Frauenfiguren im Zentrum der Peripherie

Ayka_Beitragsbild
18. April 2019 von Valentina Smirnova
nachgegangen

Zwei Filme über Frauen in komplizierten Lebenssituationen – beide mit den Frauennamen als Titel – waren in diesem Jahr Preisträger_innen beim Filmfestival Cottbus. So unterschiedlich das Schicksal von Ajka und Irina auch sein mag: Beide sind Gefangene (an) der Peripherie.

Selbstentblößung einer russischen Dichterin

Zwetajewa Schreibhefte_Cover
19. Februar 2019 von Julia Kling
gegengelesen

„… Hier ‚im Exil‘ bin ich – unbrauchbar, dort ‚in Russland‘ bin ich undenkbar.“
Dieses Zitat stammt aus den kürzlich ins Deutsche übersetzten Unveröffentlichten Schreibheften von Marina Zwetajewa [Cvetajeva], einer der bedeutendsten russischen Dichter_Innen des 20. Jahrhunderts. Sie flüchtete aus der russländischen Heimat, verbrachte 17 Jahre im Exil und kehrte Ende der 1930er Jahre doch wieder zurück in das Land, das nun allerdings Sowjetunion hieß.

Der Mensch ist, wie er isst

Pferdesuppe
29. Oktober 2018 von Dario Planert
gegengelesen

Menschliche Essgewohnheiten spielen in Vladimir Sorokins neuem Werk eine Schlüsselrolle. Das sprengt in erfrischendem Maße die Grenzen des guten Geschmacks. Offenbar basiert „Pferdesuppe“ auf einem besseren Rezept als Pferde-Lasagne.

„Wir arbeiten immer in Co-Autorschaft, und zwar mit der gesamten Kunstgeschichte“

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18. Mai 2018 von Sabine Hänsgen
zurückgefragt

Yuri Albert ist einer der wichtigsten Vertreter des Moskauer Konzeptualismus. In den 1970er Jahren begann er sein künstlerisches Schaffen in der inoffiziellen sowjetischen Kulturszene. Geprägt von den Erfahrungen der Selbstorganisation in diesem Milieu fand er zu seinen kritischen und (selbst-)ironischen Reflexionen des Systems Kunst. Sabine Hänsgen spricht mit Yuri Albert über seine Erfahrungen im Moskauer Underground, Konzeptkunst zwischen West und Ost, Kunst als Zeitvertreib sowie über das Verhältnis von Tradition und Avantgarde, ‚wahrer‘ und zeitgenössischer Kunst.

„Ich versuchte, die Leser behutsam durch die Schrecken der Repressionen zu führen“

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6. April 2018 von Natalia Popova
zurückgefragt

Mit ihrem Debütroman Suleika öffnet die Augen (Zulejcha otkryvaet glaza) landete Guzel’ Jachina 2015 auf Anhieb einen Erfolg. Der Roman erzählt die Geschichte einer muslimischen Bäuerin, die in der Zeit der Entkulakisierung aus einem tatarischen Dorf deportiert wird. novinki sprach mit der Schriftstellerin über Herausforderungen während des Schreibens an ihrem Roman und über die Suche nach einem literarischen Zugang zum kollektiven Gedächtnis.

„Ich glaube nicht an Nationalliteratur“

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8. Dezember 2017 von S. Frank, V. Overchuk & H. Wagnerzurückgefragt

Eugene Ostashevsky schreibt, übersetzt, lehrt komparatistische Literatur. Geboren 1968 in Leningrad, lebt er seit seinem elften Lebensjahr in New York. novinki sprach mit ihm über Multilingualität und die (Un-)Übersetzbarkeit von Literatur, über die Poesie als einen Versuch, zur Bedeutung eines Wortes vorzudringen, und über das innere Kind.