Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Recht monoton, mit einem urbanen Panorama, das man in Polen vielerorts zu sehen bekommt, beginnt Sławomir Shutys neuer Roman "Ruchy". Die Titel gebenden „Regungen“ (Ruchy) stehen im Text sowohl für das mechanisch und einstudiert ablaufende Anmachen, als auch für den enthemmten, weil folgenlosen Sex in einer heruntergekommenen Diskothek.

In Viktor Pelevins neuem Roman "Das fünfte Imperium" geht es um Vampire, Götter und die Essenz unserer Existenz. Mit dem Bibelzitat "Am Anfang war das Wort." läutet Pelevin einen (von Vampiren geführten) metasprachlichen Diskurs über die Textualität der Welt ein und thematisiert den Schreibprozess als Weltenschöpfung.

"Izlaz Zagreb Jug" (Ausfahrt Zagreb Süd) und "Oči" (Kalda): Zwei Romane, mit denen Popović ein Porträt seiner Generation vorlegt und die gesellschaftlichen Transformationen in Kroatien und Zagreb fühlbar macht. Mit beißendem Witz werden hier die Orientierungslosigkeit und die Desintegration durch die neuen Verhältnisse beschrieben

Es ist eine gewaltige poetische Hybride, mit Wucht zusammengefügt zu einem vielstimmigen "Stück" aus Lyrischem, Erzählendem aber auch Satirisch- Polemischem – mit Anklängen an die Oper und das antike Drama. Verteilt auf viele Stimmen und einen Chor wird in "Ein Stück über Mutter und Heimat" (Utwór o Matce i Ojczyźnie) von Bożena Keff eine schmerzhafte Mutter-Tochter-Geschichte erzählt, gesungen, gebrüllt.