Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Interview mit Enes Škrgo, Kustos im Geburtshaus von Ivo Andrić in Travnik novinki: Ist das „Gedenkmuseum Geburtshaus von Ivo Andrić“, wie der vollständige Name des Museums lautet, auch das Haus, in dem Andrić geboren wurde? Enes Škrgo: Das „Gedenkmuseum Geburtshaus von Ivo Andrić“ wurde als Museum am 30. August 1974 eröffnet, also noch zu Lebzeiten des Schriftstellers. Seine Entstehungsgeschichte ist relativ lang. Das Haus, in dem Andrić hier im Stadtteil Zenjak am

Ein Interview mit Esad Duraković, Professor für Orientalistik an der Philosophischen Fakultät der Universität Sarajevo novinki: Welchen Platz hat Ivo Andrić heute in Bosnien-Herzegowina? Esad Duraković: Bosnien ist heute hoffnungslos und tragisch geteilt, in jeder Hinsicht, so auch in Bezug auf Andrić. Man kann also nicht behaupten, dass es einen einheitlichen Standpunkt zu Andrićs Stellung in unserer Kultur und Literaturgeschichte gibt. Die serbischen Leser rezipieren Andrićs Werke ausgesprochen zustimmend und unkritisch.

Identität, Individualität und Immunität biografischer Verläufe, die sich in der politischen und sozialen Willkür des postsowjetischen Russlands eigensinnig verfestigen – mit diesen Kennzeichen neuerer Romane und Filme scheint sich die Postmoderne endgültig zu verabschieden. Zumindest stellen sie eine Spannung zu jener Sinnoffenheit her, die in den letzten Jahrzehnten die ästhetischen Konturen vorgegeben hat. Diesen Grundkonflikt untersucht der von Bettina Lange, Nina Weller und Georg Witte herausgegebene Band "Die nicht mehr