„Berlin ist eine meiner intimen Städte.“

29. Dezember 2014 von S. Frank, J. Lindenau & H. Nagelmaa
zurückgefragt

Im Sommersemester 2014 war Jurij Andruchovyč Siegfried-Unseld-Gastprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Seminar „Erfundene Dichter“ und eine anschließende Exkursion nach Galizien und in die Bukovina machten diese Gastprofessur zu einem besonders intensiven Ereignis. novinki nimmt dies zum Anlass für ein zweites Interview mit Jurij Andruchovyč, der novinki bereits 2006 einmal Rede und Antwort gestanden hat.

Die Erfinder der „erfundenen Dichter“ fahren mit ihrem Autor in dessen Heimat

22. Dezember 2014 von Studierenden der HU Berlin
nachgegangen

In einer free style Reportage berichten Studierende, die gemeinsam mit Jurij Andruchovyč das Lyrikfestival Meridian Czernowitz in der Ukraine besucht haben, von ihren Eindrücken und Begegnungen mit einem Land, das nicht wenige bis dahin nur aus den Nachrichten kannten. Jurij Andruchovyč hat in Berlin mit seinem Auftrag, im Seminar eigene DichterInnen zu „erfinden“, Eindruck hinterlassen und ukrainische Literatur und Kultur lebendig erfahrbar gemacht.

„Das Bollwerk der Kunst“. Im Kampf um die Zukunft, nicht um Europa.

06. Februar 2014 von Tatjana Hofmann
nachgegangen

Ende 2013 kippten in Kyiv die Demonstrationen gegen die Regierung in blutige Proteste um. Seit Wochen stehen auf zentralen Plätzen ukrainischer Grossstädte Zeltlager der Protestierenden. Trotz militärischer Gewalt und winterlichem Frost entwickeln sie sich zu Orten der Kunstproduktion und ,brennen’ Kulturschaffenden aus allen Teilen der Ukraine unter der Tastatur.

„Ich bin ein Mensch ohne Biografie.“ Im Gespräch mit Serhij Zhadan

12. Juli 2013 von Tatjana Hofmann
zurückgefragt

Lesung im Literaturhaus in Zürich, Teilnahme bei der Leipziger Buchmesse, auf Tournee durch die Ukraine mit seiner Band Sobaki v kosmose (Hunde im Kosmos) und immer präsenter in den deutschsprachigen Medien mit seinem letzten Buch Die Erfindung des Jazz im Donbass: Der ostukrainische Autor Serhij Zhadan etabliert sich europaweit. novinki hat Zhadan in Zürich spontan auf ein Bier eingeladen, um eine kleine Bestandsaufnahme zu machen.

Serhij Žadan. Die Erfindung des Jazz im Donbass

26. März 2013 von Philomena Grassl
gegengelesen

Serhij Žadan, der 1974 geborene junge Star der ukrainischen Gegenwartsliteratur, reist in seinem neuen Roman in seine Geburtsstadt im äußersten Osten der Ukraine. Dort lässt er liebevoll skurrile Gestalten auftreten: Verklemmte Mafiosi, Schmuggler, Luftfahrt-Fanatiker, freikirchliche Priester und EU-Missionare, die sich in der Weite der Steppe zwischen Maisfeldern, verlassenen Flugplätzen und ins Nichts führenden Bahngleisen territoriale Gefechte liefern.

Im Osten nichts Neues? Eine Literaturgruppe aus Luhans’k beweist das Gegenteil

05. März 2013 von Tatjana Hofmann
zurückgefragt

Während AutorInnen aus der Westukraine mit ihrer Europasympathie in den letzten Jahren den deutschsprachigen Buchmarkt überrascht haben, tauchen im Verhältnis dazu Stimmen aus der Ostukraine seltener auf. Das versuchen die Mitglieder der Gruppe STAN zu ändern. Konstantin Skorkin (geb. 1978), Jaroslav Minkin (geb. 1984) und Elena Zaslavskaja (geb. 1977) leben in Luhans’k, einem in der ehemaligen Sowjetunion wichtigen Kohleabbau- und Industriegebiet, unweit der russischen Grenze.