From Berlin to Ivanovo: Das XIII. Internationale Tarkovskij Filmfestival Zerkalo

21. Oktober 2019 von Elisabeth Bauer, Philine Bickhardt
nachgegangen

Vom 14. bis 21. Juni 2019 wurde Ivanovo – bekannt als „Stadt der Bräute“ und „Dritte Hauptstadt der Revolution“ – mit seinen gerade einmal 400.000 Einwohner_innen zum Hot Spot der russischen und internationalen Filmszene: Das XIII. Internationale Tarkovskij Filmfestival Zerkalo (Meždunarodnyj kinofestival‘ im. A. Tarkovskogo Zerkalo) zeigte neben neuen russischen Produktionen wie Malčik russkij (Alexander Zolotuchin), Ajka (Sergeij Dvorcevoj) und Sulejman gora (Elisaveta Stišova) auch international preisgekrönte Filmgrößen: Parasite aus Cannes, The River aus Venedig und Piranhas aus Berlin.

Ende der Geschichte, vorrübergehend ausgesetzt

29. August 2019 von Fabrice Rüping
gegengelesen

Maša Gessen [Masha Gessen] hat über Pussy Riot, Putin und den Mathematiker Perelman geschrieben. Für die New York Times berichtet sie regelmäßig über ihre russische Heimat, aus der sie zwei Mal emigrierte. Nun hat sie ihre Erfahrungen und Enttäuschungen literarisch verarbeitet. Dafür wurde sie in Leipzig mit dem Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet.

Frauenfiguren im Zentrum der Peripherie

18. April 2019 von Valentina Smirnova
angeschaut

Zwei Filme über Frauen in komplizierten Lebenssituationen – beide mit den Frauennamen als Titel – waren in diesem Jahr Preisträger_innen beim Filmfestival Cottbus. So unterschiedlich das Schicksal von Ajka und Irina auch sein mag: Beide sind Gefangene (an) der Peripherie.

Selbstentblößung einer russischen Dichterin

19. Februar 2019 von Julia Kling
gegengelesen

„… Hier ‚im Exil‘ bin ich – unbrauchbar, dort ‚in Russland‘ bin ich undenkbar.“
Dieses Zitat stammt aus den kürzlich ins Deutsche übersetzten Unveröffentlichten Schreibheften von Marina Zwetajewa [Cvetajeva], einer der bedeutendsten russischen Dichter_Innen des 20. Jahrhunderts. Sie flüchtete aus der russländischen Heimat, verbrachte 17 Jahre im Exil und kehrte Ende der 1930er Jahre doch wieder zurück in das Land, das nun allerdings Sowjetunion hieß.

Der Mensch ist, wie er isst

29. Oktober 2018 von Dario Planert
gegengelesen

Menschliche Essgewohnheiten spielen in Vladimir Sorokins neuem Werk eine Schlüsselrolle. Das sprengt in erfrischendem Maße die Grenzen des guten Geschmacks. Offenbar basiert „Pferdesuppe“ auf einem besseren Rezept als Pferde-Lasagne.