Greifen fern. Der georgische Film Anas Ckhovreba (Annas Leben) von Nino Basilia lässt spüren, was es bedeutet, wenn eine alleinerziehende Frau für die Zukunft ihres Sohnes und sich selbst kämpft, doch auch, dass tickende Zeitbomben nicht immer hochgehen müssen. Anna will […]

Standardisierte Fälschung oder Tiflis am Abgrund des Gefaketen

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19. März 2016 von Irine Beridze
gegengelesen

Zaza Burchuladze bekam in Georgien schon früh den Ruf des geschickten Provokateurs. Sein exzentrisches Auftreten in den Medien und seine direkten Invektiven gegen die orthodoxe Kirche haben nicht nur die Verkaufszahlen seiner Bücher rasch nach oben getrieben, sondern auch seine letztliche Flucht aus Georgien bedingt. Sein Buch Adibas (georgische Erstveröffentlichung 2009) liegt nun in deutscher Übersetzung vor.

Ein Ort, kein Raum und ein Zimmer. Tamta Melaschwili am Zürichsee

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7. Mai 2015 von Nina Seiler & Stefanie Heine
zurückgefragt

Die georgische Schrifstellerin Tamta Melaschwili weilt derzeit als Writer in Residence in Zürich. Bei der Sendung ctrl. x von Litradio Zürich sprach sie mit Nina Seiler und Stefanie Heine über ihre Orte des Schreibens, das Verschwinden des Raums im Krieg und Frauen im literarischen Raum.

Der gescheiterte Westflug

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16. März 2015 von Irine Beridze
gegengelesen

Die Aufarbeitung der sowjetischen Vergangenheit kommt in Georgien im Schneckentempo voran. Umso wichtiger ist es, dass die Literatur an jene Vergangenheit erinnert. In seinem preisgekrönten Dokumentarroman Westflug nimmt sich Dato Turaschwili die Geschichte der Tiflisser Flugzeugentführung im November 1983 vor – und rekonstruiert den Fall mit beeindruckender Eindringlichkeit.

„Der Mensch ist auf der Suche nach dem Verlust seiner Freiheit.“ Interview mit Giorgi Maisuradze

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27. Mai 2014 von Philomena Grassl
zurückgefragt

Giorgi Maisuradze: Schriftsteller, Philosoph, Kulturwissenschaftler. Er gilt als scharfer Kritiker des klerikal-nationalistischen Diskurses in Georgien. Seine Forderung: Die Kultur muss endlich das ihr zustehende Terrain zurückerobern, das gegenwärtig von der Kirche besetzt wird. Novinki hat ihn in Berlin-Kreuzberg besucht, wo er seit 16 Jahren lebt, und ihn über seine Neuerscheinungen und Georgiens explosive kulturelle Szene befragt.

„Das ist keine Kunst, sondern alltägliche Praxis.“ Interview mit Giorgi Khasaia

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31. März 2014von Philomena Grassl
zurückgefragt

Giorgi Khasaia stellt heute mit seinem Cyber-Theater eine der radikalsten Stimmen Georgiens dar. Mit Gedichten, Soundexperimenten und Videoperformances geht er an die Öffentlichkeit, nebenbei übersetzt er russische und amerikanische politische Lyrik ins Georgische. In Kutaisi sprach er mit novinki über seine Experimente, die Marginalisierung der Kultur und sein Projekt, die Sprache von alten Machtstrukturen zu befreien.