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Eine Portion Angespanntheit gegen Reality

Posted on 3. August 2017 by Matija Ilić
Hoffe nicht und verzweifle nicht. Im Prinzip hängt nichts von dir selber ab. Hoffnung und Verzweiflung sind ein und dasselbe, nur von verschiedenen Seiten betrachtet. Deshalb ist die anhaltende Angespanntheit der beste Zustand, in dem man sich befinden kann. Mit seiner "Napet šou"(dt.: „Angespannte Show“) macht sich der serbische Hip-Hop-Schriftsteller Marko Šelić aka Marčelo bereit für das, was kommt.

Hoffe nicht und verzweifle nicht. Im Prinzip hängt nichts von dir selber ab. Hoffnung und Verzweiflung sind ein und dasselbe, nur von verschiedenen Seiten betrachtet. Deshalb ist die anhaltende Angespanntheit der beste Zustand, in dem man sich befinden kann. Mit seiner Napet šou (dt.: Angespannte Show) macht sich der serbische Hip-Hop-Schriftsteller Marko Šelić aka Marčelo bereit für das, was kommt.


Als „Marčelo“ ist Marko Šelić in Serbien kein Unbekannter. Vier Musikalben und drei Bücher haben dem Musiker und Schriftsteller aus Paraćin Kultstatus im ganzen nach-jugoslawischen Raum verschafft. Eingefleischte Hip-Hop-Fans, denen er nicht als ,richtiger’ Rapper gilt, lehnen ihn zwar oft ab, alle anderen wiederum sehen ihn und seinen kritischen Sprechgesang als authentische Stimme des Widerstands. Wider jegliches Schubladendenken meldet Marko Šelić sich diesmal mit einem ganz neuartigen Format, einem knjigoalbum (dt.: „Buchalbum“) zurück und schreibt darin seine eigenen Regeln. Das Resultat, Napet šou, stellt ein überzeugendes Porträt der an Realityshows erkrankten serbischen Gesellschaft dar, mit welchem Marčelo endgültig das Terrain ernstzunehmender moderner Poesie betritt.

 

Knjigoalbum als neue Ausdrucksform

Das Format des knjigoalbum ist einzigartig, es vereint Musik, Text und Bild. Die Verse aus dem Album werden im Buch in Essays kommentiert und mit Bildern illustriert. Marčelo holt sich für die begleitenden Texte auch prominente Gäste mit ins Boot. So kommentiert der Psychologe Vladan Beara im Kapitel Pegla, warum Opfer von Gewalt irgendwann selbst gewalttätig werden. Oder der Musikkritiker Petar Janjatović erklärt in Muk, wie aus Rockmusikern Turbofolker wurden. Auch der bekannte serbische Schriftsteller David Albahari meldet sich gleich in zwei Kapiteln zu Wort.

Marčelo versteht seine Erfindung des „Buchalbums” als nostalgischen Rettungsversuch. Als man noch Platten oder CDs gekauft statt heruntergegeladen hat, wurde, so Marčelo, auch dem Material Aufmerksamkeit geschenkt. Das Ritual des Auspackens, Einlegens und Booklet-Studierens erfährt hier eine Hommage, die auch einen verbreiteten Marketing-Trick ironisch kommentiert. Manche Musiker in Serbien verkaufen zusätzlich zu ihrer Musik Waschpulver! Und nicht zuletzt sollen Marčelos (oft sehr junge) Fans für Literatur begeistert werden. Dass es ihm nicht um den Verkauf geht, ist jedenfalls klar. Das gesamte Album ist auf Marčelos offiziellem YouTube-Channel kostenfrei verfügbar.

 

Ohrwürmer für Leseratten

Napet šou ist ein Statement. Marčelo, der Musiker und Schriftsteller, weigert sich mit seiner Literatur-Musik, sich kategorisieren zu lassen und fordert beide Felder für sich ein. In einer Zeit, in der Bob Dylan den Literaturnobelpreis erhält, muss man vermutlich nicht mehr die Frage stellen, ob Songtexte zu ernsthafter Literatur gezählt werden können. Das Rappen an sich ist eine textorientierte Kunst mit Prosaeinschlag, die viel mehr Text als der übliche Rock- und Popsong enthält. Und Marčelos Songtexte gehen allemal als Poesie durch. Seine rhythmisierten, sprachlich verdichteten Texte, voller überraschender Wortspiele, Metaphern und weiterer rhetorischer Stilmittel weisen wesentliche Merkmale des Poetischen auf.

 

Vorhang auf für die echte Realityshow

Mit dem einfallsreich-augenzwinkernden Titel Napet šou weckt Marčelo Assoziationen: Napet šou, Muppet Show. Sind die Menschen in Serbien nicht tatsächlich wie Kermit und Miss Piggy Marionetten, die beliebig gesteuert und beeinflusst werden können? Alles ist Show, eine einzige Realityshow, in der Reality das Maß aller Dinge ist. Dem stellt Napet šou eine echte, ehrliche Show gegenüber, eine, die eben die Realität zeigt, während die Realityshows im Fernsehen das Gegenteil zum Ziel haben – alle Aufmerksamkeit von der Wirklichkeit abzuziehen.

Marčelo sieht im Weglaufen vor der eigenen Realität eine Art Kollektiverkrankung, an der die serbische Gesellschaft leidet. Zwar gibt es auch in anderen Ländern Realityshows, jedoch werden sie dort als Zeitvertreib und seichte Unterhaltung angesehen. In Serbien jedoch, wo das durchschnittliche Einkommen ohnehin schon gering ist, gibt man das knappe Geld dafür aus, den Favoriten beim Essen, Waschen, Schlafen zuzusehen?!

Auch serbische Politiker nutzen die Begeisterung für das Format, verwenden in ihren Reden Begriffe aus den Realityshows oder zitieren mittlerweile auch ihre Teilnehmer. Gerade ihnen ist daran gelegen, die perverse serbische Variante des Realitätseffekts – ein Minus und nicht ein Plus an Realität – zu stärken. Marčelo sieht in Reality „das äußerste Exekutivorgan eines Parasiten unserer Mentalität, und dieser nennt sich Estrada“. Estrada beherrscht die Köpfe. In Serbien sind nicht mehr Schriftsteller, Regisseure, Schauspieler, ernstzunehmende Musiker und andere Künstler Idole, sondern die Stars der Realityshows, Kriminelle und Möchtegern-Sängerinnen mit Silikonbrüsten. Gerade an die Jugend, sein Hauptpublikum, richtet sich Marčelo in Napet šou und versucht sie wachzurütteln. Er will aufzeigen, dass sie sich losreißen kann vom Hass und dem von Intoleranz geprägten Klima ihres Landes.

Trotz allem Engagement predigt er dabei nicht. Er will keine Schlüsse ziehen, sondern Diskussionen eröffnen, wenn er sich mit seinen Gastbeiträgern in Bild-Text-Laut-Dialogen über die in den Liedern angesprochenen Themen austauscht. Überall dort, wo Marčelo in Napet šou dann auch mit weniger engagierten Fragen, wie Liebe (Tunel, Komplikovani) oder dem Generationenkonflikt (Baba!), befasst ist, gibt das knjigoalbum den Leser_innen eine kleine Verschnaufpause, ohne dabei weniger ehrlich zu sein.

 

Und wenn der Vorhang fällt…
Mit Napet šou hat Marčelo sein bisher bestes Werk herausgebracht. Während er in seinen vergangenen Texten eher laut und aufgebracht protestiert hat (man denke nur an seinen Track Kuća na promaji auf seinem ersten Album De Facto, das ihn berühmt gemacht hat), kommt er diesmal subtiler und somit viel effektiver daher. Eine literaturkritische Phrase ist hier tatsächlich die beste Beschreibung: Napet šou ist ein reifes Werk eines gereiften Künstlers, der an einem Punkt seiner Karriere angelangt ist, an dem er nichts mehr beweisen muss, sondern seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Vielleicht wird Marčelos angespannte Show nicht die gesellschaftliche Situation verändern, aber eines ist sicher: Sie ist die authentischste Realityshow, die man in Serbien derzeit erleben wird.

 

Šelić, Marko: Napet šou. Beograd: Laguna, 2014.

 

Weitere Literatur von Marko Šelić:
Zajedno sami. Beograd: VEGA media, 2008.
O ljudima, psima i mišima. Beograd: VEGA media, 2009.
Malterego. Beograd: Beoštampa, 2012.

 

Diskographie von Marko Šelić aka Marčelo:
De Facto. Beograd: Bassivity, 2003.
Puzzle Shock!. Beograd: Multimedia Records, 2005.
Treća strana medalje. Beograd: Multimedia Records, 2008.
Deca i sunce. Beograd: Multimedia Records, 2010.

 

Weiterführende Links:
Das komplette Album Napet šou in Marčelos offiziellem YouTube Channel.
Interview mit Marčelo bei seiner Buchpräsentation in Wien am 14.04.2016 (Video in serbischer Sprache).

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Eine Portion Angespanntheit gegen Reality – novinki
Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Eine Por­tion Ange­spannt­heit gegen Reality

Hoffe nicht und ver­zweifle nicht. Im Prinzip hängt nichts von dir selber ab. Hoff­nung und Ver­zweif­lung sind ein und das­selbe, nur von ver­schie­denen Seiten betrachtet. Des­halb ist die anhal­tende Ange­spannt­heit der beste Zustand, in dem man sich befinden kann. Mit seiner Napet šou (dt.: Ange­spannte Show) macht sich der ser­bi­sche Hip-Hop-Schrift­steller Marko Šelić aka Marčelo bereit für das, was kommt.


Als „Marčelo“ ist Marko Šelić in Ser­bien kein Unbe­kannter. Vier Musik­alben und drei Bücher haben dem Musiker und Schrift­steller aus Paraćin Kult­status im ganzen nach-jugo­sla­wi­schen Raum ver­schafft. Ein­ge­fleischte Hip-Hop-Fans, denen er nicht als ‚rich­tiger’ Rapper gilt, lehnen ihn zwar oft ab, alle anderen wie­derum sehen ihn und seinen kri­ti­schen Sprech­ge­sang als authen­ti­sche Stimme des Wider­stands. Wider jeg­li­ches Schub­la­den­denken meldet Marko Šelić sich diesmal mit einem ganz neu­ar­tigen Format, einem knji­goa­lbum (dt.: „Buch­album“) zurück und schreibt darin seine eigenen Regeln. Das Resultat, Napet šou, stellt ein über­zeu­gendes Por­trät der an Rea­li­ty­shows erkrankten ser­bi­schen Gesell­schaft dar, mit wel­chem Marčelo end­gültig das Ter­rain ernst­zu­neh­mender moderner Poesie betritt.

 

Knji­goa­lbum als neue Ausdrucksform

Das Format des knji­goa­lbum ist ein­zig­artig, es ver­eint Musik, Text und Bild. Die Verse aus dem Album werden im Buch in Essays kom­men­tiert und mit Bil­dern illus­triert. Marčelo holt sich für die beglei­tenden Texte auch pro­mi­nente Gäste mit ins Boot. So kom­men­tiert der Psy­cho­loge Vladan Beara im Kapitel Pegla, warum Opfer von Gewalt irgend­wann selbst gewalt­tätig werden. Oder der Musik­kri­tiker Petar Jan­ja­tović erklärt in Muk, wie aus Rock­mu­si­kern Turbo­folker wurden. Auch der bekannte ser­bi­sche Schrift­steller David Alba­hari meldet sich gleich in zwei Kapi­teln zu Wort.

Marčelo ver­steht seine Erfin­dung des „Buch­al­bums” als nost­al­gi­schen Ret­tungs­ver­such. Als man noch Platten oder CDs gekauft statt her­un­ter­ge­ge­laden hat, wurde, so Marčelo, auch dem Mate­rial Auf­merk­sam­keit geschenkt. Das Ritual des Aus­pa­ckens, Ein­le­gens und Booklet-Stu­die­rens erfährt hier eine Hom­mage, die auch einen ver­brei­teten Mar­ke­ting-Trick iro­nisch kom­men­tiert. Manche Musiker in Ser­bien ver­kaufen zusätz­lich zu ihrer Musik Wasch­pulver! Und nicht zuletzt sollen Marčelos (oft sehr junge) Fans für Lite­ratur begeis­tert werden. Dass es ihm nicht um den Ver­kauf geht, ist jeden­falls klar. Das gesamte Album ist auf Marčelos offi­zi­ellem You­Tube-Channel kos­ten­frei verfügbar.

 

Ohr­würmer für Leseratten

Napet šou ist ein State­ment. Marčelo, der Musiker und Schrift­steller, wei­gert sich mit seiner Lite­ratur-Musik, sich kate­go­ri­sieren zu lassen und for­dert beide Felder für sich ein. In einer Zeit, in der Bob Dylan den Lite­ra­tur­no­bel­preis erhält, muss man ver­mut­lich nicht mehr die Frage stellen, ob Song­texte zu ernst­hafter Lite­ratur gezählt werden können. Das Rappen an sich ist eine text­ori­en­tierte Kunst mit Pro­sa­ein­schlag, die viel mehr Text als der übliche Rock- und Pop­song ent­hält. Und Marčelos Song­texte gehen allemal als Poesie durch. Seine rhyth­mi­sierten, sprach­lich ver­dich­teten Texte, voller über­ra­schender Wort­spiele, Meta­phern und wei­terer rhe­to­ri­scher Stil­mittel weisen wesent­liche Merk­male des Poe­ti­schen auf.

 

Vor­hang auf für die echte Realityshow

Mit dem ein­falls­reich-augen­zwin­kernden Titel Napet šou weckt Marčelo Asso­zia­tionen: Napet šou, Muppet Show. Sind die Men­schen in Ser­bien nicht tat­säch­lich wie Kermit und Miss Piggy Mario­netten, die beliebig gesteuert und beein­flusst werden können? Alles ist Show, eine ein­zige Rea­li­ty­show, in der Rea­lity das Maß aller Dinge ist. Dem stellt Napet šou eine echte, ehr­liche Show gegen­über, eine, die eben die Rea­lität zeigt, wäh­rend die Rea­li­ty­shows im Fern­sehen das Gegen­teil zum Ziel haben – alle Auf­merk­sam­keit von der Wirk­lich­keit abzuziehen.

Marčelo sieht im Weg­laufen vor der eigenen Rea­lität eine Art Kol­lek­tiver­kran­kung, an der die ser­bi­sche Gesell­schaft leidet. Zwar gibt es auch in anderen Län­dern Rea­li­ty­shows, jedoch werden sie dort als Zeit­ver­treib und seichte Unter­hal­tung ange­sehen. In Ser­bien jedoch, wo das durch­schnitt­liche Ein­kommen ohnehin schon gering ist, gibt man das knappe Geld dafür aus, den Favo­riten beim Essen, Waschen, Schlafen zuzusehen?!

Auch ser­bi­sche Poli­tiker nutzen die Begeis­te­rung für das Format, ver­wenden in ihren Reden Begriffe aus den Rea­li­ty­shows oder zitieren mitt­ler­weile auch ihre Teil­nehmer. Gerade ihnen ist daran gelegen, die per­verse ser­bi­sche Vari­ante des Rea­li­täts­ef­fekts – ein Minus und nicht ein Plus an Rea­lität – zu stärken. Marčelo sieht in Rea­lity „das äußerste Exe­ku­tiv­organ eines Para­siten unserer Men­ta­lität, und dieser nennt sich Est­rada“. Est­rada [Begriff für die Turbo­folk-Unter­hal­tungs­szene, Anm. d. Red.] beherrscht die Köpfe. In Ser­bien sind nicht mehr Schrift­steller, Regis­seure, Schau­spieler, ernst­zu­neh­mende Musiker und andere Künstler Idole, son­dern die Stars der Rea­li­ty­shows, Kri­mi­nelle und Möch­te­gern-Sän­ge­rinnen mit Sili­kon­brüsten. Gerade an die Jugend, sein Haupt­pu­blikum, richtet sich Marčelo in Napet šou und ver­sucht sie wach­zu­rüt­teln. Er will auf­zeigen, dass sie sich los­reißen kann vom Hass und dem von Into­le­ranz geprägten Klima ihres Landes.

Trotz allem Enga­ge­ment pre­digt er dabei nicht. Er will keine Schlüsse ziehen, son­dern Dis­kus­sionen eröffnen, wenn er sich mit seinen Gast­bei­trä­gern in Bild-Text-Laut-Dia­logen über die in den Lie­dern ange­spro­chenen Themen aus­tauscht. Überall dort, wo Marčelo in Napet šou dann auch mit weniger enga­gierten Fragen, wie Liebe (Tunel, Kom­pli­ko­vani) oder dem Genera­tio­nen­kon­flikt (Baba!), befasst ist, gibt das knji­goa­lbum den Leser_innen eine kleine Ver­schnauf­pause, ohne dabei weniger ehr­lich zu sein.

 

Und wenn der Vor­hang fällt…
Mit Napet šou hat Marčelo sein bisher bestes Werk her­aus­ge­bracht. Wäh­rend er in seinen ver­gan­genen Texten eher laut und auf­ge­bracht pro­tes­tiert hat (man denke nur an seinen Track Kuća na pro­maji auf seinem ersten Album De Facto, das ihn berühmt gemacht hat), kommt er diesmal sub­tiler und somit viel effek­tiver daher. Eine lite­ra­tur­kri­ti­sche Phrase ist hier tat­säch­lich die beste Beschrei­bung: Napet šou ist ein reifes Werk eines gereiften Künst­lers, der an einem Punkt seiner Kar­riere ange­langt ist, an dem er nichts mehr beweisen muss, son­dern seiner Krea­ti­vität freien Lauf lassen kann. Viel­leicht wird Marčelos ange­spannte Show nicht die gesell­schaft­liche Situa­tion ver­än­dern, aber eines ist sicher: Sie ist die authen­tischste Rea­li­ty­show, die man in Ser­bien der­zeit erleben wird.

 

Šelić, Marko: Napet šou. Beo­grad: Laguna, 2014.

 

Wei­tere Lite­ratur von Marko Šelić:
Zajedno sami. Beo­grad: VEGA media, 2008.
O lju­dima, psima i mišima. Beo­grad: VEGA media, 2009.
Mal­te­rego. Beo­grad: Beoštampa, 2012.

 

Diskogra­phie von Marko Šelić aka Marčelo:
De Facto. Beo­grad: Bas­si­vity, 2003.
Puzzle Shock!. Beo­grad: Mul­ti­media Records, 2005.
Treća strana medalje. Beo­grad: Mul­ti­media Records, 2008.
Deca i sunce. Beo­grad: Mul­ti­media Records, 2010.

 

Wei­ter­füh­rende Links:
Das kom­plette Album Napet šou in Marčelos offi­zi­ellem You­Tube Channel.
Inter­view mit Marčelo bei seiner Buch­prä­sen­ta­tion in Wien am 14.04.2016 (Video in ser­bi­scher Sprache).

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