Von Müll und Menschen

24. Juli 2019 von Clémence Leclair
angeschaut

Im Film Trash on Mars (dt. Müll auf dem Mars) finanziert ein dicklicher tschechischer Unternehmer eine absurde Expedition ins Weltall, um seine Liebhaberin zu heiraten. Bei der Wahl des Reiseziels hatte er „Mars“ verstanden, während sie eigentlich von „Marseilles“ sprach. Doch das hält sie nicht auf: Beide begeben sich auf die Reise, und mit ihnen ein buntes und abenteuerliches ‚Forscher_innenteam‘. Am Ende wird es aber für das Grüppchen weder um Forschung noch um Teamfähigkeit gehen.

Jugendkino in Cottbus: Sektion U18 und jünger

14. Mai 2019 von Franciszek Drąg
angeschaut

In der Festivalsektion U18 Wettbewerb Jugendfilm des FilmFestival Cottbus 2018 konnte man einige Jugendfilme aus Polen, Tschechien und Deutschland sehen. Die Auswahl war tatsächlich vielfältig, was sich schon anhand der drei hier besprochenen Filme sehen lässt.

Felder und Schlachtfelder: Vladislav Vančuras Roman Pole orná a válečná

5. Januar 2018 von Stefan Simonek
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Mit Anklängen an die Bibel und den Expressionismus erzählt Vladislav Vančura in wortgewaltiger wie gedrängter, der avantgardistischen Ästhetik der Verfremdung verpflichteter Manier von den Schrecken des Ersten Weltkrieges und dem apokalyptischen Ende der alten Welt. Jetzt ist dieser 1925 veröffentlichte, in seiner komplexen Bildhaftigkeit immer noch herausfordernde Roman des tschechischen Autors erstmals in kongenialer deutscher Übersetzung erschienen.

Das Erzählen als Lust, Provokation, Klage

24. April 2015 von Eva Palkovičová
gegengelesen

In ihrem Roman Dreizimmerwohnung aus Plastik (Umělohmotný Trípokoj) taucht Petra Hůlová in die Welt einer modernen Prostituierten in Prag ein. Die Lektüre verspricht den Genuss sprachlicher Genialität und zugleich Schamesröte im Gesicht: Hůlovás Erzählerin bringt tiefste Intimitäten zur Sprache – und lässt kein gutes Haar am bürgerlichen Leben.

Lost in Altpapier.

28. März 2014 von Janika Rüter
2014 – 1914 – 1964

Wir wirbeln in den langen Sätzen von Bohumil Hrabals allzu lauter Einsamkeit.
Eine Würdigung zum hundertsten Geburtstag.

Ein Buch zitiert sich selbst

22. November 2013 von Maria Nowotnick
gegengelesen

Böhmische Erzählfreude trifft auf melancholische Sehnsucht nach der Fremde: In Markéta Pilátovás Roman Mein Lieblingsbuch haben die vielfältigen Charaktere eines gemeinsam – sie suchen verzweifelt nach Wegen, um ihrem harten Alltag zu entfliehen. Als Schauplatz wählt die Autorin den Slum einer fiktiven südamerikanischen Großstadt.