Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Der Roman Vuk – eine antiuto­pi­sche Vision der Zukunft Bos­niens in Europa

gatalo„- Hör zu, Vuk …Viele Jahr­hun­derte lebten hier drei Völker. Drei gute, kluge und flei­ßige Völker lebten hier, in dem was man jetzt Ghetto nennt. Ein Mann aus einem dieser Völker erfand den Wech­sel­strom und Radio­si­gnale …[…], dieser Mann aus dem alten Volk hat die Grund­lage für Anti­gra­vi­ta­tion und draht­lose Über­tra­gung geschaffen und … und vieles mehr. Es war Krieg und man weiß bis heute nicht, warum er begonnen hat, ein Krieg, in dem alle drei Völker den Schul­digen in dem jeweils anderem fanden, in der Geschichte, in Denk­mä­lern, in … Sie töteten sich gegen­seitig und hier, wo wir jetzt stehen, ohne einen trif­tigen Grund, genau wie sich die Mond­ar­tigen, Wür­fel­ar­tigen und Adler­ar­tigen heute töten.“

In seinem Roman Vuk richtet Gatalo den Blick auf seine Heimat Bos­nien und Her­ze­go­wina (BiH). Er ent­wirft eine post­apo­ka­lyp­ti­sche Situa­tion auf der Erde (als Folge einer öko­lo­gi­schen Kata­strophe, ver­ur­sacht durch Kriege mit Ein­satz von Bio­waffen) und beschreibt eine zukünf­tige Welt, in der die „Union“ (eine Staa­ten­kon­fö­de­ra­tion) BiH als Ghetto umzäunt hat. Die Hand­lung des Romans Vuk spielt in einer nicht näher bestimmten Zeit, die Ereig­nisse der Ver­gan­gen­heit, die zur Roman­ge­gen­wart geführt haben, werden dem Leser suk­zes­sive und retro­spektiv offen­bart: die ehe­ma­ligen Völker der Region, Serben, Kroaten und bos­ni­sche Mus­lime, nun als „stari narodi“ (alte Völker) bezeichnet, bekämpfen sich immer noch – nur unter neuem Namen.

Veselin Gatalo, geboren 1967 in Mostar (BiH), zählt zu den viel­ver­spre­chenden zeit­ge­nös­si­schen Autoren der Kriegs- und Nach­kriegs­ge­nera­tion in seinem Land. Wäh­rend seines Stu­diums begann er Poesie zu schreiben und später nach dem Krieg in den 1990ern auch Prosa. Seine Gedicht-Bände, Kurz­ge­schichten und Erzäh­lungen zählen zu den­je­nigen Texten, welche die Kom­ple­xität der Erfah­rungen wäh­rend des Krieges ver­an­schau­li­chen. Sie wurden bereits mehr­fach aus­ge­zeichnet: im Jahr 2003 erhielt Gatalo für seine Erzäh­lungen im Band Rambo, Drumski i onaj treći (Rambo, der  Vaga­bund und der Dritte, 2005) die Aus­zeich­nung ‚ZORO‘; im Jahr 2003 wurde die Erzäh­lung Vuk (Der Wolf), aus der im Jahr 2006 der gleich­na­mige Roman her­vor­ging, in Kroa­tien von Istrakon 2003 als beste Sci­ence-Fic­tion-Geschichte gekürt. 2004 wurde Gatalos Roman Siesta, Fiesta, Orgasmo, Riposo (2004) für den ‚Meša Selimović‘-Preis nomi­niert. Im Jahr 2007 erhielt er von SKD Pros­vjeta die ange­se­hene Aus­zeich­nung ‚Aleksa Šantić‘ für den Gedicht­band Vri­jeme mesin­ganih perli (Die Zeit der Mes­sing-Perlen, 1998).
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Im Roman Vuk  haben krie­ge­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zungen dazu geführt, dass eine Region, ehe­mals Bos­nien und Her­ze­go­wina, durch eine Mauer von der übrigen Welt abge­trennt, und zusätz­lich von einem bis zu fünf­zehn Meilen hohen ener­ge­ti­schen Feld ein­ge­fasst wurde. Das Motiv der Mauer über­nimmt eine met­ony­mi­sche Funk­tion: Sie ist zum einen das Bau­werk, das die Region kom­plett iso­liert. Zum anderen schafft sie eine Innen-Außen-Bezie­hung, welche das Ghetto zum Zen­trum von etwas Grö­ßerem macht und mit diesem grö­ßeren Pen­dant durch Sinn­zu­wei­sungen kor­re­spon­diert. Die im Roman sug­ge­rierte uto­pi­sche Ide­al­ge­sell­schaft des neuen Staa­ten­bundes Union kann ange­sichts der Exis­tenz einer Mauer in seinem Inneren nicht ideal sein. Viel­mehr han­delt es sich um eine anti-uto­pi­sche Vision der Zukunft, in der Auf­tei­lungen in Räume des Guten und Räume des Bösen zuge­lassen sind. Dieses Modell wirft ein kri­ti­sches Licht auf die Union (eine expli­zite Anspie­lung auf die euro­päi­sche Union!) und ihr Kon­zept eines pazi­fis­ti­schen Staa­ten­bundes, der erst nach unzäh­ligen Kriegen über­haupt zustande kam. Die glo­bale Kata­strophe soll im Roman nun durch neue Modelle des zwi­schen­mensch­li­chen Lebens wieder gut oder ver­gessen gemacht werden. Trotz ihrer hohen Ziele weiß sich die Union am Ort der Krise jedoch nicht anders als durch die Errich­tung eines Ghettos zu helfen.

In diese abge­sperrte Zone werden Kri­mi­nelle aus der ganzen Welt zum lebens­läng­li­chen Straf­vollzug ver­bannt, so dass die offi­zi­elle Sprache im Ghetto neben dem „naški jezik“ (der Sprache der alten sla­wi­schen Bevöl­ke­rung: bos­nisch-kroa­tisch-mon­te­ne­gri­nisch-ser­bisch) Eng­lisch ist. Die Ghet­to­be­wohner sind in drei Par­teien orga­ni­siert und führen Namen, die aus den Sym­bolen Mond, Qua­drate und Adler abge­leitet sind – abstam­mend von den Natio­nal­flaggen oder reli­giösen Sym­bolen der einst ver­fein­deten und nun nicht mehr exis­tenten Völker – die Mond­ar­tigen (mus­li­mi­sche Bos­nier), die Wür­fel­ar­tigen (Kroaten) und die Adler­ar­tigen (Serben). Diese drei Gruppen bzw. Banden sind auch in ähn­li­cher Weise wie ihre Vor­läufer ver­feindet, obwohl ihre Mit­glieder nun mehr­heit­lich aus ganz anderen Ecken der Welt stammen und viel später geboren wurden. Auch sie können sich aus dem Kreis­lauf von Gewalt und Aggres­sion nicht mehr befreien.

Obwohl Gatalos Ghet­to­ent­wurf recht pla­ka­tive Anspie­lungen auf Koali­tionen, Umstände und auch auf Fremd­be­schrei­bungen der post­ju­go­s­la­vi­schen Kriegs­par­teien der 1990er Jahre ent­hält, und das Geschehen in Bos­nien und Her­ze­go­vina seit 1991 bis zur Gegen­wart den leicht erkenn­baren, wich­tigsten Refe­renz­punkt des Romans bildet, erzählt der Roman jen­seits dieser alle­go­ri­schen Kom­po­nente eine äußerst span­nende Geschichte. Vuk ist die Geschichte über den ein­samen Krieger Vuk und seine Hündin Chica: Vuk ist eine Art Aus­nah­me­be­wohner des Ghettos, allein auf­grund der Tat­sache, dass er über­haupt, trotz strengster ‚Gebur­ten­kon­trolle‘, geboren werden konnte – ein Motiv, das im Sci­ence-Fic­tion-Genre viel­fach zu finden ist, so etwa in Michael Campus‘ Film Z.P.G. (Zero Popu­la­tion Growth) von 1972. Unter wid­rigen Umständen gelangt Vuk als Klein­kind in eine Horde wilder Hunde, die ihn wie ihr Junges auf­ziehen. Bei ihnen lernt er die Jagd­ge­setze der Wildnis und die Hunde- und Wolfs­sprache kennen (auch hier stehen Film­prot­ago­nisten von Tarzan bis Mogli Pate). Später begegnet Vuk dem ver­ur­teilten Priester Dumo, der noch die Sprache der „stari narodi“ kennt, ihn in seine Obhut nimmt, und ihn spre­chen, lesen und die Bibel lehrt. Vuk bewahrt sich jedoch jene über­mensch­li­chen Fähig­keiten, die er im Zusam­men­leben mit den Hunden ent­wi­ckelt hat. Die wort­karge Figur erzeugt eine beson­dere Span­nung und der Leser iden­ti­fi­ziert sich zuneh­mend mit ihm.

Um eine futu­ris­ti­sche Stim­mung zu erzeugen und den Roman in den Kon­text bereits vor­han­dener Sci­ence-Fic­tion-Visionen ein­zu­ordnen, ruft Gatalo in seinem Roman bekannte Film­mo­tive auf. Beson­ders post­apo­ka­lyp­ti­sche Sze­na­rien ver­bre­che­ri­scher Banden und einer öko­lo­gisch zu Grunde gerich­teten Erde, das Leben der Men­schen bzw. mensch­li­cher Klone unter der Erde, um nur einige zu nennen, nehmen inter­me­dialen Bezug auf ver­schie­dene Sci­ence-Fic­tion-Filme, beson­ders jedoch zu John Car­pen­ters Escape from New York (1981), in dem ganz Man­hattan in eine Art Hoch­si­cher­heits­ge­fängnis umfunk­tio­niert wurde. Auch Bezüge zu George Mil­lers Mad Max (1979) und zu Andrew/ Lau­rence Wachow­skis Matrix (1999) sind deut­lich erkennbar.

Auch auf der for­malen Ebene nähert sich der Roman dem Genre Film an: Das Geschehen wird dem Leser durch Bild­se­quenzen ver­mit­telt, welche die Beob­ach­tungen Vuks oder des Jour­na­listen Luka Kvi­džik dar­stellen; Bilder, die teil­weise auch durch die Hündin Chica per­spek­ti­viert werden. Die Hand­lung ist ver­dichtet, mit schnellem Ablauf und mit typi­sierten Cha­rak­teren wie dem halb­zi­vi­li­sierten Vuk, seinem Mentor Dumo, einem ehe­ma­ligen Priester und Mörder, dem berüch­tigten Ver­bre­cher „Der ver­rückte Jovan“ und dem Ban­den­an­führer „Jamai­kaner“ mit seiner Gefährtin, genannt „Die zor­nige Olena“. Eine sehr expli­zite Bezug­nahme zum fil­mi­schen Sci­ence-Fic­tion-Genre findet sich in dem Lied, das Vuk im Kapitel „Pjesma“ („Das Lied“) singt und in dem Snake Plissken, eine Figur aus Escape from New York, erwähnt wird: „U kući bila zat­vorena kokoš / Kao u Nju Jorku Zmija Plisken …” („Es war im Haus ein Huhn ein­ge­sperrt / Wie in New York die Schlange Plissken“). Eine Ver­deut­li­chung von Vuks Situa­tion im Ghetto, seiner Ein­sam­keit und seinem Ein­zel­gän­gertum und ein inter­me­diales State­ment, das vom Selbst­ver­ständnis des Romans spricht.

Auch aus einem wei­teren Grund taucht in Vuks Lied Snake Plissken auf. Es wird eine Par­al­lele zwi­schen den Über­le­bens­fä­hig­keiten und dem Ein­zel­gän­gertum der beiden Prot­ago­nisten gezogen, beide Figuren befinden sich in einem Ghetto voller psy­cho­pa­tho­lo­gi­scher Ver­bre­cher. Beide sind sie nicht völlig frei von kri­mi­neller Schuld, jedoch werden ihre Ver­gehen ange­sichts der Ver­bre­chen im Ghetto und ange­sichts des Lebens in einer Welt, die keine ethi­schen Werte ver­mit­telt, rela­ti­viert. Die Tat­sache, dass Vuk als einzig Unschul­diger im Ghetto fest­ge­halten wird, an diesem Ort für ver­ur­teilte Ver­bre­cher, ist Aus­gangs­punkt für die Frage nach Schuld und Unschuld, die sich durch den gesamten Roman zieht. Vuk unter­scheidet sich von den übrigen Ghetto-Bewoh­nern durch seine starke Ver­bun­den­heit mit der Natur und durch seine Fähig­keiten, in der gefähr­li­chen Wildnis alleine zurecht­zu­kommen, ohne sich in Schutz einer der drei (Ethno-) Banden begeben zu müssen. Vuk fühlt und denkt ähn­lich einem Bewohner eines von der Zivi­li­sa­tion unbe­rührten Urwaldes, dessen Intel­li­genz und Seele im Ein­klang mit dieser Natur sind. Er ist der post­apo­ka­lyp­ti­sche Mensch und inte­griert Merk­male des Neuen Men­schen, der von seinen frü­heren Sünden befreit zu sein scheint und des­halb unschuldig wirkt.

Diese Ereig­nisse in Gatalos Roman werden nicht chro­no­lo­gisch geschil­dert und Sujet­teile werden über ver­schie­dene Figuren ver­mit­telt. Eine wei­tere Per­spek­tive bringt der Jour­na­list Luka Kvi­džik ein, der von ‚Außen’ in das Ghetto kommt, um Vuk her­aus­zu­holen. Zwi­schen den beiden unglei­chen Män­nern ent­wi­ckelt sich zwar kaum ein Gespräch, aber der Leser lernt hierbei Vuk über die Refle­xionen des Jour­na­listen kennen und nimmt an dessen all­mäh­lich wach­sender Zunei­gung zu Vuk teil. Der Jour­na­list erör­tert die Kriegs­schuld der alten Völker, eine Schuld, die durch die Kon­flikt­fort­set­zung im Ghetto als eine gleichsam absurde und tra­gi­sche Schuld (mit lang­an­hal­tenden Kon­se­quenzen) bloß­ge­legt wird. Aber allein durch seine Anwe­sen­heit im Ghetto sorgt der Jour­na­list für Unruhe: Alle Banden wollen ihn unbe­dingt für sich haben, um auf diese Weise den geheimen Aus­gang aus dem Ghetto zu erfahren, denn diese Infor­ma­tion würde eine Vor­macht­stel­lung im Ghetto sichern. Der Jour­na­list findet sich in einer unge­wollt aktiven Rolle wieder. Die Absicht, die der Autor mit der Figur des Jour­na­listen ver­folgt, ist dop­pel­deutig und scheint dabei die­selbe Frage auf­zu­werfen, die Susan Son­tags Essay „Das Leiden anderer betrachten“ stellte: Wird der Kriegs­be­richt­erstatter, einer sol­chen dra­ma­ti­schen Situa­tion wie dem Krieg aus­ge­setzt, nicht durch die Beob­ach­tung und Refle­xion des Gesche­hens selbst zum aktiven Teil­nehmer des Gesche­hens, ja zum Mit­täter? Die aktive Rolle der Medien im Krieg wird implizit kri­ti­siert, als Vuk dem Jour­na­listen die Schuld für den nun aus­ge­bro­chenen Krieg im Ghetto zuweist:

„Du bist der­je­nige, der schuldig ist, aber das macht nichts. […] In den Worten des jungen Mannes fühlte Luka Kvi­džik weder Ver­ur­tei­lung noch Vor­wurf. Bloße Fest­stel­lung und nackte Deduk­tion. Aller­dings auf einem sehr pri­mi­tiven Niveau.“

Aus dem Ghetto befreit, begegnet Vuk schließ­lich auf der anderen Seite der Mauer einer geklonten Gesell­schaft, die auf­grund der öko­lo­gi­schen Kata­strophe unter der Erd­ober­fläche leben muss. Aber auch diese fort­schritt­liche Gesell­schaft kann die Pro­bleme der kon­flikt­rei­chen Region nicht lösen: das Ghetto wurde erschaffen, um eine maligne Gegend aus dem Körper der Union her­aus­zu­schneiden, anstatt sie zu inte­grieren und so viel­leicht eine Bes­se­rung der Lage her­bei­zu­führen. Ledig­lich wenige Öff­nungen wurden in die Mauer ein­ge­lassen und ermög­li­chen den Zugang für huma­ni­täre Hilfe in die umzäunte Region. Ein pla­ka­tiver Hin­weis auf die Zustände in BiH wäh­rend des Krieges, als huma­ni­täre Hilfe die bela­gerten Städte nur unter erschwerten Bedin­gungen errei­chen konnte. Aber auch Hin­weis auf den post-Day­ton­schen Zustand BiHs – eines in Rei­se­frei­heit und Wirt­schafts­be­zie­hungen iso­lierten Aus­nah­me­ge­biets mitten in Europa.
Der nega­tive Stel­len­wert des Ghettos wird im Roman schließ­lich am Prot­ago­nisten umge­kehrt: Wäh­rend die fort­schritt­liche und scheinbar befrie­dete und zivi­li­sierte Welt außer­halb der Mauer sein Gefängnis und seinen Unter­gang bedeuten würden, ver­schafft ihm das Ghetto trotz des täg­li­chen Kampfes ums Über­leben seine eigent­liche Frei­heit. In der Figur Vuks behält BiH die mora­li­sche Ober­hand in einer letzt­lich uner­träg­li­chen äußeren Situation.

Der Roman Vuk von Veselin Gatalo ist eine Alle­gorie auf die innen- und außen­po­li­ti­schen Ver­hält­nisse in seiner Heimat, die den Autor dazu ver­an­lasst haben, eine anti-uto­pi­sche Vision der Zukunft zu ent­wi­ckeln. Gatalo stellt im Roman die „Frage der Schuld“ auf eine neue Weise und ver­strickt sich dabei nicht in natio­nale Stand­punkte, poli­ti­sche Motive und his­to­rio­gra­phi­sche Ana­lysen über den Krieg der neun­ziger Jahre. Mög­li­cher­weise erfreut sich der Roman auch aus diesem Grund zuneh­menden Erfolges bei einer über­eth­ni­schen Leser­schaft in Ser­bien, Kroa­tien und Bos­nien- und Herzegowina.

 

Vri­jeme mesin­ganih perli, 1998.
Amore al primo Binocolo, 2000.
Siesta, Fiesta, Orgasmo, Riposo, 2004.
Rambo, Drumski i onaj treći, 2005.
Ja sam pas… i zovem se Sal­va­tore, 2005.
Kme­zavi nared­nici, 2006.
Geto, 2007.
Cafe Oxygen, 2007.
Priče za nemirnu noć, 2008.
Polja čeme­rike, 2008.
Vuk, 2009.
Salika s uspo­menom
, 2009.

 

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