Von Briefen in Keilschrift und schwarzweißen Lämmern

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5. Januar 2011 von Anna Foerster
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Mit seinem 2008 erschienenen Debütroman Milostný dopis klínovým písmem (Liebesbrief in Keilschrift) avancierte der 1966 geborene Tomáš Zmeškal quasi über Nacht zum neuen Hoffnungsträger der tschechischen Literatur. Sein Roman über die Angehörigen einer Prager Familie bestach vor allem durch seine ungewöhnliche Erzählweise, die allerlei fremde Gattungen wie Briefe, Tagebuchaufzeichnungen und Träume integrierte und sich auf kluge und sehr charmante Weise unzähliger Anleihen nicht aus der tschechischen Literatur bediente.

Viele Geschichten und ein Roman

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19. April 2010 von Dimitrije Prica
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Die zeitgenössische Schriftstellergeneration Tschechiens ist jung und unglaublich aktiv. Wieviel sie zu sagen hat, aber auch wie schwierig es gleichzeitig ist, seinen Gedanken einen entsprechenden und ausgewogenen Ausdruck zu verleihen, zeigt uns der Prager Ondřej Macura in seinem ersten Roman Netopýři.

Beklemmung, Verzweiflung, Enttäuschung

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15. Mai 2009 von Anne Kwik
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Es läuft einfach nicht, weder beruflich noch privat. Ihre Bücher will keiner lesen, ihre Kinder lügen und stehlen. Beklemmung, Selbstzweifel und Angstzustände überkommen sie. Ständig muss sie weinen. Das neue Buch von Tereza Boučková setzt sich erneut mit den Problemen ihrer Familie auseinander. Lösungen bietet die Autorin nicht an, nur schonungslose Offenheit.

„Sie konnten mich nicht dazu zwingen, sie zu hassen“

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9. Februar 2009 von Alexander Kratochvil
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‚Schuld und Sühne’ ist laut tschechischer Literaturkritik ein zentrales Motiv des Romans Selský baroko (Bauernbarock) von Jiří Hájíček, und tatsächlich ist das Problem der Verantwortung für Ereignisse während der stalinistischen Periode eine zentrale Frage des Textes.