The Importance of Being Shuty

17. März 2009 von Sebastian Kalandyk
gegengelesen

Recht monoton, mit einem urbanen Panorama, das man in Polen vielerorts zu sehen bekommt, beginnt Sławomir Shutys neuer Roman Ruchy. Die Titel gebenden „Regungen“ (Ruchy) stehen im Text sowohl für das mechanisch und einstudiert ablaufende Anmachen, als auch für den enthemmten, weil folgenlosen Sex in einer heruntergekommenen Diskothek.

Russland, vom Schopf der Welt betrachtet…

9. März 2009 von Ines Steger
gegengelesen

Vom Rand der Welt betrachtet sieht Russland ganz anders aus – wie auch „Jewropa“. Mariusz Wilks Tagebuch aus Karelien führt in die Abgeschiedenheit der Onegaregion, in einen faszinierenden Kulturraum, den es zu entdecken gilt.

Ein Kopfumfang voller Geschichten

19. Dezember 2008 von Jadwiga Grunwald
gegengelesen

Ein aus der Wehrmacht desertierter Deutscher, der in der polnischen Untergrundarmee kämpft. Eine Frau, die bei polnischen Zieheltern aufwächst und nach über fünfzig Jahren ihrer leiblichen Mutter begegnet. – Włodzimierz Nowaks Reportagen fangen polnisch-deutsche Schicksale ein.

Matrix auf Polnisch

6. Oktober 2008 von Magdalena Marszałek
gegengelesen

Es ist eine gewaltige poetische Hybride, mit Wucht zusammengefügt zu einem vielstimmigen Stück aus Lyrischem, Erzählendem aber auch Satirisch- Polemischem – mit Anklängen an die Oper und das antike Drama. Verteilt auf viele Stimmen und einen Chor wird in Ein Stück über Mutter und Heimat (Utwór o Matce i Ojczyźnie) von Bożena Keff eine schmerzhafte Mutter-Tochter-Geschichte erzählt, gesungen, gebrüllt.

Bonn ist nicht Babadag …

1. September 2008 von Veronika Steininger
gegengelesen

Eine Liebesgeschichte ist es nicht gerade, die dabei herauskommt, wenn das deutsche Nachbarland unter die Feder des polnischen Autors Andrzej Stasiuk gerät. Es sind eher Reisebeschreibungen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. In seinem jüngsten Buch Dojczland nimmt er das Land zwischen Rhein und Oder ins Visier und beschreibt es aus der Sicht eines „literarischen Gastarbeiters“.

„Steinschweiger? Steinwald? Steinbaum? – Egal!“

31. Januar 2008 von Julia Connert und Monika Hirschfeld
zurückgefragt

Ein deutsch-polnisches Team junger Theatermacher hat das sensible wie umkämpfte Thema Umsiedlung, Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg in ungewöhnlicher Form inszeniert: Professionelle Schauspieler teilen sich darin die Bühne mit Zeitzeugen.