„Ich glaube nicht an Nationalliteratur“

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8. Dezember 2017 von S. Frank, V. Overchuk & H. Wagnerzurückgefragt

Eugene Ostashevsky schreibt, übersetzt, lehrt komparatistische Literatur. Geboren 1968 in Leningrad, lebt er seit seinem elften Lebensjahr in New York. novinki sprach mit ihm über Multilingualität und die (Un-)Übersetzbarkeit von Literatur, über die Poesie als einen Versuch, zur Bedeutung eines Wortes vorzudringen, und über das innere Kind.

Manifest des Retrofuturismus

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4. Dezember 2017 von Lasse Jürgensen
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Pavel Pepperštejn, Schriftsteller, Künstler und alter Moskauer Konzeptualist, entwirft eine Architektur für das neue Russland. Seine wundersamen Gebilde brechen eine Lanze für die organische Schönheit in einer bauplanerisch verschandelten Welt.

Die Droge ist der Leib des Denkens. Mova von Viktar Marcinovič

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13. Oktober 2017 von Frederic Woywod
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Wir schreiben das Jahr 4741 chinesischer Zeitrechnung. Minsk, eine abgelegene Stadt in der nord-westlichen Provinz des chinesisch-russischen Unionsstaates, bietet ein augenscheinlich stabiles Leben. Der Wohlstand ist gesichert, alle gehen ihrer Arbeit nach, Demonstrationen stehen nicht auf der Tagesordnung. Nur eines scheint nicht in das System des Staates zu passen – Mova.

Das Spiel mit den Zeiten

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24. August 2017 von Philipp-Martin Bode
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Laurus. Eine postmoderne Heiligenvita, die auf wundersame Weise vom Leben und der Relativität der Zeiten erzählt. Der erste Roman Evgenij Vodolazkins in deutscher Übersetzung erschien 2016.

Das Leben eines bedeutsamen Unbedeutenden

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15. Juni 2017 von Julia Koifman
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Es war einmal ein kleiner Lazik, der ging hinaus in die weite Welt und schlängelte sich so mir nichts, dir nichts unbeschadet durch die Scherben ihrer zerberstenden Fassaden. Il’ja Ėrenburgs lange Zeit in Vergessenheit geratener Roman Burnaja žizn’ Lazika Rojtšvaneca (Das bewegte Leben des Lasik Roitschwantz) ist 2016 schelmisch wie sein Protagonist ohne jegliche Erlaubnis der Parteigenossen von den Toten auferstanden.