Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Sla­wistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Serhij Žadan, der 1974 geborene junge Star der ukrainischen Gegenwartsliteratur, reist in seinem neuen Roman in seine Geburtsstadt im äußersten Osten der Ukraine. Dort lässt er liebevoll skurrile Gestalten auftreten: Verklemmte Mafiosi, Schmuggler, Luftfahrt-Fanatiker, freikirchliche Priester und EU-Missionare, die sich in der Weite der Steppe zwischen Maisfeldern, verlassenen Flugplätzen und ins Nichts führenden Bahngleisen territoriale Gefechte liefern.

Ihar Skrypka ist Dramaturg und leitet die Literaturabteilung eines staatlichen belarussischen Theaters in Minsk. Seit der Perestrojka hat er das Belarussische für sich entdeckt und übersetzt zahlreiche Theaterstücke in diese Sprache, die – obwohl zweite offizielle Landessprache – im Alltag in Minsk kaum gesprochen wird. novinki hat mit Skrypka über das Übersetzen, über zeitgenössisches Theater in Belarus, seine Arbeit im staatlichen Theaterbetrieb und über Möglichkeiten, Zwänge und Freiräume für belarussische

Während AutorInnen aus der Westukraine mit ihrer Europasympathie in den letzten Jahren den deutschsprachigen Buchmarkt überrascht haben, tauchen im Verhältnis dazu Stimmen aus der Ostukraine seltener auf. Das versuchen die Mitglieder der Gruppe STAN zu ändern. Konstantin Skorkin (geb. 1978), Jaroslav Minkin (geb. 1984) und Elena Zaslavskaja (geb. 1977) leben in Luhans’k, einem in der ehemaligen Sowjetunion wichtigen Kohleabbau- und Industriegebiet, unweit der russischen Grenze.