Die Droge ist der Leib des Denkens. Mova von Viktar Marcinovič

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13. Oktober 2017 von Frederic Woywod
gegengelesen

Wir schreiben das Jahr 4741 chinesischer Zeitrechnung. Minsk, eine abgelegene Stadt in der nord-westlichen Provinz des chinesisch-russischen Unionsstaates, bietet ein augenscheinlich stabiles Leben. Der Wohlstand ist gesichert, alle gehen ihrer Arbeit nach, Demonstrationen stehen nicht auf der Tagesordnung. Nur eines scheint nicht in das System des Staates zu passen – Mova.

„Mein Buch ist wie eine Art Stromschlag, der die ganze Stadt erfasst“

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8. August 2015 von Ekaterina Vassilieva
zurückgefragt

In seinem Debütroman Paranoia entwirft der belarussische Schriftsteller Viktor Martinovič eine antiutopische Welt, die offensichtliche Parallelen zum heutigen Belarus aufweist. Seit 2014 liegt der Roman auch in deutscher Übersetzung vor. Im Gespräch mit Ekaterina Vassilieva erzählt Martinovič über das Verbot von Paranoia in seinem Heimatland, die neue Sprachpolitik in Minsk und seinen neuesten Roman Mova.