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Es gimpelt

Posted on 3. Dezember 2012 by Friederike Jacob
Der Kinderbuchverlag Gimpel erobert mit hochwertigen Büchern den deutschen Kinderbuchmarkt und zeigt, was dieser von Polen lernen kann.

Ein kleiner Verlag leistet Widerstand

 

Es ist ein bisschen wie bei Asterix und Obelix. Während deutsche und internationale Verlagsketten kleine Verlage aufkaufen und diese ihrerseits immer häufiger die relative Sicherheit unter dem Dach von finanzstarken Branchenriesen der Unabhängigkeit vorziehen, leistet ein Kleinstverlag Widerstand. Der Kinderbuchverlag Gimpel, im Jahr 2006 von Adam Jaromir und Luca Emanueli im niedersächsischen Langenhagen gegründet, kämpft um seinen Platz auf dem deutschen Buchmarkt. Es ist kein leichter Kampf, denn in den letzten Jahren ist die Buchlandschaft auf immer weniger Akteure zusammengeschrumpft. Der Jugendbuchmarkt bildet darin keine Ausnahme, die 15 größten Verlage generieren hier drei Viertel der Umsätze, berichtet das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels. Imperien, so scheinbar die herrschende Meinung in der Branche, überleben Krisenzeiten leichter als widerspenstige Einzelgänger.
Der Gimpel Verlag ist ein klassischer Wohnzimmerverlag. Er lebt vom Enthusiasmus, von der Leidenschaft seiner Gründer für das Büchermachen und von ihrem persönlichen finanziellen Risiko. Anders als die dominanten Großverlage bringt er nicht Buch um Buch heraus, sondern selten und gezielt liebevoll betreute Einzelwerke, seit 2006 lediglich eine Handvoll. Sich auf diese Weise dem hart umkämpften Jugendbuchmarkt stellen zu wollen, ist mutig und wirkt fast schon naiv. Besonders, wenn man wie die Gimpel-Verleger nicht durch ausgetüftelte Non-Book-Artikel oder durch zielgruppenorientierte Reihen, in denen Mädchen „girls“ heißen und gewöhnliche Hauskatzen zu „warrior cats“ werden, überzeugen will. Der Gimpel Verlag geht ein Wagnis ein, denn er macht nur Bücher, ohne medialen Schnickschnack, und anspruchsvolle noch dazu.
Dass manchmal gewinnt, wer wagt, zeigt das herausragende Kinderbuch Blumkas Tagebuch. Unter dem Titel Pamiętnik Blumki 2011 in Polen erschienen, ist es das erste ins Deutsche übertragene Buch der polnischen Autorin und Illustratorin Iwona Chmielewska. Chmielewska, die seit langer Zeit erfolgreich für südkoreanische Verlage arbeitet, legt mit diesem Buch ein einmaliges Werk über ein jüdisches Waisenhaus im Warschau der späten 1930er Jahre vor.
Geleitet wird das Waisenhaus, in dem Blumka lebt und ihr Tagebuch schreibt, vom berühmten polnischen Pädagogen, Arzt und Kinderbuchautor Janusz Korczak. In Korczaks Waisenhaus haben alle die gleichen Rechte und Pflichten – Kinder, Erzieher und sogar der Herr Doktor. Es ist eine Welt, die auf Liebe und Respekt fußt und in der „'klein' keineswegs 'dümmer' oder 'schlechter' bedeutet“. Die Kinder wachsen beschützt und frei auf, ohne Gewalt, Strafen oder Leistungsdruck, und mit erfreulichen Regelmäßigkeiten: Ein Milchzahn bringt 50 Groschen und der Sommer wird im Ferienlager verbracht.
Die visionäre Pädagogik Janusz Korczaks und seine in den Genfer Konventionen ratifizierten Kinderrechte übersetzt Iwona Chmielewska in eine einfache, sehr pointierte Sprache. Grundlegende Fragen zum Umgang mit Kindern werden ebenso charmant lakonisch wie einleuchtend beantwortet: „Der Herr Doktor“, erklärt Blumka, „lässt uns genügend Zeit, damit wir uns erholen. Das Wachsen sei, so sagt er, schließlich keine leichte Arbeit. Das Herz müsse mit den Knochen mithalten .“ Sätze wie diese bilden wohltuende Kontrapunkte zur Aufgeregtheit von Kindererziehung in der modernen Leistungsgesellschaft.
Auch die Schicksale der Waisenkinder vermag Chmielowska mit wenigen Worten in beredten Bildern festzuhalten. Szymek beispielweise ist heute der beste Zwiebelschäler im Waisenhaus. Als er ankam, war er aber ein „Raufbold , der ab und zu Sachen einsteckte und Scheiben zerschlug“ und hatte nichts, worauf er stolz sein konnte. Zygmuś dagegen hat einen ganzen Frühling lang in der Küche geholfen und vom verdienten Geld einen Fisch gekauft. Den Fisch hat er in die Weichsel freigelassen, wofür es natürlich ordentlich Lob gab, besonders, weil Zygmuś immer einen solchen Hunger hat, dass ihm sogar Lebertran schmeckt. Begleitet wird die Geschichte von Blumka und dem Leben im Waisenhaus von Chmielowskas außergewöhnlichen Illustrationen. Sie geben detailgetreu Bekleidung, Einrichtungsgegenstände und Produkte der dreißiger Jahre wieder, erinnern dabei aber in ihrer Präsentation an Street-Art-Verfahren wie Paste-Ups oder Schablonen-Graffitos à la Banksy. Sie sind vielschichtig, eröffnen mit jedem Betrachten eine weitere Nuance, mal eine metallene Dose Schuhcreme, dann einen stilisierten Davidleuchter. Wie in vielen ihrer Arbeiten nutzt Chmielowska auch hier ein grafisches Motiv, das sich in nahezu allen Zeichnungen, überraschend verfremdet, wiederfindet. Eine linierte Schreibheftseite, zweifellos aus Blumkas originalem Tagebuch herausgerissen, verwandelt sich von Seite zu Seite zu immer neuen Objekten, sie taucht als Tischtuch, als Papierflieger, als Harmonika auf.
Die wohlüberlegten, klugen Details in Erzählung und Bebilderung machen Blumkas Tagebuch zu einem ganz besonderen Kinderbuch. 2011 hat es dem Verlag eine Nominierung für den Deutschen Jugendbuchpreis eingebracht und es lässt das ambitionierte verlegerische Vorhaben des Hause Gimpels im allerbesten Licht erscheinen.
Gleiches gilt auch für andere Bücher des Verlags, so zum Beispiel für das großformatige Bilderbuch Fantje (2010), das in der polnischen Co-Edition unter Słoniątko erschienen ist. Das Elefantchen Fantje ist anders als die anderen Elefanten, es ist klein und weiß und so zart, dass es weder „im Schlamm baden noch auf seinem Rüssel musizieren wollte“. Mit Fantje will niemand spielen. Was bleibt da, als sich auf den Weg zu machen und Ausschau nach einem Ort zu halten, an dem kleine weiße Elefanten Freunde finden können?

Wie die Giraffe aus Zarafa (2009) und die Fledermaus aus Tallula – Königin der Nacht (2012) sucht auch Fantje nach Zugehörigkeit, nach seinem Platz in der Welt. Damit steht in den Kinderbüchern des Gimpel-Gründers ein bekanntes Kinderbuchsujet im Mittelpunkt, das der Autor auf behutsame Weise und mit positivem Ausgang umsetzt. Auch wenn Jaromirs Bücher nicht an die Besonderheit von Blumkas Tagebuch heranreichen, sind sie gut erzählte und innovativ illustrierte Beispiele für gelungene Kinderliteratur, die dem Bedürfnis von Kindern nach ermutigenden Erzählwelten entgegenkommen. Und wer würde sich nicht freuen, Fantje schließlich in einer ganzen Herde kleiner, weißer, feiner Elefanten stehen zu sehen – im Meißener Porzellanladen.
Dass die Qualität der Gimpel-Bücher in den Buchläden überzeugt, ist dem Verlag zu wünschen. Besonders, da mit ihm endlich ein Akteur den deutschen Buchmarkt betritt, der eine Brücke zur Kinderliteratur in Polen schlägt. Anderes als in Deutschland erlebt diese Literatur in Polen seit dem Ende des Kommunismus eine erfreuliche Belebung und Vervielfältigung. Kleine unabhängige Verlage wie Dwie Siostry, Muchomor, Bajka, Mila, Hokus-Pokus, Wytwórnia oder Czerwony Konik gelten als Vorreiter, besonders in Sachen Illustration, und ihre Publikationen können den deutschen Kinder- und Jugendliteraturmarkt nur bereichern.

 

Weiterführende Literatur:

Chmielewska, Iwona: Blumkas Tagebuch. Vom Leben in Janusz Korczaks Waisenhaus. Langenhagen 2011.
Jaromir, Adam: Fantje. Illustriert von Gabriela Cichowska. Langenhagen 2010.
Jaromir, Adam: Tallula – Königin der Nacht. Illustriert von Jozef Wilkon. Langenhagen 2012.
Jaromir, Adam: Zarafa. Illustriert von Pawel Pawlak. Langenhagen 2009.

Hauck, Stefan: Vorsichtig weiter. Börsenblatt 2012.

Wiebe, Katja: Überblickstudie über die aktuelle Kinder- und Jugendliteratur in Polen, Russland, Slowenien, Tschechien, der Ukraine, Ungarn im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung. München 2011.

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Es gimpelt – novinki
Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Es gim­pelt

Ein kleiner Verlag leistet Widerstand

 

Es ist ein biss­chen wie bei Asterix und Obelix. Wäh­rend deut­sche und inter­na­tio­nale Ver­lags­ketten kleine Ver­lage auf­kaufen und diese ihrer­seits immer häu­figer die rela­tive Sicher­heit unter dem Dach von finanz­starken Bran­chen­riesen der Unab­hän­gig­keit vor­ziehen, leistet ein Kleinst­verlag Wider­stand. Der Kin­der­buch­verlag Gimpel, im Jahr 2006 von Adam Jaromir und Luca Ema­nueli im nie­der­säch­si­schen Lan­gen­hagen gegründet, kämpft um seinen Platz auf dem deut­schen Buch­markt. Es ist kein leichter Kampf, denn in den letzten Jahren ist die Buch­land­schaft auf immer weniger Akteure zusam­men­ge­schrumpft. Der Jugend­buch­markt bildet darin keine Aus­nahme, die 15 größten Ver­lage gene­rieren hier drei Viertel der Umsätze, berichtet das Bör­sen­blatt des Deut­schen Buch­han­dels. Impe­rien, so scheinbar die herr­schende Mei­nung in der Branche, über­leben Kri­sen­zeiten leichter als wider­spens­tige Einzelgänger.
Der Gimpel Verlag ist ein klas­si­scher Wohn­zim­mer­verlag. Er lebt vom Enthu­si­asmus, von der Lei­den­schaft seiner Gründer für das Bücher­ma­chen und von ihrem per­sön­li­chen finan­zi­ellen Risiko. Anders als die domi­nanten Groß­ver­lage bringt er nicht Buch um Buch heraus, son­dern selten und gezielt lie­be­voll betreute Ein­zel­werke, seit 2006 ledig­lich eine Hand­voll. Sich auf diese Weise dem hart umkämpften Jugend­buch­markt stellen zu wollen, ist mutig und wirkt fast schon naiv. Beson­ders, wenn man wie die Gimpel-Ver­leger nicht durch aus­ge­tüf­telte Non-Book-Artikel oder durch ziel­grup­pen­ori­en­tierte Reihen, in denen Mäd­chen „girls“ heißen und gewöhn­liche Haus­katzen zu „war­rior cats“ werden, über­zeugen will. Der Gimpel Verlag geht ein Wagnis ein, denn er macht nur Bücher, ohne medialen Schnick­schnack, und anspruchs­volle noch dazu.
Dass manchmal gewinnt, wer wagt, zeigt das her­aus­ra­gende Kin­der­buch Blumkas Tage­buch. Unter dem Titel Pamiętnik Blumki 2011 in Polen erschienen, ist es das erste ins Deut­sche über­tra­gene Buch der pol­ni­schen Autorin und Illus­tra­torin Iwona Chmi­e­lewska. Chmi­e­lewska, die seit langer Zeit erfolg­reich für süd­ko­rea­ni­sche Ver­lage arbeitet, legt mit diesem Buch ein ein­ma­liges Werk über ein jüdi­sches Wai­sen­haus im War­schau der späten 1930er Jahre vor.
Geleitet wird das Wai­sen­haus, in dem Blumka lebt und ihr Tage­buch schreibt, vom berühmten pol­ni­schen Päd­agogen, Arzt und Kin­der­buch­autor Janusz Kor­czak. In Kor­c­zaks Wai­sen­haus haben alle die glei­chen Rechte und Pflichten – Kinder, Erzieher und sogar der Herr Doktor. Es ist eine Welt, die auf Liebe und Respekt fußt und in der „‘klein’ kei­nes­wegs ‘dümmer’ oder ’schlechter’ bedeutet“. Die Kinder wachsen beschützt und frei auf, ohne Gewalt, Strafen oder Leis­tungs­druck, und mit erfreu­li­chen Regel­mä­ßig­keiten: Ein Milch­zahn bringt 50 Gro­schen und der Sommer wird im Feri­en­lager verbracht.
Die visio­näre Päd­agogik Janusz Kor­c­zaks und seine in den Genfer Kon­ven­tionen rati­fi­zierten Kin­der­rechte über­setzt Iwona Chmi­e­lewska in eine ein­fache, sehr poin­tierte Sprache. Grund­le­gende Fragen zum Umgang mit Kin­dern werden ebenso char­mant lako­nisch wie ein­leuch­tend beant­wortet: „Der Herr Doktor“, erklärt Blumka, „lässt uns genü­gend Zeit, damit wir uns erholen. Das Wachsen sei, so sagt er, schließ­lich keine leichte Arbeit. Das Herz müsse mit den Kno­chen mit­halten […].“ Sätze wie diese bilden wohl­tu­ende Kon­tra­punkte zur Auf­ge­regt­heit von Kin­der­er­zie­hung in der modernen Leistungsgesellschaft.
Auch die Schick­sale der Wai­sen­kinder vermag Chmie­lowska mit wenigen Worten in beredten Bil­dern fest­zu­halten. Szymek bei­spiel­weise ist heute der beste Zwie­bel­schäler im Wai­sen­haus. Als er ankam, war er aber ein „Rauf­bold […], der ab und zu Sachen ein­steckte und Scheiben zer­schlug“ und hatte nichts, worauf er stolz sein konnte. Zygmuś dagegen hat einen ganzen Früh­ling lang in der Küche geholfen und vom ver­dienten Geld einen Fisch gekauft. Den Fisch hat er in die Weichsel frei­ge­lassen, wofür es natür­lich ordent­lich Lob gab, beson­ders, weil Zygmuś immer einen sol­chen Hunger hat, dass ihm sogar Leber­tran schmeckt. Begleitet wird die Geschichte von Blumka und dem Leben im Wai­sen­haus von Chmie­lowskas außer­ge­wöhn­li­chen Illus­tra­tionen. Sie geben detail­ge­treu Beklei­dung, Ein­rich­tungs­ge­gen­stände und Pro­dukte der drei­ßiger Jahre wieder, erin­nern dabei aber in ihrer Prä­sen­ta­tion an Street-Art-Ver­fahren wie Paste-Ups oder Scha­blonen-Graf­fitos à la Banksy. Sie sind viel­schichtig, eröffnen mit jedem Betrachten eine wei­tere Nuance, mal eine metal­lene Dose Schuh­creme, dann einen sti­li­sierten David­leuchter. Wie in vielen ihrer Arbeiten nutzt Chmie­lowska auch hier ein gra­fi­sches Motiv, das sich in nahezu allen Zeich­nungen, über­ra­schend ver­fremdet, wie­der­findet. Eine linierte Schreib­heft­seite, zwei­fellos aus Blumkas ori­gi­nalem Tage­buch her­aus­ge­rissen, ver­wan­delt sich von Seite zu Seite zu immer neuen Objekten, sie taucht als Tisch­tuch, als Papier­flieger, als Har­mo­nika auf.
Die wohl­über­legten, klugen Details in Erzäh­lung und Bebil­de­rung machen Blumkas Tage­buch zu einem ganz beson­deren Kin­der­buch. 2011 hat es dem Verlag eine Nomi­nie­rung für den Deut­schen Jugend­buch­preis ein­ge­bracht und es lässt das ambi­tio­nierte ver­le­ge­ri­sche Vor­haben des Hause Gim­pels im aller­besten Licht erscheinen.
Glei­ches gilt auch für andere Bücher des Ver­lags, so zum Bei­spiel für das groß­for­ma­tige Bil­der­buch Fantje (2010), das in der pol­ni­schen Co-Edi­tion unter Sło­niątko erschienen ist. Das Ele­fant­chen Fantje ist anders als die anderen Ele­fanten, es ist klein und weiß und so zart, dass es weder „im Schlamm baden noch auf seinem Rüssel musi­zieren wollte“. Mit Fantje will nie­mand spielen. Was bleibt da, als sich auf den Weg zu machen und Aus­schau nach einem Ort zu halten, an dem kleine weiße Ele­fanten Freunde finden können?

Wie die Giraffe aus Zarafa (2009) und die Fle­der­maus aus Tal­lula – Königin der Nacht (2012) sucht auch Fantje nach Zuge­hö­rig­keit, nach seinem Platz in der Welt. Damit steht in den Kin­der­bü­chern des Gimpel-Grün­ders ein bekanntes Kin­der­buchs­ujet im Mit­tel­punkt, das der Autor auf behut­same Weise und mit posi­tivem Aus­gang umsetzt. Auch wenn Jaro­mirs Bücher nicht an die Beson­der­heit von Blumkas Tage­buch her­an­rei­chen, sind sie gut erzählte und inno­vativ illus­trierte Bei­spiele für gelun­gene Kin­der­li­te­ratur, die dem Bedürfnis von Kin­dern nach ermu­ti­genden Erzähl­welten ent­ge­gen­kommen. Und wer würde sich nicht freuen, Fantje schließ­lich in einer ganzen Herde kleiner, weißer, feiner Ele­fanten stehen zu sehen – im Mei­ßener Porzellanladen.
Dass die Qua­lität der Gimpel-Bücher in den Buch­läden über­zeugt, ist dem Verlag zu wün­schen. Beson­ders, da mit ihm end­lich ein Akteur den deut­schen Buch­markt betritt, der eine Brücke zur Kin­der­li­te­ratur in Polen schlägt. Anderes als in Deutsch­land erlebt diese Lite­ratur in Polen seit dem Ende des Kom­mu­nismus eine erfreu­liche Bele­bung und Ver­viel­fäl­ti­gung. Kleine unab­hän­gige Ver­lage wie Dwie Sio­stry, Muchomor, Bajka, Mila, Hokus-Pokus, Wyt­wórnia oder Czer­wony Konik gelten als Vor­reiter, beson­ders in Sachen Illus­tra­tion, und ihre Publi­ka­tionen können den deut­schen Kinder- und Jugend­li­te­ra­turmarkt nur bereichern.

 

Wei­ter­füh­rende Literatur:

Chmi­e­lewska, Iwona: Blumkas Tage­buch. Vom Leben in Janusz Kor­c­zaks Wai­sen­haus. Lan­gen­hagen 2011.
Jaromir, Adam: Fantje. Illus­triert von Gabriela Cichowska. Lan­gen­hagen 2010.
Jaromir, Adam: Tal­lula – Königin der Nacht. Illus­triert von Jozef Wilkon. Lan­gen­hagen 2012.
Jaromir, Adam: Zarafa. Illus­triert von Pawel Pawlak. Lan­gen­hagen 2009.

Hauck, Stefan: Vor­sichtig weiter. Bör­sen­blatt 2012.

Wiebe, Katja: Über­blick­studie über die aktu­elle Kinder- und Jugend­li­te­ratur in Polen, Russ­land, Slo­we­nien, Tsche­chien, der Ukraine, Ungarn im Auf­trag der Robert-Bosch-Stif­tung. Mün­chen 2011.

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