„Ich glaube nicht an Nationalliteratur“

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8. Dezember 2017 von S. Frank, V. Overchuk & H. Wagnerzurückgefragt

Eugene Ostashevsky schreibt, übersetzt, lehrt komparatistische Literatur. Geboren 1968 in Leningrad, lebt er seit seinem elften Lebensjahr in New York. novinki sprach mit ihm über Multilingualität und die (Un-)Übersetzbarkeit von Literatur, über die Poesie als einen Versuch, zur Bedeutung eines Wortes vorzudringen, und über das innere Kind.

Über den Sümpfen. Norbert Randow nachgerufen

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9. Januar 2016 von Thomas Weiler
vorgestellt

„Norbert Randow hat an Grenzen gelebt und an Grenzen gearbeitet. Und er beherrscht die Kunst – ohne Verlust an Eigenart – zwischen Fremden, zwischen Welten zu vermitteln. Er versteht es, Bücher zu Grenzübertritten zu fördern.“ So pries Fedja Filkova den Träger des Leipziger Anerkennungspreises zur europäischen Verständigung 2001 in ihrer Laudatio. Am 1. Oktober 2013 hat er die letzte Grenze überschritten.

Tristia – Taistra. Von Ovid über Mandelʼštam zu Marcel Beyer.

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10. Februar 2015 von Janika Rüter
nachgegangen

Die Himmel sind leer, die Vögel längst fortgezogen. Die Auguren schließen die brennenden Augen, Wimpernhaar, stechend (Osip Mandelʼštam). Sie sind müde von der verflogenen Zukunft, die sie geschaut haben. Vielleicht sind sie auch müde, weil die Bilder seit jeher eigentümlich sich gleichen, wie jene von Verbannung und Verlust, wie sie mit Ovid und später Osip Mandelʼštam aufziehen, zuletzt in Graphit nachgezeichnet von Marcel Beyer.

Post-imperial – post-national – post-Castro? Schreiben zwischen Kuba und der zerfallenen Sowjetunion.

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7. Juli 2014 von Dieter Ingenschay & Susanne Frank
zurückgefragt

José Manuel Prieto – jeder Versuch, ihn regional einzuordnen, würde zu kurz greifen. Geboren wurde er in Havanna, in der Sowjetunion begann er seine Schriftstellerkarriere und erlebte dort auch das Ende „des Imperiums“ mit. Als Übersetzer großer russischer Literatur hat er in der spanischsprachigen Welt einen Namen. Im Februar 2014 war er bei einem Podiumsgespräch in Berlin zu hören.

„Das ist keine Kunst, sondern alltägliche Praxis.“ Interview mit Giorgi Khasaia

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31. März 2014von Philomena Grassl
zurückgefragt

Giorgi Khasaia stellt heute mit seinem Cyber-Theater eine der radikalsten Stimmen Georgiens dar. Mit Gedichten, Soundexperimenten und Videoperformances geht er an die Öffentlichkeit, nebenbei übersetzt er russische und amerikanische politische Lyrik ins Georgische. In Kutaisi sprach er mit novinki über seine Experimente, die Marginalisierung der Kultur und sein Projekt, die Sprache von alten Machtstrukturen zu befreien.

“Auch für einen Russen überhaupt nicht klar ”

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2. April 2013 von Nina Seiler
zurückgefragt

Dorothea Trottenberg ist die aktuelle Preisträgerin des Paul-Celan-Preises für herausragende Übersetzung ins Deutsche. Im Interview mit novinki erzählt die Osteuropa-Fachreferentin und Russischübersetzerin von den Freuden und Leiden des Kulturtransfers, von Ur- und anderen Fassungen und von individuellen Antworten auf unlösbare Fragen.