Das Leben eines bedeutsamen Unbedeutenden

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15. Juni 2017 von Julia Koifman
gegengelesen

Es war einmal ein kleiner Lazik, der ging hinaus in die weite Welt und schlängelte sich so mir nichts, dir nichts unbeschadet durch die Scherben ihrer zerberstenden Fassaden. Il’ja Ėrenburgs lange Zeit in Vergessenheit geratener Roman Burnaja žizn’ Lazika Rojtšvaneca (Das bewegte Leben des Lasik Roitschwantz) ist 2016 schelmisch wie sein Protagonist ohne jegliche Erlaubnis der Parteigenossen von den Toten auferstanden.

Das Wasserglas im Sturm

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13. Juni 2017 von Benjamin Mildner
gegengelesen

Sascha Potjomkin und Anna Iwanowna – die Namen der beiden Hauptfiguren von Boris Schumatskys neuem Buch lassen einen Historienroman über das russische Zarenreich im 18. Jahrhundert vermuten. Stattdessen ist Die Trotzigen die Geschichte einer flüchtigen, kleinen Liebe, einer winzigen Ost-West-Annäherung inmitten spätsowjetischer Umwälzungen.

„Es waren, frei nach Shakespeare, die Tauben und nicht der Pleitegeier“

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31. Mai 2017 von Miroslav Grimm
gegengelesen

Mit Superheldinnen hat Barbi Marković einen hoffnungslosen und zugleich optimistischen Roman abgeliefert. Er besticht mit Witz und dezidierten Pop-Qualitäten. Was es mit der Gegenüberstellung von Tauben und dem Pleitegeier auf sich hat, offenbart sich zum Ende des Romans und ließe sich mit dem Kalauer „ist das Glas halb leer oder halb voll?“ umschreiben. Oder anders gesagt: Als Rezensent sollte ich nicht spoilern und tue es doch!

Eine Poetik der Umkehrung oder die Gegenwehr der Poesie

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7. Juli 2016 von Alfrun Kliemszurückgefragt

Matthias Nawrat, aufgewachsen im polnischen Opole und im deutschen Bamberg, schrieb seine Romane Wir zwei allein, Unternehmer und Die vielen Tode unseres Opas Jurek auf Deutsch. novinki sprach mit ihm über Unternehmertum, das Übersetzen eigener Texte und die Frage: „Wie man mehrfach stirbt. Und trotzdem ein schönes Leben führt.“

Wenn tollwütige Hunde nicht nur bellen, sondern weißlatzige Katzen töten

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28. April 2016 von Manuel Alberto Garciolo
gegengelesen

Erträumte Parallelwelten, die Angst vor der Leere des Lebens und absurd-groteske Daseinsbewältigungen tun sich als Riss im Alltag auf, wenn bissige Hunde aus ihrem kreativen Schlaf geweckt werden. Erlösung sucht man dabei in Dorota Masłowskas neuestem Werk vergeblich. Man kann nur ein zynisch-resigniertes Lachen von sich geben und hoffen, dass es nicht im Halse stecken bleibt.