Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Kateryna Miščenko [Kateryna Mishchenko]: die ukrainische Autorin, Übersetzerin und Kuratorin schreibt und forscht zu den Veränderungen der ukrainischen Zivilgesellschaft und widmet sich dabei aktuell den politischen Imaginationen der Insel. Über das Utopische des Insularen, die ukrainische Kulturlandschaft und die politische Relevanz des Majdans sprach novinki mit ihr während der METRO-Tagung „Wörterbuch des Wandels“ der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) am 01.12.2018.

Vladimir Rafeenko (49 Jahre) ist ein ukrainischer Dichter und Schriftsteller aus Donezk, der auf Russisch schreibt. Er studierte „Russische Sprache und Literatur“ und „Kulturwissenschaften“ an der Nationalen Universität Donezk. Sein erstes Buch, der Gedichtband Tri dnja sredi nedeli („Drei Tage unter der Woche“) erschien 1998 in Donezk. Rafeenko wurde bereits zweimal mit dem Preis der „El’cyn Foundation“ für außerhalb der Russischen Föderation publizierende russischsprachige Autor_innen, der „Russkaja premija“, ausgezeichnet:

"Montog. Eyn kleyner roman", 1926 von Moyshe Kulbak verfasst, erschien 2017 erstmalig auf Deutsch – und ist immer noch aktuell: „Wenn wir etwas lernen wollen über Perspektiven, Hierarchien, Asymmetrien und blinde Flecken der europäischen Kulturgeschichte – die jiddische Literatur ist hervorragend geeignet, einen neuen Blick auf scheinbar bekannte Phänomene zu gewinnen“, meint Lothar Quinkenstein, Literaturwissenschaftler, Übersetzer und Schriftsteller, im Gespräch mit "novinki" über Kulbaks Roman.

Mit ihrem Debütroman "Suleika öffnet die Augen" ("Zulejcha otkryvaet glaza") landete Guzel' Jachina 2015 auf Anhieb einen Erfolg. Der Roman erzählt die Geschichte einer muslimischen Bäuerin, die in der Zeit der Entkulakisierung aus einem tatarischen Dorf deportiert wird. "novinki" sprach mit der Schriftstellerin über Herausforderungen während des Schreibens an ihrem Roman und über die Suche nach einem literarischen Zugang zum kollektiven Gedächtnis.

Martin Pollack: Schriftsteller und literarischer Übersetzer, frisch ausgezeichnet mit dem DIALOG-Preis der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. "novinki" hat ihn dieses Jahr gleich doppelt getroffen – in Lublin und in Potsdam, und sprach mit ihm über Familiengeschichte und sein Interesse an Ostmitteleuropa ebenso wie über polnische Reportagen, die Arbeit mit Bildern und das Zurückschrauben der Sprache beim Schreiben über Gewalt.

Włodzimierz Nowak, 1958 in Poznań geboren, ist ein polnischer Autor und Journalist. Er arbeitet seit 1993 als Reporter für die wichtigste polnische Tageszeitung Gazeta Wyborcza und ist dort Chefredakteur des Reportagemagazins Duży Format („Großes Format“). Bekannt wurde er in Polen und in Deutschland mit seinen literarischen Reportagen Obwód głowy (2007, dt. Die Nacht von Wildenhagen: zwölf deutsch-polnische Schicksale, 2009).