Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Sla­wistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Aus­bruch aus dem Unbe­wussten

Ein Inter­view mit Dalibor Šimp­raga

 

Der Autor Dalibor Šimp­raga (*1969) lebt in seiner Geburts­stadt Zagreb, wo er haupt­be­ruf­lich als Kul­tur­re­dak­teur der Zeit­schrift Globus arbeitet.

Simpraga

Bekannt wurde er für seine Kaf­fee­chen (Kavice), Kurz­ge­schichten im Zagreber Slang, die er in den 1990er Jahren unter einem Pseud­onym im Internet ver­öf­fent­lichte. Gemeinsam mit seinem Schrift­stel­ler­kol­legen Igor Štiks gab er das Buch 22 im Schatten, eine Antho­logie junger kroa­ti­scher Prosa der 1990er Jahre,heraus. 2003 war er Mit­be­gründer der Lite­ra­tur­zeit­schrift Phantom der Frei­heit, die Neues aus der lite­ra­ri­schen und intel­lek­tu­ellen Szene prä­sen­tiert. Für sein Roman­debüt Ana­stasia erhielt er 2008 den der­zeit höchst­do­tierten kroa­ti­schen Lite­ra­tur­preis roman@tportal.hr.

 

novinki: In den 1990er Jahren hast Du Dir eine Dop­pel­iden­tität als „Andrej Puplin“ zuge­legt. Wie kam es zu diesem Spiel mit Iden­ti­täten, der Mys­ti­fi­ka­tion von Autor­schaft?

 

Dalibor Šimp­raga: Ich stellte fest, dass Angaben zu Autoren einzig in einem kurzen Ver­merk auf dem Klap­pen­text eines Buches zu finden waren oder aber direkt unter der Ver­öf­fent­li­chung in einer Zeit­schrift – ich spreche natür­lich von der Zeit vor dem Internet. Damals kam es in Kroa­tion selten vor, dass zu den Infos auch noch die Foto­grafie des Schrift­stel­lers abge­druckt wurde, schon gar nicht, wenn es sich um junge Lite­raten han­delte, die weder cele­bri­ties waren noch Inter­views in Zeit­schriften gaben. Also wagte ich ein Expe­ri­ment und dachte mir eine neue Autoren­per­sön­lich­keit aus.1995 begann ich, Kurz­ge­schichten im Zagreber Slang zu schreiben und diese unter dem Namen Andrej Puplin zu ver­öf­fent­li­chen. Dann pas­sierte etwas, was ich so nicht erwartet hatte. Ver­mut­lich lag es am spe­zi­fi­schen Humor und an der sub­ver­siven The­matik dieser Texte, also an der Art und Weise, wie hier mit der aktu­ellen Politik und den staat­li­chen „Wahr­heiten“ umge­gangen wurde – die Kurz­ge­schichten erfreuten sich jeden­falls wach­sender Popu­la­rität. Puplins Texte dienten als Vor­lage für ein Mono­drama, das sogar ver­filmt wurde. Also ent­schied ich mich, das Spiel fort­zu­setzen. Ich führte mit diesem ver­meint­li­chen Schrift­steller ein Inter­view für eine Lite­ra­tur­zeit­schrift – die Täu­schung war per­fekt.
Als ich mich viele Jahre später dazu ent­schied, die Geschichten gesam­melt zu ver­öf­fent­li­chen, stimmte ich, ein wenig auch unter dem Ein­fluß des Her­aus­ge­bers Nenad Popović, zu, unter das Buch Andrej Puplins Kaf­fee­chen meinen Namen zu setzen. Das Spiel war nun eine Sache der Ver­gan­gen­heit, und zum Zeit­punkt der Ver­öf­fent­li­chung, also 2002, wußten bereits viele, dass ich der eigent­liche Ver­fasser von Puplins Texten war. Den­noch habe ich jenes Inter­view mit Puplin ange­fügt, als Appendix sozu­sagen, der dem Ganzen Züge des post­mo­der­nis­ti­schen Spiels und lite­ra­ri­scher Kom­bi­na­torik ver­leiht.

 

n.: Auch der Held Deines Romans Ana­stasia gehört zu der 1990er-Genera­tion: Goran Kanevski, 30 Jahre alt, Stu­dium der Kunst­ge­schichte, wohn­haft in Zagreb bei seiner Mutter, befangen in der Liebe, ver­strickt in Träumen und deren Aus­deu­tungen. Gorans Geschichte erzählst Du aller­dings mehr­schichtig: die real-fik­tive wird durch eine geschicht­lich-ima­gi­näre und eine phan­tas­ti­sche Ebene kom­ple­men­tiert.

 

Š.: Genau. Ich glaube, die nackte Erzäh­lung von einem jungen Mann, der im Zagreb der 1990er ohne Ori­en­tie­rung vor sich hin­lebt, hätte kaum jemanden in Kroa­tien, geschweige denn jen­seits der Lan­des­grenzen inter­es­siert. Als der Roman Ana­stasia erschien, waren bereits um die zehn Pro­sa­bände auf dem Markt, die von des­ori­en­tierten Men­schen han­delten. Das Thema der Tran­si­ti­ons­rea­lität sowie der Kriegs- und Nach­kriegs­t­rau­mata galt sogar als Trend in der Lite­ratur. Die Lite­ra­tur­kritik hatte dafür bereits einen Namen gefunden, sie nannte das „Wirk­lich­keits­prosa“. Das heißt wohl nichts anderes, als sich gut auf „Rea­lismus“, „Neo­rea­lismus“, „Natu­ra­lismus“ usw. zu ver­stehen. Aber darin liegt doch kein neuer, post­so­zia­lis­ti­scher Ansatz. Als Autor hätte ich jeden­falls kein Inter­esse, dieses Schema zu bedienen.Das Schreiben über die „ver­lo­rene Genera­tion“ bildet in Ana­stasia ledig­lich das Fun­da­ment für eine kom­plexe Roman­struktur, die sich aus meh­reren Erzäh­strängen zusam­men­setzt: den Träumen der Haupt­figur Goran Kanevski, ein psy­cho­ana­ly­ti­scher Bericht über die The­rapie, der er sich unter­worfen hat, die Erzäh­lung vom byzan­ti­schen Alche­misten Kon­stantin, die wie­derum ein Roman ist, den Goran schreibt usw. Alle Neben­fi­guren, also der Psych­iater, der Alche­mist usw., sind alle­samt Gorans alter ega.

 

n.: Und da wäre noch Mehmet Karagöz – Gorans alter ego aus dem Bos­nien des 16. Jahr­hun­derts…

 

Š.: Zunächst einmal hat die Erzäh­lung von Mehmet Karagöz und der Zer­stö­rung der Alten Brücke von Mostar im Jahre 1993 eine große sym­bo­li­sche Bedeu­tung. Sie ist des­halb im Roman auch an zen­traler Stelle posi­tio­niert und ideo­lo­gisch mächtig auf­ge­laden. Die Zer­stö­rung der Brücke ist ein Ver­bre­chen, das von kroa­ti­scher Seite in den krie­ge­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zungen von 1991–1995 begangen wurde.
Mehmet Karagöz, im Roman der Enkel des erwähnten Alche­misten, ist also eine wei­teres alter ego der Haupt­figur. Er dient als Meta­pher für einen Men­schen, der aus dem Unver­mögen, etwas Bedeut­sames zu erschaffen, in einem her­aus­ra­genden Kunst­werk von anderer Hand ein geheimes Zei­chen hin­ter­läßt, in der Hoff­nung, dass es irgend­je­mand irgend­wann zu ent­schlüs­seln vermag. Die Ana­logie zwi­schen der Alten Brücke und dem Roman Ana­stasia ist hier kei­nes­wegs zufällig.

 

n.: Dein Roman ver­zeichnet an meh­reren Stellen tek­to­ni­sche Brüche, die für den Bal­kan­raum schick­sals­trächtig waren. Neben dem Fall der Alten Brücke in Mostar unter den Geschossen der HVO meine ich kon­kret den „Fall“ der Hagia Sophia unter Sultan Mehmet II. Geo­po­li­ti­sche Umschich­tungen und die Demü­ti­gung dieser (archi­tek­to­ni­schen) Schön­heiten gehen hier Hand in Hand.

 

Š.: Das stimmt. Ins­be­son­dere bei Nationen, die arm an archi­tek­to­ni­schen Remakes sind, nehmen der­ar­tige Bau­werke einen beson­deren Platz ein. Sie sind der Beweis für heu­tige und frü­here Zivi­li­sa­tionen, die sich im Raum über­la­gerten. Wenn ein Krieg oder ein Erd­beben nun ein sol­ches Meis­ter­werk der Ewig­keit ver­nichtet, ruft dies, wie der Tod von Men­schen, ein kol­lek­tives Trauma hervor.Nun weckt das Ver­schwinden von bau­li­chen Schön­heiten, der archi­tek­to­ni­schen Epi­pha­nien, in mir auch per­sön­liche Gefühle. Ich emp­finde immer Trauer oder Unbe­hagen, ganz gleich ob es sich um die Buddha-Sta­tuen von Bamiyan, die durch die Taliban zer­stört wurden, Monte Cas­sino, das im Zweiten Welt­krieg zer­stört wurde, die Nase der Sphinx, die Napo­leons Sol­daten zer­malmt haben sollen, oder eben die Alte Brücke in Mostar han­delt. Mir fällt es schwer, eine Erklä­rung für dieses Gefühl zu finden. Es scheint unrea­lis­tisch, und doch ist es wirk­lich da. Das Gefühl über­kommt mich jeden­falls auch, wenn ich an den römi­schen Aquä­dukt denke, der vor 2000 Jahren erbaut wurde und ganz in der Nähe des Hauses von meinem Vater in seinem dal­ma­ti­ni­schen Dorf ent­lang­führte. Leider ist er nicht erhalten geblieben. Im Roman habe ich meine Gefühls­lage in das Zer­stö­rungs­motiv ein­ge­schrieben.

 

n.: Kommen wir zurück zu Deinem Helden der „ver­lo­renen Genera­tion“, der sich ja auf einer Art Selbst­fin­dungs­trip befindet. Warum läßt du Goran gerade mit Hilfe der Psy­cho­ana­lyse der Frage nach dem Sinn seines Lebens nach­spüren?

 

Š.: Im Roman dient mir die Psy­cho­ana­lyse als eine Metode zur Ent­de­ckung neuer Kon­ti­nente in sich selbst. Diese kar­to­gra­phi­sche Arbeit kann aus­ge­spro­chen heilsam sein, vor­aus­ge­setzt, das Ziel besteht nicht darin, sich aus nar­zis­ti­schen Trieben mit sich selbst zu befassen, son­dern weil einen wirk­lich etwas quält und nicht leben läßt. Die Traum­deu­tung kann, wie auch andere irra­tio­nale Erkennt­nis­me­thoden, etwa die Astro­logie oder Tarot, eine solide Methode der Hei­lung und Befreiung sein: von inneren Zwängen und aus Dilem­mata, von per­sön­li­chen Kom­plexen und emo­tio­nalen Knoten usw. Genau das ist das Thema des Romans: Wie kann man sich befreien? Was heißt: Wie schafft man es, nicht in der Illu­sion zu leben? Wie kann man sich von den fatalen Folgen einer Illu­sion befreien, egal ob diese nun aus einer Lie­bes­be­zie­hung oder der Ehe, der Reli­gion oder der Ver­tei­di­gung eines Kai­ser­reichs herrührt?Darüber hinaus hat der psy­cho­ana­ly­ti­sche Bericht im Roman noch eine rein prag­ma­ti­sche Funk­tion. Diese Erzähl­technik ermög­licht es, über den Helden noch eine andere Wahr­heit mit­zu­teilen, der sich dieser gar nicht bewußt ist, und zwar ohne den Text selbst mit apo­dik­ti­schen Kom­men­taren von der Sorte „er denkt, er sei so, doch ich, der Erzähler, finde, dass er eigent­lich so ist“ zu beschweren. Um nur ein Bei­spiel zu nennen: Die Haupt­figur Goran Kanevski führt seit Jahren eine Art „ero­ti­sche Freund­schaft“, er hat, wie man das nennt, seine fuck buddy gefunden, ein häu­figes Motiv der Män­ner­phan­tasie. Aus der Per­spek­tive des Psy­cho­ana­ly­ti­kers wird nun aller­dings auf­ge­deckt, dass es sich dabei kei­nes­falls um eine unver­bind­liche Bezie­hung han­delt, son­dern viel­mehr um eine Form starker emo­tio­naler Abhän­gig­keit.

 

n.: Zu einem Zeit­punkt, da man vie­ler­orts in Zagreb ein klares „Nein“ zum Balkan hört, begibt sich Dein Held aus­ge­rechnet nach Make­do­nien, dem Land seiner Ahnen. Warum begeis­tert sich Goran gerade für die byzan­ti­ni­sche Kultur und schreibt, wie du vorhin erwähnt hast, einen Roman über den Alche­misten Kon­stantin?

 

Š.: Die These, der Balkan sei des Unbe­wußte West­eu­ropas, ist nicht neu. Für die west­li­chen Teile des ehe­ma­ligen Jugo­sla­wiens wie­derum, für Slo­we­nien und Kroa­tien, ja sogar für Bos­nien und die Her­ze­go­wina, ver­kör­pern Ser­bien und Make­do­nien das Unbe­wußte. Der Auf­bruch in das Herz des Bal­kans ver­kör­pert den Abstieg in den Unter­grund, in das Unbe­wußte. Es ist im Übrigen das gleiche Unbe­wußte, das Goran Kanevski wäh­rend seiner Psy­cho­ana­lyse durch­quert, denn die Traum­deu­tung ist eine Art Abstieg in das eigene Unbe­wußte. Und das ist wie­derum ein uraltes Motiv: Odys­seus, der in den Hades, oder Dante, der in die Hölle hin­ab­steigt. Diese Erfah­rung ist – wenigs­tens haben uns das Freud, C. G. Jung und ihre Nach­folger gelehrt – für die Rei­ni­gung und Hei­lung innerer Knoten erfor­der­lich. Der Held des Romans, den Goran Kanevski schreibt, ist nicht zufällig ein Alche­mist, denn auch dieser sucht nach einer „Lösung“, nach einer Formel zur Ret­tung.

 

n.: Der kon­zen­tri­sche Roman­aufbau von Ana­stasia, das Erzählen von his­to­ri­schen Momenten, das Balan­cieren zwi­schen Gut und Böse – das erin­nert alles an Ivo Andrić. Dein Roman stellt auch andere inter­tex­tu­elle Bezüge her, etwa zu Stefan Zweig, und er hat einen Hauch von Zah­len­mystik. Wel­chen Tra­di­tionen in der Lite­ratur fühlst Du Dich ver­bunden?

 

Š.: Ich bevor­zuge Schrift­st­steller, die kom­plexe nar­ra­tive, ja enzy­klo­pä­di­sche Stuk­turen ent­werfen. Aber es darf nicht auf „l’art pour l’art“ hin­aus­laufen. Auch wenn mit der Roman­ar­chi­tektur gespielt wird, darf der Bezug zum außer­li­te­ra­ri­schen Leben nicht ver­loren gehen. Solche Romane unter­scheiden sich stark von der so genannten „Lite­ratur aus dem Super­markt“, also der leichten Lek­türe. Es han­delt sind um Werke, die sich für eine Sache enga­gieren, aber den­noch mit inter­tex­tu­ellen Bezügen arbeiten und auf ihre Art und Weise magisch bleiben.Von den Klas­si­kern des west­li­chen Kanons bevor­zuge ich Schrift­steller wie Stendhal, Goethe, Flau­bert, Joyce, Thomas Mann… Diese Liste klingt etwas alt­mo­disch, aber gerade diese Autoren scheinen mir heute noch absolut modern. Aus den Reihen der neuen so genannten lite­ra­ri­schen „Enzy­klo­pä­disten“ favo­ri­siere ich John Fowles und Thomas Pyn­chon. Ich mag aber auch Autoren, die im Hin­blick auf die Kom­po­si­tion keine große Ambi­tionen zu hegen scheinen und den­noch sehr kom­plex schreiben: Michel Tour­nier, John Updike, J. D. Salinger. Von den Jüngsten sind auf meiner Liste der ita­lie­ni­sche Schrift­steller Nic­colò Amma­niti und Jona­than Franzen, der „ame­ri­ka­ni­sche Tol­stoj“, dessen Werk The Cor­rec­tions mir die Hoff­nung zurückgab, dass die Zeit der großen Romane noch nicht vorbei ist.

 

n.: Und worin liegt aus Deiner Sicht heute das Poten­tial der kroa­ti­schen Lite­ratur?

 

Š.: Diese Frage läßt sich ganz ver­schieden beant­worten. Einer­seits sind die Romane und Erzähl­bände der letzten zehn Jahre, zumin­dest im Hin­blick auf das quan­ti­ta­tive Angebot und die Viel­falt an Themen, ein Phä­nomen des Lite­ratur-Booms, den es in dieser Form in Kroa­tien noch nicht gegeben hat. Es schreiben Alte und Junge, Haus­frauen und Uni­ver­si­täts­pro­fes­soren, Jour­na­listen und Sol­daten, Diplo­maten und die Ehr­frauen von Fuß­ball­spie­lern, sie schreiben alle­samt über Gott und die Welt. Dar­unter findet man auch einige Titel, die es sich wirk­lich zu lesen lohnt. Ande­rer­seits hat die kroa­ti­sche Lite­ratur ein tou­ris­ti­sches Poten­tial. Ich meine das ohne Ironie. Bevor ich ins Aus­land fahre, lese ich gern einen zeit­ge­nös­si­schen Schrift­steller oder schaue mir einen Film aus diesem Land an, und zwar aus dem banalen Grund, dass Lite­ratur und Film viel besser Aus­kunft über mein Rei­se­ziel geben, als die übli­chen tro­ckenen Daten aus dem Internet. Der Roman Schnee von Orhan Pamuk etwa ver­mit­telt einen Ein­blick in die Türkei, der so in keinem Rei­se­führer zu finden ist. Ebenso emp­fielt es sich, ein kroa­ti­sches Buch zur Hand zu nehmen, wenn man zum Som­mer­ur­laub an die Adria fährt – es wird jeden­falls kein Fehl­griff sein.

 

22 u hladu: Anto­lo­gija nove hrvatske proze 90-ih. Zagreb: Celeber 1999. (gemeinsam mit Igor Štiks)
Kavice Andreja Puplina. Zagreb-Sara­jevo-Cetinje: Durieux 2002.
Ana­stasia. Zagreb-Sara­jevo-Cetinje: Durieux 2007.

 

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