Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Die nordmazedonische Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Teona Strugar Mitevska ist über Nacht international bekannt geworden, seitdem ihr Film "Gospod postoi, imeto ì e Petrunija" (dt. "Gott ist tot, ihr Name ist Petrunya") 2019 auf der Berlinale gezeigt wurde, den Preis der Ökumenischen Jury und den Gilde Filmpreis gewann und große Resonanz in der Presse erhielt. Dabei stellt dieser Film mit einem unzweifelhaft dokumentarisch-realistischen Anspruch eine einfache lokale Begebenheit ins Zentrum

Eugene Ostashevsky [Evgenij Ostaševskij] ist als aus Leningrad gebürtiger amerikanischer Lyriker, Literaturprofessor und Übersetzer (Russisch-Englisch) bekannt. Im Rahmen seiner lyrischen Tätigkeit erschien zuletzt sein Gedichtband „The Pirate Who Does Not Know the Value of Pi“ (2017). 2016 war er Siegfried-Unseld-Gastprofessor an der Humboldt Universität zu Berlin; im Wintersemester 2019/20 war er erneut zu Gast an der HU, diesmal moderierte er eine Veranstaltungsreihe zu Translingualität als „Dorothea Schlegel Artist in Residence“

Noch in den 2010er Jahren gehörten Viktor Pelevin, Vladimir Sorokin und Viktor Erofeev sicherlich zu den bekanntesten russischen Gegenwartsschriftstellern im deutschsprachigen Raum. Autoren wie Andrej Gelasimov, die sich bewusst jenseits der legendären literarischen Postmoderne positionierten und eher eine realistische Schreibweise pflegen, wurden erst im Laufe der letzten Jahre für das deutschsprachige Publikum entdeckt.

Im Jahr 2021 ist der von Svetlana Gavrilović und Saša Ilić herausgegebene Sammelband "Sreten Ugričić: pisac, astronom, terorista" im Verlag "Most Art Jugoslavija" erschienen. Neben Aufsätzen, die dem literarischen und essayistischen Werk von Sreten Ugričić gewidmet sind, stellt der Sammelband einen Versuch dar, auf die politischen Prozesse und den ideologischen Hintergrund einzugehen, die im Januar 2012 zur Entlassung des Direktors der Nationalbibliothek Serbiens führten, zu einem Ereignis, das seinen Nachhall

Piotr Sommer war in den 1990er und 2000er Jahren aktives Mitglied der polnischen Lyrikszene. Der Gedichtband "Wiersze ze słów" (2009, erweitert 2011) ist abgesehen von Kindergedichten (2015) jedoch sein bisher letzter Gedichtband. In den vergangenen Jahren war er – wie bereits seit den 1980er Jahren ‒ als Übersetzer aus dem Englischen und Literaturkritiker tätig. Nachdem einige seiner Gedichte bereits in verschiedenen Anthologien in deutscher Übersetzung erschienen waren, veröffentlichte er 2002

Zwei Jahre nach dem ungeklärten Freitod der Künstlerin und Lyrikerin Anna Al’čuk erschien 2010 (Suhrkamp Verlag) die zweisprachige Ausgabe "schwebe zu stand" mit ausgewählten Texten der russischen Künstlerin und ihrer Übersetzung ins Deutsche. Das Übersetzer_innentrio Gabriele Leupold, Henrike Schmidt und Georg Witte übersetzte die Gedichte gleich in mehreren Varianten und verdeutlichte auf diese Weise – durch das Spiel mit den Variationen und Verschiebungen im Text – die Vielfalt der Bedeutungen

2021 ist Stanislav Aseevs Buch "In Isolation: Texte aus dem Donbass" ("V izoljacii", Kiev 2018) auf Deutsch erschienen, das nächste Buch wird schon übersetzt. Aseev ist Journalist und Schriftsteller, seit 2011 veröffentlicht er Gedichte, Prosa und eine Roman-Autobiographie mit dem Titel Mel’chiorovoj slon, ili Čelovek, kotoryj dumal (Der Elefant Melchior oder Der Mann, der dachte). Bekannt gemacht haben ihn vor allem seine unter dem Pseudonym Stanislav Vasin geschriebenen Essays für

Mit novinki spricht Andreas Tretner über das Studieren zu DDR-Zeiten, seine Arbeit beim Reclam-Verlag zum Zeitpunkt der Wende, über die vielen Facetten des literarischen Übersetzens und darüber, warum sich entgegen den oft so zweigeteilten Lebensläufen ehemaliger DDR-Bürger_innen bei ihm sich geradewegs ein biographisches Kontinuum ergibt.