Matrix auf Polnisch

6. Oktober 2008 von Magdalena Marszałek
gegengelesen

Es ist eine gewaltige poetische Hybride, mit Wucht zusammengefügt zu einem vielstimmigen Stück aus Lyrischem, Erzählendem aber auch Satirisch- Polemischem – mit Anklängen an die Oper und das antike Drama. Verteilt auf viele Stimmen und einen Chor wird in Ein Stück über Mutter und Heimat (Utwór o Matce i Ojczyźnie) von Bożena Keff eine schmerzhafte Mutter-Tochter-Geschichte erzählt, gesungen, gebrüllt.

Bonn ist nicht Babadag …

1. September 2008 von Veronika Steininger
gegengelesen

Eine Liebesgeschichte ist es nicht gerade, die dabei herauskommt, wenn das deutsche Nachbarland unter die Feder des polnischen Autors Andrzej Stasiuk gerät. Es sind eher Reisebeschreibungen von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen. In seinem jüngsten Buch Dojczland nimmt er das Land zwischen Rhein und Oder ins Visier und beschreibt es aus der Sicht eines „literarischen Gastarbeiters“.

„Steinschweiger? Steinwald? Steinbaum? – Egal!“

31. Januar 2008 von Julia Connert und Monika Hirschfeld
zurückgefragt

Ein deutsch-polnisches Team junger Theatermacher hat das sensible wie umkämpfte Thema Umsiedlung, Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg in ungewöhnlicher Form inszeniert: Professionelle Schauspieler teilen sich darin die Bühne mit Zeitzeugen.

Durchsichtigkeit

6. November 2007 von Michael Zgodzay
gegengelesen

„Es gibt etwas Durchsichtiges“ – sagt Aristoteles in De Anima. Marek Bieńczyk nimmt ihn beim Wort und macht sich auf die Suche. Dem griechischen Wort diaphanes – zu deutsch: durchsichtig –, widmet er sein neues Buch.

Mein Gott, Gottlinde!

10. Januar 2007 von Veronika Steininger
gegengelesen

In Lubiewo beschreibt Michał Witkowski eine Welt, in der Identität im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Spiel steht.

„um von deinem toten Körper etwas zu stibitzen“

3. November 2006 von Michael Zgodzay
vorgestellt

Der Dichter Eugeniusz Tkaczyszyn-Dycki ist in Polen ein Kultautor und gleichzeitig ein literarischer Einzelgänger. Er lässt sich keiner Gruppe oder Richtung zuordnen. Legendär sind seine Autorenlesungen, bei denen er in die Rolle eines alterslosen Greises schlüpft, um die Hörer in eine sehr dunkle Welt der Doppeldeutigkeit zu entführen.