Von Facettenaugen, Theater-Scratch und der Inventarisierung des Sozialismus

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22. Juli 2008 von Miranda Jakiša und Irina Lazarova
zurückgefragt

Das Weltbild der Fliege ist mosaikartig zusammengesetzt. Was, wenn man entsprechend einen Facetten-Roman schaffen könnte? Nicht „Urheber der Schwangerschaft“ der eigenen Frau zu sein, mag einen Helden erschüttern und zum Erzählen zwingen. Was, wenn Trennung beim Wort genommen und der Text zerlegt und zerteilt wird? Überhaupt zerfällt die Welt, so viel ist klar – jedenfalls, wenn man in den 1990er Jahren in Bulgarien lebt.

Vom Mädchen mit der roten Kappe

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16. Juni 2008 von Roswitha Kersten-Pejanić
gegengelesen

Jurica Pavičić hat sich bei Charles Perrault und den Gebrüdern Grimm bedient und doch mehr als nur eine moderne Version eines alten Volksmärchens geschaffen. Sein fünfter Roman, Crvenkapica (Rotkäppchen), enthält alles, was ein guter Thriller braucht und überzeugt zudem als Sozialstudie der kroatischen Nachkriegsgesellschaft.

Die Vielheit ist umgezogen

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30. April 2007 von Miranda Jakiša
zurückgefragt

Fragen an einen ungarischen Schriftsteller aus Serbien, der in Berlins babylonischer Struktur die mosaikartige Verfasstheit der Vojvodina wiedererkennt und zur Zeit einen Roman schreibt, der die Wirklichkeit rehabilitiert. Ein Interview mit László Végel.

Eisbaden, Eiswürfel und Eiszeiten

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28. März 2007 von Mariko Higuchi
vorgestellt

Der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkov schreibt Kriminalromane, die meist nur den Rahmen für eine Realsatire bilden. Mit zynischem Blick erfasst er den alltäglichen Wahnsinn der postsowjetischen Staaten. Seine Erzählungen bewegen sich zwischen tragischer Komik und komischer Tragik.

Leuchtender Solitär

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6. Februar 2007 von Claudia Husch
gegengelesen

Aus solcher Nähe mussten wir ihn noch nie ertragen – in Sommer in Baden-Baden präsentiert uns Leonid Cypkin die Reise der frisch verheirateten Dostojevskijs nach Deutschland mit bestürzendem Gespür für die Leerstellen, die sie in ihren für die Öffentlichkeit bereinigten Tagebüchern und Briefen gelassen haben.

Mein Gott, Gottlinde!

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10. Januar 2007 von Veronika Steininger
gegengelesen

In Lubiewo beschreibt Michał Witkowski eine Welt, in der Identität im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Spiel steht.