Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Sla­wistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Aus Kellern und Abwasserkanälen im Warschauer Stadtteil Muranów, der nach dem Krieg auf den Trümmern des Ghettos erbaut wurde, tauchen Juden als Untote auf. Am Anfang nur einige, dann werden es immer mehr und plötzlich sind sie überall. Warum? Weil sie immer noch ans Leben gebunden sind? Igor Ostachowicz spürt in seinem zweiten Roman der unterschwelligen Präsenz der Vergangenheit in der polnischen Gegenwart nach.

Im Stadtzentrum von Machatschkala in Dagestan gehen Einsatzkräfte gegen eine radikal-islamistische Gruppierung vor, die sich in einem Wohnblock verschanzt hat. Die junge Chadiža ist Augenzeugin. Sie kann nicht verstehen, weshalb Terror-anschläge verübt werden und warum Menschen auf diese Weise sterben müssen – noch nicht. In "Dnevnik Smertnicy – Chadiža" zeichnet Marina Achmedova den Weg einer jungen Frau aus Dagestan vom unbedarften Mädchen zur Selbstmordattentäterin nach.