Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Sla­wistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Es ist der erste frühlingshafte Tag in Tbilisi, auf dem feministischen Marsch am 8. März verläuft alles friedlich. Die Schriftstellerin Tamta Melashvili, die mit ihrem Debüt Abzählen auch bei deutschsprachigen Lesern große Erfolge feierte, ist bei dem Protest vorne dabei. In einem Interview sprachen wir über ihren Roman, Feminismus in Georgien und die Notwendigkeit, Geschichte neu zu schreiben.

Georgien war eines der ersten Länder, die nach dem Zerfall der Sowjetunion unabhängig wurden, seither wurde es immer wieder zum Schauplatz geopolitischen Kräftemessens. Bei dem Krieg im August 2008 drangen russische Truppen bis ins georgische Kernland ein. Darüber wurde in den Medien viel berichtet, allerdings nicht davon, wie so ein Krieg von den Menschen dort erlebt wird. Die junge georgische Autorin Tamta Melaschwili zeigt uns mit ihrem Debütroman Abzählen diesen