„Wir arbeiten immer in Co-Autorschaft, und zwar mit der gesamten Kunstgeschichte“

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18. Mai 2018 von Sabine Hänsgenzurückgefragt

Yuri Albert ist einer der wichtigsten Vertreter des Moskauer Konzeptualismus. In den 1970er Jahren begann er sein künstlerisches Schaffen in der inoffiziellen sowjetischen Kulturszene. Geprägt von den Erfahrungen der Selbstorganisation in diesem Milieu fand er zu seinen kritischen und (selbst-)ironischen Reflexionen des Systems Kunst. Sabine Hänsgen spricht mit Yuri Albert über seine Erfahrungen im Moskauer Underground, Konzeptkunst zwischen West und Ost, Kunst als Zeitvertreib sowie über das Verhältnis von Tradition und Avantgarde, ‚wahrer‘ und zeitgenössischer Kunst.

„Ich versuchte, die Leser behutsam durch die Schrecken der Repressionen zu führen“

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6. April 2018 von Natalia Popovazurückgefragt

Mit ihrem Debütroman Suleika öffnet die Augen (Zulejcha otkryvaet glaza) landete Guzel’ Jachina 2015 auf Anhieb einen Erfolg. Der Roman erzählt die Geschichte einer muslimischen Bäuerin, die in der Zeit der Entkulakisierung aus einem tatarischen Dorf deportiert wird. novinki sprach mit der Schriftstellerin über Herausforderungen während des Schreibens an ihrem Roman und über die Suche nach einem literarischen Zugang zum kollektiven Gedächtnis.

„Ich glaube nicht an Nationalliteratur“

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8. Dezember 2017 von S. Frank, V. Overchuk & H. Wagnerzurückgefragt

Eugene Ostashevsky schreibt, übersetzt, lehrt komparatistische Literatur. Geboren 1968 in Leningrad, lebt er seit seinem elften Lebensjahr in New York. novinki sprach mit ihm über Multilingualität und die (Un-)Übersetzbarkeit von Literatur, über die Poesie als einen Versuch, zur Bedeutung eines Wortes vorzudringen, und über das innere Kind.

Manifest des Retrofuturismus

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4. Dezember 2017 von Lasse Jürgensen
gegengelesen

Pavel Pepperštejn, Schriftsteller, Künstler und alter Moskauer Konzeptualist, entwirft eine Architektur für das neue Russland. Seine wundersamen Gebilde brechen eine Lanze für die organische Schönheit in einer bauplanerisch verschandelten Welt.

Die Droge ist der Leib des Denkens. Mova von Viktar Marcinovič

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13. Oktober 2017 von Frederic Woywod
gegengelesen

Wir schreiben das Jahr 4741 chinesischer Zeitrechnung. Minsk, eine abgelegene Stadt in der nord-westlichen Provinz des chinesisch-russischen Unionsstaates, bietet ein augenscheinlich stabiles Leben. Der Wohlstand ist gesichert, alle gehen ihrer Arbeit nach, Demonstrationen stehen nicht auf der Tagesordnung. Nur eines scheint nicht in das System des Staates zu passen – Mova.