Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Sla­wistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Querschnittsgelähmt? Egal! In Kills On Wheels sitzt der Auftragskiller im Rollstuhl. Der Film des ungarischen Regisseurs Attila Till ist kurios, spannend und lustig zugleich – und kommt zum Glück ohne Mitleid aus. Damit hätte die Verbrecherbande nicht gerechnet: Der Mafiaboss schickt den Rollstuhlfahrer Rupaszov (Szabolcs Thuróczy), um eine Botschaft zu überbringen. Vier Gangster gegen einen Rollstuhlfahrer. Da ist klar, wer stärker ist – könnte man zumindest meinen. Um seine Überlegenheit zu

Alkohol, Drogen, Elektromusik und religiöser Extremismus in Israel. Der Film Ha-mashgichim (God's Neighbors, 2012) liefert einen Einblick in das jüdische Glaubensleben der radikaleren Art. Es ist Freitagabend, Beginn des Sabbats. Der junge Avi begeht den jüdischen Ruhetag mit seinem Vater. Sie halten zusammen das Festmahl und Avi spricht das Gebet und den Segen. Er steht am Kopfende des Tisches, sein Vater daneben: Avi ist der Herr im Haus. Plötzlich fusioniert das

AbsolventInnen der Filmschule Gdynia zeigen in fünf Kurzfilmen Gespür für alltägliche und nicht so alltägliche Probleme des Lebens wie Drogen, Abtreibung, Pubertät und Auswanderung. Witek, Zielonka, Ostalski, Zaleszczuk, Benkowska – das sind die Namen fünf junger AbsolventInnen der Filmschule Gdynia, deren Filme in der Sektion Polskie Horyzonty (Polnische Horizonte) beim 26. FilmFestival für osteuropäisches Kino in Cottbus gezeigt wurden. Sie machen Lust auf das junge polnische Kino. Jeder der fünf Kurzfilme

In Annas Leben ist der Traum von der vermeintlich besseren Welt namens USA zum Greifen fern. Der georgische Film Anas Ckhovreba (Annas Leben) von Nino Basilia lässt spüren, was es bedeutet, wenn eine alleinerziehende Frau für die Zukunft ihres Sohnes und sich selbst kämpft, doch auch, dass tickende Zeitbomben nicht immer hochgehen müssen. Anna will sich von ihren finanziellen Nöten befreien, um in den Vereinigten Staaten ein neues Leben zu beginnen.

Was ist so komisch an einer sterbenden Mutter, einem kranken Vater und deren Töchtern, die sich dauernd streiten? Wer sich unter Kinga Dębskas Tragikomödie Moje córki krowy (Meine doofen Töchter, 2015) ein düsteres Familiendrama vorstellt, wird positiv überrascht sein. Im Mittelpunkt stehen die Schwestern Marta (Agata Kulesza) und Kasia (Gabriela Muskała), die nicht unterschiedlicher sein könnten: Die ältere Marta, eine berühmte Fernsehserienschauspielerin, ist geschieden und alleinerziehende Mutter. Die jüngere Kasia ist

Socialistický Zombi Mord (2014) war als Horrorfilm der einzige Vertreter seines Genres beim Filmfestival Cottbus 2016. Schon im Vorfeld wurde er als besonderer Genrefilm angepriesen. Die Neugierde war also groß. Wie der brechend volle Raum der Kammerbühne bewies, zog es viele Zuschauer_innen zu dem slowakischen low-budget Zombiefilm, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Sozialismus in Zeiten der Krise Eine chemische Substanz, die einst in der Kriegsführung eingesetzt wurde und lange unter