Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
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10099 Berlin

„Food and water are not enough“: das Sara­jevo Film Fes­tival und die Krise

Die Kultur in Europa arbeitet auf Spar­flamme. Corona schränkt nicht nur das all­täg­liche Leben ein, son­dern sorgt dafür, dass zahl­reiche kul­tu­relle Groß­ver­an­stal­tungen aus­fallen müssen. Wäh­rend die bekannten Film­fes­ti­vals in Cannes und Venedig abge­sagt und andere ins Netz ver­legt werden, wird jedoch das 26. Sara­jevo Film Fes­tival dieses Jahr vom 14. bis 21. August statt­finden. Die Gründe hierfür liegen in seiner Geschichte…

 

 

August 2020. Wäh­rend vor einem Drei­vier­tel­jahr die meisten Men­schen mit dem Wort „Corona“, wenn über­haupt, so ver­schie­dene Dinge wie eine mexi­ka­ni­sche Bier­marke oder die, in meh­reren euro­päi­sche Spra­chen gel­tende Über­set­zung aus dem Latei­ni­schen für „Krone“ asso­zi­ierten, ist der Begriff heute weder zwei­deutig noch neben­säch­lich. Mit großer Schlag­kraft hat ein unsicht­barer DNA-Strang dieses Namens die glo­ba­li­sierte Welt in eine Krise gestürzt, die für viele jen­seits apo­ka­lyp­ti­scher Film­welten kaum denkbar war. Wenn­gleich die tat­säch­liche Krise weit weniger atem(be)raubend ist, als dies in jenen Film­welten gern dar­ge­stellt wird, so erleben wir doch täg­lich ihre Aus­wir­kungen. Und auch wenn das aus­lö­sende Virus unsichtbar ist, seine Folgen auf unser Leben sind es nicht. Neben der Rei­se­frei­heit betreffen die euro­pa­weiten Ein­schrän­kungen v.a. auch das kul­tu­relle Leben, das über Monate voll­kommen her­un­ter­ge­fahren war. Theater, Kinos und Museen blieben über Monate geschlossen und sind durch Abstands­re­ge­lungen und begrenzte Besu­cher­zahlen bis jetzt weit ent­fernt von einer Rück­kehr zur Nor­ma­lität. Groß­ver­an­stal­tungen bleiben wei­terhin unmög­lich. Inwie­weit die Krise unsere Kul­tur­land­schaft nach­haltig ver­än­dern und – im schlimmsten Fall – ver­öden wird, lässt sich noch nicht vorhersehen.

 

So hat Corona auch für die Film­branche ein­schnei­dende Aus­wir­kungen. Film­schaf­fende, wie alle Kul­tur­trei­benden, sind auf Öffent­lich­keit ange­wiesen. Wäh­rend Strea­ming­dienste und – inzwi­schen wieder – teil­weise geöff­nete Kinos diese Öffent­lich­keit zwar her­stellen können, hilft dies vor allem bereits bekannten und renom­mierten Film­schaf­fenden. Die Krea­tiven dieser Branche sind – nor­ma­ler­weise – auf Film­fes­ti­vals ange­wiesen, die mit allerlei Spe­zia­li­sie­rung neben den Film­vor­füh­rungen auch als Kon­takt­börse für Filmemacher_innen und Film­ver­leihe dienen. Für unbe­kannte Pro­duk­tionen und den an diesen Betei­ligten sind Film­fes­ti­vals oft die ein­zige Ver­mark­tungs­mög­lich­keit und inso­fern für viele Film­schaf­fende über­le­bens­wichtig. Gleich­zeitig stehen auch die Fes­ti­vals in stetem Wett­be­werb und akzep­tieren inso­fern vor allem neue Pro­duk­tionen, die als Pre­mie­ren­vor­füh­rung ver­marktet werden können. Das Absagen von Film­fes­ti­vals (wie es im Falle von Cannes, Venedig oder Locarno geschehen ist) führt somit zu einem ‚Auf­stauen‘ von Filmen und erhöhtem Wett­be­werbs­druck im kom­menden Jahr. Das Aus­wei­chen auf Online-For­mate (wie es z.B. das DOK.fest Mün­chen macht) ermög­licht zwar das Zeigen der Filme, kann aber das so wich­tige Kon­takt­knüpfen und ‑pflegen nur teil­weise ersetzen. Film­fes­ti­vals sind als solche also nicht nur wich­tige Kul­tur­er­eig­nisse, son­dern sie sichern lang­fristig auch die Exis­tenz von Film­schaf­fenden und sorgen inso­fern für die Viel­falt der Filmlandschaft.

 

Aller­dings gibt es auch Fes­ti­vals, die in der Krise einen anderen Weg beschreiten. Das wohl inter­es­san­teste Bei­spiel hierfür ist das Sara­jevo Film Fes­tival; eines der renom­mier­testen Fes­ti­vals auf dem Balkan, das jähr­lich Filme der Region von Öster­reich bis Aser­bai­dschan, zeigt und dieses Jahr vom 14. bis 21. August statt­findet. Was macht das Sara­jevo Film Fes­tival in diesem Kon­text so beson­ders? Es ist sein Ver­hältnis zur Krise, denn das Fes­tival findet nicht trotz, son­dern gerade wegen der Krise statt. Ein Blick in die Geschichte der Stadt und des Fes­ti­vals ist hierbei lohnenswert.

 

Sara­jevo befindet sich im Dina­ri­schen Gebirge im Osten Bos­nien und Her­ze­go­winas. Es ist mit 290.000 Einwohner_innen die größte und zugleich Haupt­stadt der ehe­ma­ligen jugo­sla­wi­schen Teil­re­pu­blik. Wie viele andere Städte im öst­li­chen und süd­öst­li­chen Europa weist auch Sara­jevo eine Geschichte als umstrit­tener Ort, als Grenz­stadt und Peri­pherie ver­schie­dener Impe­rien auf. Man kann dies gut am Stadt­bild aus­ma­chen. Die Alt­stadt von Sara­jevo ist zu drei Him­mels­rich­tungen von Bergen umschlossen, jeweils im Norden, Osten und Süden. Die heu­tige Stadt erstreckt sich im Flusstal der Mil­jacka von Osten Rich­tung Westen, wohin über die Zeit hinweg die Stadt erwei­tert wurde. Im öst­li­chen Tal­kessel, wo die Alt­stadt liegt, findet sich über­wie­gend osma­ni­sche Archi­tektur. Ab dem 15. Jahr­hun­dert wurde durch die auf dem Balkan herr­schenden Osmanen der Bau der Stadt beför­dert, bis Sara­jevo 1660 die größte Stadt des Bal­kans und ein wich­tiger Stütz­punkt der impe­rialen Macht im ber­gigen Bos­nien dar­stellte. Ab einem bestimmten Punkt in der Stadt­to­po­gra­phie, der heute tou­ris­tisch als „Sara­jevo Mee­ting of the Cul­tures“ ver­marktet wird, ändert sich das Stadt­bild abrupt und die umlie­gende Archi­tektur ist geprägt von der öster­rei­chi­schen Grün­der­zeit, da Bos­nien von 1878 bis 1918 zunächst durch die öster­rei­chi­sche Armee besetzt und schließ­lich annek­tiert wurde. Folgt man den großen Aus­fall­straßen weiter Rich­tung Westen, so begegnet einem der Bru­ta­lismus der jugo­sla­wi­schen Moderne neben den ver­glasten Hoch­häu­sern des frühen 21. Jahr­hun­derts. Ein wei­teres unüber­seh­bares ‚archi­tek­to­ni­sches‘ Merkmal sind zahl­reiche Löcher, überall in der Stadt. Löcher in den Straßen oder an Haus­wänden, teil­weise pro­vi­so­risch auf­ge­füllt oder, zur Mah­nung, mit roter Farbe aus­ge­malt. Ein­zelne Löcher, gestreute oder lini­en­förmig ange­ord­nete Löcher. Kleine wie große: Die nach außen wohl sicht­barsten Spuren der Bela­ge­rung von Sara­jevo bzw. des Bos­ni­en­krieges, der in Bos­nien von 1992 bis 1996 dau­erte. Bei­nahe wäh­rend der gesamten Kriegs­dauer stand die im Tal­kessel lie­gende Stadt unter Bela­ge­rung durch die ser­bisch-natio­na­lis­ti­sche Armee; in der Stadt waren damals ver­mut­lich bis zu 400.000 Zivilist*innen ein­ge­schlossen. Der Krieg for­derte in Bos­nien min­des­tens 100.000 Opfer, davon allein an die 11.000 in Sara­jevo. Ergebnis des Kriegs ist die bis heute wäh­rende Tei­lung des Landes in zwei eth­nisch-reli­giös geprägte staat­liche Enti­täten, deren Grenze auch durch das grö­ßere Stadt­ge­biet Sara­jevos ver­läuft; eine Stadt der Grenzen und Grenz­erfah­rungen. Aber auch die Grün­dung des Sara­jevo Film Fes­ti­vals war ein Ergebnis des Kriegs.

 

Mit roter Farbe aus­ge­fülltes Ein­schlags­loch einer Gra­nate, genannt „Sara­je­voer Rose“, © Albrecht Dreißig

 

Liest man Zeit­zeu­gen­be­richte aus der Zeit der Bela­ge­rung (eine emp­feh­lens­werte Lek­türe in dem Zusam­men­hang ist Ivana Mačeks Sara­jevo under Siege. Anthro­po­logy in War­time), so wird deut­lich, dass sich nach der abrupten Zer­stö­rung der bekannten – auch seman­ti­schen – Ord­nung und der nach­fol­genden Phase per­ma­nenter Unsi­cher­heit und Todes­angst eine neue, eigen­tüm­liche Art von Kriegs­nor­ma­lität ent­wi­ckelte, die auch den Drang nach Abwechs­lung und kul­tu­rellem Aus­druck als Wider­stands­hand­lung her­vor­brachte. Elma Tata­ragić, heute Chefin des Spiel­film­wett­be­werbs und Mit­be­grün­derin des Sara­jevo Film Fes­ti­vals, schrieb über diese Zeit: „In war we have rea­lized that in order to sur­vive food and water are not enough.” Eine Aus­sage, die einem sinn­gemäß immer wieder begegnet im Zusam­men­hang mit der Grün­dung des Fes­ti­vals. Die Reduk­tion des Lebens auf das, was allein zum phy­si­schen Über­leben not­wendig ist, kann nur für eine sehr begrenzte Zeit ertragen werden. Auch heute machen viele Men­schen diese Erfah­rung – wenn­gleich die aktu­elle Pan­demie mit den Schre­cken des Bos­ni­en­krieges kaum zu ver­glei­chen ist. Aus­gangs­punkt für das spä­tere Fes­tival waren Film­vor­füh­rungen und Kino­wo­chen im bela­gerten Sara­jevo. Die Initia­tive ging dabei vom 1984 gegrün­deten Obala Art Centar aus, einem Zen­trum und Zusam­men­schluss von Krea­tiven. 1993 wurde im Rahmen dieses Zen­trums das „Kriegs­kino Apollo“ (bos­nisch „Ratno Kino Apollo“) gegründet, in dem Filme aus aller Welt gezeigt wurden. Apollo war damals das ein­zige funk­tio­nie­rende Kino in der Stadt. Seine Vor­stel­lungen schufen für ein paar Stunden ein Gefühl von Vor­kriegs­nor­ma­lität. Die Vor­füh­rungen mussten dabei unter denkbar wid­rigen Bedin­gungen statt­ge­funden haben, da Energie in Sara­jevo nur spär­lich zur Ver­fü­gung stand. Ein erstes kleines Film­fes­tival wurde im Jahr 1993 von Regis­seur Haris Pasović orga­ni­siert. Dieses blieb jedoch ein­malig. Im Kriegs­kino Apollo wurden neben den regel­mä­ßigen Vor­füh­rungen auch Retro­spek­tiven inter­na­tio­naler Film­fes­ti­vals gezeigt, so z.B. des Locarno Film­fes­tival 1994. Das Team von Obala und das Team des Kriegs­kinos standen in Kon­takt mit dem Locarno Film­fes­tival. Zusammen mit dessen dama­ligem Direktor Marco Müller ent­stand im Winter 1994/95 das Pro­jekt eines eigenen jähr­li­chen Film­fes­ti­vals in Sara­jevo. Die erste Aus­gabe des Fes­ti­vals war für Sommer 1995 geplant. Ein Team aus zehn jungen Kunst­schaf­fenden, von denen heute alle noch mit dem Sara­jevo Film Fes­tival ver­bunden sind, arbei­tete an seiner Rea­li­sie­rung, allen voran Fes­ti­val­di­rektor Mirsad Puri­vatra. Jahre später beschreibt er im Spiegel, wie Equip­ment und Film­rollen durch einen geheimen Tunnel, der die ein­ge­schlos­sene Stadt mit dem rest­li­chen durch die bos­ni­sche Regie­rung kon­trol­lierten Gebiet ver­band, in die Stadt geschmug­gelt wurden. Obwohl die Organisator_innen planten, das Fes­tival trotz der Wid­rig­keiten des Kriegs statt­finden zu lassen, musste es um einige Monate ver­schoben werden, da im Sommer 1995 die Situa­tion eska­lierte: Der Völ­ker­mord in Sre­bre­nica fand in dieser Zeit statt. Am 27. Oktober 1995 eröff­nete schließ­lich das erste Sara­jevo Film Fes­tival. 37 Filme aus 15 Län­dern wurden gezeigt, teil­weise von VHS-Kas­setten, und trotz Lebens­ge­fahr gab es zahl­reiche inter­na­tio­nale Gäste.

 

Seither hat sich das Erschei­nungs­bild des Fes­ti­vals stark gewan­delt: Der Fes­ti­val­be­such ist nicht mehr mit direkter Lebens­ge­fahr ver­bunden, Filme müssen nicht mehr von Video­kas­setten abge­spielt werden und Energie nicht mehr über den Strom­ge­ne­rator erzeugt werden. Doch die Anfänge im Krieg haben die Iden­tität des Fes­ti­vals geprägt. Seit 2004 wird die von Agnès B. designte Tro­phäe „Heart of Sara­jevo“ ver­geben, die sich an ein inof­fi­zi­elles Logo des Fes­ti­vals aus den 1990er Jahren anlehnt. Und auch der Drang, trotz aller Wid­rig­keiten das Leben zu zele­brieren und sich nicht unter­kriegen zu lassen, gehört zum Selbst­ver­ständnis der Festivalmacher_innen. Und so brauchte es, laut Spiel­film­wett­be­werbs­chefin Tata­ragić, nicht lang, um zu ent­scheiden, dass man auch dieses Jahr das Fes­tival statt­finden lasse.

 

Man wisse um die Ver­ant­wor­tung, so Fes­ti­val­di­rektor Puri­vatra. Corona erfor­dere beson­dere Maß­nahmen im all­täg­li­chen Leben. Auch die 26. Aus­gabe des Sara­jevo Film Fes­tival könne hier keine Aus­nahme machen. Die wohl sicht­barste Ver­än­de­rung wird das Fehlen des Roten Tep­pichs sein. Was nor­ma­ler­weise der per­fekte Ort ist, um inter­na­tio­nale Pro­mi­nenz vor die eigene Kamera zu bekommen, ist in Coro­na­zeiten leider auch der per­fekte Ort für Anste­ckungen. Partys und Begleit­ver­an­stal­tungen sind eben­falls nicht vor­ge­sehen. Viele Film­vor­füh­rungen werden in Frei­luft­kinos ver­legt und für jene in geschlos­senen Räumen herr­schen Mas­ken­pflicht und Besucher_innenbegrenzung auf 50 Per­sonen. Zur Ver­mei­dung von Men­schen­an­samm­lungen an Ver­kaufs­stellen werden die Tickets dieses Jahr aus­schließ­lich online ver­kauft. Dar­über hinaus werden auch die par­allel statt­fin­denden Work­shops und Foren für Film­schaf­fende ins Netz verlegt.

 

Kino­saal mit Mar­kie­rungen für die zuge­las­senen Sitz­plätze, © Sara­jevo Film Festival

 

Der Besuch des Fes­ti­vals – ins­be­son­dere aus Deutsch­land – ist zwar erschwert, aber nicht unmög­lich. Bos­nien und Her­ze­go­wina hatte zum 1. Juni seine Grenzen zu den Nach­bar­län­dern wieder geöffnet und Ein­rei­sende aus dem Schengen-Raum müssen nicht in Qua­ran­täne, wenn sie einen nega­tiven Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, bei der Ein­reise vor­zeigen können.

 

Trotz Ein­schrän­kungen hat das dies­jäh­rige Fes­tival vieles zu bieten. Das Pro­gramm wurde zwar noch nicht kom­plett ver­öf­fent­licht, aber es steht schon fest, dass in den Kate­go­rien Spiel‑, Dokumentar‑, Kurz- und Stu­den­ten­film ins­ge­samt 49 Pro­duk­tionen um die „Heart of Sarajevo“-Trophäen kon­kur­rieren werden. Unter den Filmen werden 29 Welt­pre­mieren, sechs inter­na­tio­nale sowie zwei euro­päi­sche Pre­mieren sein. Eröffnet wird das Fes­tival mit dem Film „Focus, Grandma“, der Geschichte einer zer­strit­tenen und über das ganze ehe­ma­lige Jugo­sla­wien zer­streuten Familie, die im Früh­jahr 1992 zum Ster­be­bett der Groß­mutter nach Sara­jevo kommt und über Fami­li­en­zwis­tig­keiten die nahende Kata­strophe über­sieht. Der Film ent­stand unter der Regie des bos­ni­schen Regis­seurs Pjer Žalica, der nun schon zum dritten Mal das Film­fes­tival eröffnen wird. Daneben wird mit Michel Hazana­vicius („The Artist“) ein inter­na­tional bekannter und aus­ge­zeich­neter fran­zö­si­scher Regis­seur mit litaui­schen Wur­zeln der Jury für den Spiel­film­wett­be­werb vorstehen.

 

Einmal mehr ist das Sara­jevo Film Fes­tival mit einer fun­da­men­talen Krise der Kultur kon­fron­tiert. Wäh­rend im bela­gerten Sara­jevo der 1990er Jahre der Tod men­schen­ge­macht war, ist es diesmal ein unsicht­bares Virus, wel­ches das Leben lähmt. Doch den Organisator_innen des Fes­ti­vals ist mehr als bekannt, wie wichtig Kultur ist, um die Krise zu über­stehen. Das Sara­jevo Film Fes­tival kann dabei nicht nur helfen, die mora­li­schen Kräfte zum Über­stehen der Pan­demie zu sam­meln, son­dern auch das tat­säch­liche Über­leben einer viel­fäl­tigen Film­land­schaft zu unter­stützen. Ob es ratsam ist, sich in diesen Zeiten auf die Reise zum Fes­tival nach Sara­jevo zu machen, muss jede_r für sich selbst ent­scheiden. Ein Tipp für Kurz­ent­schlos­sene und Uner­schro­ckene ist es allemal. In den Worten von Direktor Mirsad Puri­vatra: „Unsere Mis­sion bleibt die gleiche, seitdem unser Fes­tival in einer bela­gerten Stadt gegründet wurde – das Leben, die Mensch­lich­keit und die Künste zu zelebrieren.“