Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Sla­wistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Ernüch­te­rungen in Zagreb

Kroa­tiens „lost genera­tion“ und ihr Chro­nist Edo Popović

 

Izlaz Zagreb Jug (Aus­fahrt Zagreb Süd) und Oči (Kalda): Zwei Romane, mit denen Popović ein Por­trät seiner Genera­tion vor­legt und die gesell­schaft­li­chen Trans­for­ma­tionen in Kroa­tien und Zagreb fühlbar macht. Mit bei­ßendem Witz werden hier die Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit und die Des­in­te­gra­tion durch die neuen Ver­hält­nisse beschrieben.

In Kroa­tien wurde Edo Popović durch seine Kriegs­re­por­tagen in den 1990er Jahren bekannt, seit dem Roman Ponoćni Boogie – zu deutsch „Mit­ter­nachts­boogie“ – gilt er als einer der inter­es­san­testen Erzähler seiner Genera­tion. Doch auch zuvor ist Edo Popović kein Unbe­kannter: Geboren wurde er 1957 in Bos­nien-Her­ze­go­wina, lebte seit 1968 in Zagreb und war Mit­be­gründer von Quorum, einer zen­tralen Lite­ra­tur­zeit­schrift in Jugo­sla­wien.

Sein Roman Izlaz Zagreb jug dessen Titel auf Hubert Selbys Last Exit to Brooklyn (1964) ver­weist, erschien 2003, wurde von der kroa­ti­schen Lite­ra­tur­kritik begeis­tert auf­ge­nommen und 2006 von Alida Bremer ins Deut­sche über­setzt. Er erschien unter dem wort­ge­treu über­setzten Titel Aus­fahrt Zagreb-Süd bei Voland & Quist (www.voland-quist.de). 2008 folgte ein wei­terer Roman mit dem Titel Kalda.
Die beiden Romane weisen bezüg­lich sti­lis­ti­scher und inhalt­li­cher Ele­mente große Ähn­lich­keiten auf. Die zen­trale Figur ist jeweils ein schei­ternder Künstler – in einem Fall ein Schrift­steller, im anderen ein Foto­graf. Die auto­bio­gra­phi­sche Fär­bung ist mit­unter nicht zu über­sehen: Popović führt in Aus­fahrt Zagreb Süd zwei Schrift­steller seiner Genera­tion vor, die in ihrem pri­vaten und gesell­schaft­li­chen Schei­tern der bis­sigen Ironie des Autors preis­ge­geben werden. Die Haupt­figur in Kalda weist offen­sicht­liche Par­al­lelen zu Popo­vićs Bio­gra­phie auf: Beide kommen aus Bos­nien-Her­ze­go­wina, ver­bringen ihre Jugend in Zagreb und arbeiten in den 1990er Jahren als Kriegs­re­porter.

 

Die Romane sind vor allem im Hin­blick auf die aus­ge­feilten Figu­ren­ent­würfe ver­gleichbar und auf­ein­ander beziehbar, lassen sich also als inhalt­liche Fort­füh­rungen oder Erwei­te­rungen lesen. Denn Popović beschreibt in beiden Romanen Lebens­skizzen jener, die durch den Krieg ihre Illu­sionen ver­loren haben und in der neuen kapi­ta­lis­ti­schen Ord­nung Kroa­tiens auf der Ver­lie­rer­seite gelandet sind. Das Auf­wachsen im Sozia­lismus, der Krieg und die von Kor­rup­tion, Arbeits­lo­sig­keit und trau­ma­ti­schen Erin­ne­rungen geprägte Nach­kriegs­zeit bilden den Hin­ter­grund für das Schlin­gern seiner Prot­ago­nisten durch zwi­schen­mensch­liche und finan­zi­elle Kata­stro­phen. Sie erin­nern an die von Dou­glas Cou­p­land als Genera­tion X sprich­wört­lich gewor­denen ame­ri­ka­ni­schen Sla­cker der 1980er und ‑90er Jahre und deren Unfä­hig­keit, sich mit ihrer Gesell­schaft zu iden­ti­fi­zieren. Im Unter­schied zu diesen sind Popo­vićs Prot­ago­nisten jedoch ein paar Jahr­zehnte zu alt für ihre pubertär-rebel­li­sche Atti­tüde.

In Aus­fahrt Zagreb Süd begegnet dem Leser der ständig trin­kende ehe­ma­lige Erfolgs­autor Baba, der nach dem frus­trie­renden Brotjob bei einer Zei­tung in seiner Stamm­kneipe die Zeit absitzt und die schä­bige Ein­rich­tung und die spe­ckigen Finger der Kell­nerin als Oasen der Authen­ti­zität Zagrebs hoch­leben lässt. Seine Lie­bes­be­zie­hung mit einer wei­teren Roman­figur Vera, ist durch die Trin­kerei längst zer­stört, und so sitzt er an der Bar, mit einer “Scheiß­angst, nach Hause zu gehen. Die Angst vorm Nach­hau­se­gehen ist eine uner­forschte Krank­heit. Sie wird aus uner­find­li­chen Gründen völlig ver­nach­läs­sigt, und im Unter­schied zu anderen Ängsten hat sie keinen medi­zi­ni­schen Status. Sie hat nicht mal einen Namen. Wie kuriert man sich von einer namen­losen Krank­heit, die von der Medizin igno­riert wird?”

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Der zweite ver­hin­derte Schrift­steller des Romans ist Robi. Von einem Mut­ter­kom­plex geplagt und finan­ziell von den Eltern abhängig, leitet er einen Buch­laden, in dem kaum etwas gekauft wird außer Lebens­rat­geber. Mit seinen kul­tur­pes­si­mis­ti­schen Schimpf­ti­raden pflegt er seine spär­liche Kund­schaft zu ver­prellen, bis sich eine junge Frau durch sein intel­lek­tu­elles Schau­laufen zunächst beein­dru­cken lässt. Pro­totyp für Popo­vićs Kon­sum­kritik ist der ehe­ma­lige Anwalt Kančeli, der sich in ein Ere­mi­ten­da­sein in seine Woh­nung zurück­ge­zogen hat: “Stellt euch einen Typen vor, der Strom, Telefon, Fern­seher, Com­puter und Ähn­li­ches abge­schafft hat, heut­zu­tage, wo jeder Nichts­nutz über eine erheb­liche Anzahl sol­cher neu­mo­di­schen Strah­len­quellen ver­fügt. Jemanden, der sagt: Wozu brauch ich das alles? Ich brauch das nicht. Von sol­chen Sachen, von all diesen Bil­dern, Geräu­schen und Infor­ma­tionen bekomme ich nur Kopf­schmerzen.” Wie sein Freund Baba ist Kančeli ein hef­tiger Trinker. Als er beschließt, damit auf­zu­hören, macht er dies mit größt­mög­li­cher Selbst­be­stim­mung und scheinbar unbe­schwert, sein Kurz­be­such in einer Ent­zugs­klinik wird zur Farce. Tee bereitet er mit dem Cam­ping­ko­cher zu und der Hanf gedeiht und grünt auf dem Fens­ter­brett. Das Not­wen­digste ver­dient er – dras­tisch über­qua­li­fi­ziert – beim Säu­bern von Fischen auf dem Markt oder von Autos in der Wasch­an­lage. Die schein­bare Selbst­zu­frie­den­heit wird aber durch die Erin­ne­rung an Tochter und Frau durch­bro­chen, die er wegen seines Alko­ho­lismus ver­loren hat.
Babas Frau Vera sehnt das Ende der Bezie­hung herbei und gra­tu­liert sich selbst zu ihrem 40. Geburtstag: “Prost, ihr Augen­ringe, erhob sie die Tasse vor dem Spiegel. Es ist echt unglaub­lich, wie gut ihr mir steht. Alle Ach­tung. Ein Prosit auch auf euch, ihr Falten, ich bin stolz auf euch und liebe euch alle. Ich werde alt, na und, fuhr sie den Spiegel an. Die Jahre, mein Freund­chen, sind kein Pro­blem, keine Kata­strophe, ganz im Gegen­teil, sie sind ein her­vor­ra­gender Schutz vor den Män­nern, wenn du es noch nicht gewusst haben soll­test.” Die Erin­ne­rung an ihre ver­gan­gene Jugend wärmt sie in einem E‑Mail-Ver­kehr mit einem emi­grierten alten Freund auf. Für dessen Ver­klä­rung der guten Zeit mit der alten Clique hat sie eine Menge Zynismus parat, den­noch hält sie diese Kon­ver­sa­tion für “bil­liger als eine The­rapie”.
Stjepan, ein ehe­ma­liger Matrose und Gast­ar­beiter auf den Bau­ge­rüsten Deutsch­lands ver­sucht das Leben von der ange­nehmen Seite zu betrachten. Er beginnt eine zunächst rein sexu­elle Bezie­hung mit Magda. Als Magda später ver­schwunden scheint, sucht er sie ver­zwei­felt und stellt erstaunt fest, dass er tie­fere Gefühle für sie hegt.

Die Figuren des Romans erzählen ihren Alltag selbst. In einer Mon­tage aus inneren Mono­logen und direkten Reden lassen sie den Leser an ihrer Sicht auf ihre Umge­bung teil­haben. Die Aus­las­sung von Satz­zei­chen, abrupte und unmar­kierte Wechsel zwi­schen direkter und indi­rekter Rede, ver­knappte Sätze und Halb­sätze und der Per­spek­ti­ven­wechsel werden so zu einem Sprach­fluss, der Bewusst­sein, Beob­ach­tung und Gefühl auf unmit­tel­barem Weg wie­der­gibt. Darin liegt auch die beson­dere Stärke von Aus­fahrt Zagreb Süd: Die scheinbar unge­fil­terte Emo­tion wird durch immer wieder unter­bro­chene Gedan­ken­stränge und kurz­at­mige Dia­loge an den Leser wei­ter­ge­reicht, wodurch die bru­tale Ehr­lich­keit und der bis­sige Humor ihre Wir­kung ent­falten.

Die viel­fältig aus­ge­formten Cha­rak­tere sind kunst­voll mit­ein­ander ver­woben. Nicht nur werden alle in Eigen- und Fremd­per­spek­tive, bzw. durch Innen- und Außen­an­sicht je nach Kapitel für den Leser greif­barer. Sie bilden gemeinsam das Mosaik einer Gemein­schaft, die zahl­reiche Schnitt­stellen auf­weist: So treffen, streiten, betrinken und beschimpfen sich die Figuren, sind Freunde oder Rivalen, stehen in unter­schied­lich inten­siven Bezie­hungen zuein­ander. Durch das regel­mä­ßige Wie­der­auf­tau­chen der Figuren, ob in Gesprä­chen oder in per­sona ent­steht beim Leser der Ein­druck, Ein­blicke in einen in sich ver­netzten Mikro­kosmos zu erhalten, für den die Peri­pherie Zagrebs eine ideale, abgrenz­bare Bühne bietet. Die Geschichten sind fest in einem Viertel ver­an­kert, der Schau­platz bestimmt die Men­schen und damit den Text maß­geb­lich, auch wenn die Themen uni­ver­sell sind. Der Autor lässt am Ort der Gescheh­nisse keinen Zweifel, das Viertel Utrine, die Stra­ßen­namen, die Märkte und Cafés, sie sind alle nament­lich genannt.
Aus­fahrt Zagreb Süd ist ein Groß­stadt­roman über Zagreb, das in den Nach­wehen des natio­na­lis­ti­schen Wahns ein kleines Refu­gium des Rück­zugs dar­stellt. Der Krieg wird zwar nur gestreift, sein Schatten lastet den­noch ständig über der Stadt und ihren Men­schen. Popović belässt seinen Figuren die Mög­lich­keit auf ein glück­li­ches Wei­ter­wurs­teln, es ergeben sich neue Kon­stel­la­tionen und Chancen. Nicht ohne Ironie heißt es gegen Ende: “Dies ist eine Geschichte mit Happy End. Wie schon Blaise Cen­drars sagte: Traurig zu sein, ist zu leicht, zu blöd, zu bequem, ist nicht schlau und liegt immer auf der Hand.”

Auch Ivan Kalda, der Prot­ago­nist und Ich-Erzähler des gleich­na­migen Romans, ver­sucht sein tur­bu­lentes Leben zu rekon­stru­ieren – eine ver­wi­ckelte Ange­le­gen­heit: die Kind­heit ohne Vater, die Jugend mit zu vielen Drogen und zu wenig Sex, das Über­leben als Foto­graf im Krieg und im darauf fol­genden Tur­bo­ka­pi­ta­lismus. Kalda wächst in Dubrava, einem Arbei­ter­viertel Zagrebs, auf. Er war alles andere als ein Wunsch­kind, so hin­ter­fragt er die Inten­tionen seiner Eltern auf skur­rile Weise: “Mal ganz ehr­lich, fragst du dich nicht auch schon mal, ob man ein Kind pro­du­zieren und dann sagen kannst: Es tut uns leid, wir haben uns vertan, wir hätten lieber eine Katze oder so etwas Ähn­li­ches.” Nachdem der spiel­süch­tige Vater die Familie für immer ver­lässt, um als Zocker durch Europa zu ziehen, müssen sich Kalda und seine Mutter alleine durch­schlagen, was in seiner Erin­ne­rung kein großes Pro­blem dar­stellt. Denn ers­tens ver­missen beide den Vater nicht unbe­dingt und “über­haupt waren das noch Zeiten, in denen man von der eigenen Arbeit noch leben konnte. Man konnte ganz solide glück­lich sein, wenn man nicht zu viel ver­langte, und meine Mutter gehörte zu dieser Sorte glück­li­cher Men­schen.” Dubrava wird als hartes Pflaster beschrieben, Kalda kann sich aber durchaus beweisen, wenn nötig, behilft er sich schon mal mit einem Zie­gel­stein, um einen stär­keren Kon­tra­henten nie­der­zu­schlagen. Es herr­schen also – so iro­nisch-ver­klärt stellt Kalda seine Kind­heit dar – raue Sitten, wobei die eth­ni­sche Her­kunft kaum eine Rolle spielt.

Der Roman erzählt Kaldas Bio­grafie in zwei Strängen. Dessen Wer­de­gang wird rück­bli­ckend auf­ge­rollt und durch Bestands­auf­nahmen seiner aktu­elle Situa­tion unter­bro­chen, die sich auch durch die Ver­wen­dung von Prä­sens vom Rest abheben. Daraus ergibt sich eine beson­dere Span­nung: Der Erzähler ist eine gestran­dete Per­sön­lich­keit, er schmeißt seinen Job hin, um den ver­ach­teten Chef, einen Zei­tungs­her­aus­geber und Kriegs­ge­winnler, zu demü­tigen. Er lebt getrennt von Frau und Sohn, dem gegen­über er sich nicht würdig fühlt, ein Vater zu sein. Die offen­sicht­lich schwie­rige Kind­heit, die sein The­ra­peut als Aus­löser seiner Neu­rosen sieht, betrachtet Kalda zwar mit lako­ni­schem Welt­ekel. Den­noch merkt der Leser, dass dessen Trau­ma­ti­sie­rung anderswo begründet liegt und sich daher dem Leser und Kalda selbst erst nach und nach eröffnet.
Nach dem wider­wil­ligen Abschluss der Schule kauft sich der junge Mann eine Kamera, was sein Leben ver­än­dert: er wird Foto­graf. Der auf­kom­mende Krieg rüt­telt am Ethos des Künst­lers. Kalda wird Kriegs­fo­to­graf. Die Rolle der Medien, die den Krieg zur Stär­kung der Auf­lagen benutzen, wird von Kalda zwar durch­schaut, den­noch spielt er ihr Spiel mit. Es kommt zum Bruch mit seinen Auf­trag­ge­bern, als er aus mora­lisch-idea­lis­ti­schen Gründen deren Han­deln nicht mehr mit­tragen will. Nun muss er mit den neuen Ver­hält­nissen zurecht­kommen, denn der Krieg spülte die Skru­pel­lo­sesten nach oben und ließ für ihn nur noch einen Platz am Rande der Gesell­schaft übrig. Die bio­gra­phisch begrün­deten Zweifel des Autors an der Rolle der Kriegs­be­richt­erstatter werden hier ersicht­lich.

Kalda ist nicht nur die Ent­wick­lungs­ge­schichte eines Mannes, es ist auch eine Tour de Force durch die Geschichte Jugo­sla­wiens, Kroa­tiens, Zagrebs. Ohne Ver­klä­rung der “schlechten alten Zeiten” wird die Kor­rum­pie­rung und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit nach dem Krieg gezeigt, eine Gesell­schaft die nicht ver­ar­beiten kann, woran sie sich nicht erin­nern möchte: “Aber lassen wir das, wir wollen doch nicht zu Ruinen werden, in denen die Erin­ne­rungen vor sich hin­mo­dern. Das bringt nichts. Erin­ne­rungen helfen auch nicht. Es gibt keinen Weg, die Wirk­lich­keit abzu­schüt­teln, sie zu ver­gessen. Ich habe viele Men­schen gesehen, die ver­sucht haben zu fliehen, aber sie waren nicht zu retten. Die Wirk­lich­keit ist ein Käfig, grau­samer als ein Kon­zen­tra­ti­ons­lager. Es gibt kein Ent­kommen.” Kalda muss sich den­noch erin­nern, an den Krieg und wie er ihn gesehen hat, mit eigenen Augen und durch die Linse seiner Leica, und an seine “ver­schwun­dene” Mutter. Oben­drein taucht nach Jahr­zehnten sein Vater wieder auf. Das Ende des Romans gibt aber Hoff­nung, dass die harten Zeiten für Kalda vorbei sein könnten, dass vor allem drei Genera­tionen von männ­li­chen Kaldas, Väter und Söhne, eine Chance auf Ver­söh­nung und eine mög­liche gemein­same Zukunft haben.

Die beiden Romane lichten in kom­plexen und viel­fäl­tigen Schat­tie­rungen die Lebens­welt der Nach­kriegs­ge­nera­tion in Zagreb ab, einer Stadt die nicht mehr ver­gleichbar ist mit jener vor 1991. Edo Popović gelingt damit eine trot­zige, von skur­rilem Humor geprägte und höchst unter­halt­same Bestands­auf­nahme seiner Genera­tion.

 

Kalda. Voland und Quist. Dresden/ Leipzig 2008.

Aus­fahrt Zagreb-Süd. Voland und Quist. Dresden/ Leipzig 2006.

 

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