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Vorlesungsreihe "Den Krieg dokumentieren. Ukraine 2014–2022" an der Universität Zürich

Posted on 28. Oktober 2022 by novinki
Im Rahmen dieser Ringvorlesung soll die Dokumentation des russländischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erörtert werden, die zentral ist für den Nachweis von Kriegsverbrechen und die mediale Vermittlung des Geschehens, aber auch für das Finden einer Sprache über Gewalt, Zerstörung, Solidarität, Mitgefühl und Widerstand.

Die Dokumentation des russländischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist zentral für den Nachweis von Kriegsverbrechen und die mediale Vermittlung des Geschehens, aber auch für das Finden einer Sprache über Gewalt, Zerstörung, Solidarität, Mitgefühl und Widerstand.

Doch was bedeutet es, den Krieg zu dokumentieren? Welche Mittel und Techniken werden verwendet und wer sind die Akteur:innen? Auf welche Daten und Dokumente stützt sich die Forschung? Wie werden Dokumente verfälscht? Und welche Rolle spielen die Künste - Theater, Film, Literatur, Bildende Kunst - und die Museen bei der Dokumentation des Krieges?

Die Ringvorlesung gibt einen Einblick in wissenschaftliche, journalistische und künstlerische Dokumentationsverfahren und diskutiert die Anwendbarkeit von Theorien zum Dokumentarischen, zu Evidenz und Zeugenschaft.

Das hier gewählte Beitragsbilder ist aus der Serie "Blind spot" (Acrylic spray on c-print, 2014-2015) des ukrainischen Künstlers Mykola Ridnyi. Mit freundlicher Genehmigung.

Programm

  • Irine Beridze ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Osteuropa-Institut der FU Berlin. Sie hat eine Dokumentarfilmreihe 8 Years of War in Ukraine: Voices of Ukrainian Filmmakers in Berlin kuratiert.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Alevtina Kakhidze ist Künstlerin. Sie ist international bekannt geworden mit einer Arbeit auf der Manifesta 10, die sich mit dem Krieg in der Ostukraine befasst. Seit Februar 2022 zeichnet sie Gespräche, Debatten und Worte auf, die durch den Krieg entstehen und kursieren. Sie lebt und arbeitet in Muzychi, einem Dorf unweit von Kyiv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Anne Hasselmann ist promovierte Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Historischen Museum Basel. Sie promovierte zur Dokumentation und Archivierung des Krieges in sowjetischen Museen. Gemeinsam mit Patrick Moser hat sie am Museum das Projekt «Collecting Memory Objects: Ukrainerinnen und Ukrainer in Basel» initiiert. Yuriy Savchuk ist Direktor des WWII-Museum in Kyiv, das den Angriffskrieg durch Russland von Beginn dokumentiert, u.a. in einer Chronik der Kriegstage. Savchuk ist Historiker und lebt in Kyiv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Sylvia Sasse ist Professorin für Slavistische Literaturwissenschaft an der UZH. Sie forscht u.a. zum Verhältnis von Kunst und Desinformation.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Natalia Vorozhbyt ist Dramatikerin und Drehbuchautorin. Mit Georg Genoux gründete sie 2014 das Theater of Displaced People, das mit Flüchtlingen aus dem Donbas arbeitet. 2017 wurde am Royal Court ihr Stück Bad Roads uraufgeführt, das ebenso wie Monolog Nr.1 – ein Stück, das 2015 in Kyiv Premiere hatte – die Auswirkung des Kriegs zum Thema hat.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Ostap Slyvynsky ist Dichter, Übersetzer, Literaturkritiker und Literaturwissenschaftler. Seit Kriegsbeginn arbeitet er an einem Wörterbuch des Krieges, für das er Stimmen anderer sammelt, die vom Krieg vertrieben worden sind. Er lebt in Lviv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Przemysław Wielgosz ist Journalist und Kolumnist, er ist Chefredakteur der polnischen Ausgabe der Monatszeitschrift Le Monde diplomatique und Chefredakteur der Buchreihen Library of Le Monde diplomatique und Library of Economic Alternatives. Er lebt in Warschau.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Jurko Prochasko ist Literaturwissenschaftler, Psychoanalytiker, Autor und Übersetzer am Institut für Literaturforschung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Lviv'. 2008 wurde er mit dem Friedrich-Gundolf-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung ausgezeichnet. Prochasko lebt in Lviv. Nelia Vakhovska ist Übersetzerin, Mitgründerin der Initiativgruppe «Translators in Action» und Mitorganisatorin der ViceVersa-Werkstatt für Ukrainisch-Deutsch. Zusammen mit Claudia Dathe kuratiert sie das Projekt Cities of Translators Kyiv. Sie lebt in Kyiv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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Vorlesungsreihe "Den Krieg dokumentieren. Ukraine 2014–2022" an der Universität Zürich – novinki
Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Vor­le­sungs­reihe “Den Krieg doku­men­tieren. Ukraine 2014–2022” an der Uni­ver­sität Zürich

Die Doku­men­ta­tion des russ­län­di­schen Angriffs­krieges gegen die Ukraine ist zen­tral für den Nach­weis von Kriegs­ver­bre­chen und die mediale Ver­mitt­lung des Gesche­hens, aber auch für das Finden einer Sprache über Gewalt, Zer­stö­rung, Soli­da­rität, Mit­ge­fühl und Widerstand.

Doch was bedeutet es, den Krieg zu doku­men­tieren? Welche Mittel und Tech­niken werden ver­wendet und wer sind die Akteur:innen? Auf welche Daten und Doku­mente stützt sich die For­schung? Wie werden Doku­mente ver­fälscht? Und welche Rolle spielen die Künste – Theater, Film, Lite­ratur, Bil­dende Kunst – und die Museen bei der Doku­men­ta­tion des Krieges?

Die Ring­vor­le­sung gibt einen Ein­blick in wis­sen­schaft­liche, jour­na­lis­ti­sche und künst­le­ri­sche Doku­men­ta­ti­ons­ver­fahren und dis­ku­tiert die Anwend­bar­keit von Theo­rien zum Doku­men­ta­ri­schen, zu Evi­denz und Zeugenschaft.

Das hier gewählte Bei­trags­bilder ist aus der Serie “Blind spot” (Acrylic spray on c‑print, 2014–2015) des ukrai­ni­schen Künst­lers Mykola Ridnyi. Mit freund­li­cher Genehmigung.

Pro­gramm

  • Irine Ber­idze ist wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­terin am Ost­eu­ropa-Institut der FU Berlin. Sie hat eine Doku­men­tar­film­reihe 8 Years of War in Ukraine: Voices of Ukrai­nian Filmma­kers in Berlin kura­tiert.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Alev­tina Kak­hidze ist Künst­lerin. Sie ist inter­na­tional bekannt geworden mit einer Arbeit auf der Mani­festa 10, die sich mit dem Krieg in der Ost­ukraine befasst. Seit Februar 2022 zeichnet sie Gespräche, Debatten und Worte auf, die durch den Krieg ent­stehen und kur­sieren. Sie lebt und arbeitet in Muzychi, einem Dorf unweit von Kyiv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Anne Has­sel­mann ist pro­mo­vierte His­to­ri­kerin und wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­terin im His­to­ri­schen Museum Basel. Sie pro­mo­vierte zur Doku­men­ta­tion und Archi­vie­rung des Krieges in sowje­ti­schen Museen. Gemeinsam mit Patrick Moser hat sie am Museum das Pro­jekt «Collec­ting Memory Objects: Ukrai­ne­rinnen und Ukrainer in Basel» initi­iert. Yuriy Sav­chuk ist Direktor des WWII-Museum in Kyiv, das den Angriffs­krieg durch Russ­land von Beginn doku­men­tiert, u.a. in einer Chronik der Kriegs­tage. Sav­chuk ist His­to­riker und lebt in Kyiv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Sylvia Sasse ist Pro­fes­sorin für Sla­vis­ti­sche Lite­ra­tur­wis­sen­schaft an der UZH. Sie forscht u.a. zum Ver­hältnis von Kunst und Des­in­for­ma­tion.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Natalia Vor­ozhbyt ist Dra­ma­ti­kerin und Dreh­buch­au­torin. Mit Georg Genoux grün­dete sie 2014 das Theater of Dis­placed People, das mit Flücht­lingen aus dem Donbas arbeitet. 2017 wurde am Royal Court ihr Stück Bad Roads urauf­ge­führt, das ebenso wie Monolog Nr.1 – ein Stück, das 2015 in Kyiv Pre­miere hatte – die Aus­wir­kung des Kriegs zum Thema hat.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Ostap Sly­vynsky ist Dichter, Über­setzer, Lite­ra­tur­kri­tiker und Lite­ra­tur­wis­sen­schaftler. Seit Kriegs­be­ginn arbeitet er an einem Wör­ter­buch des Krieges, für das er Stimmen anderer sam­melt, die vom Krieg ver­trieben worden sind. Er lebt in Lviv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Prze­mysław Wie­lgosz ist Jour­na­list und Kolum­nist, er ist Chef­re­dak­teur der pol­ni­schen Aus­gabe der Monats­zeit­schrift Le Monde diplo­ma­tique und Chef­re­dak­teur der Buch­reihen Library of Le Monde diplo­ma­tique und Library of Eco­nomic Alter­na­tives. Er lebt in War­schau.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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  • Jurko Pro­chasko ist Lite­ra­tur­wis­sen­schaftler, Psy­cho­ana­ly­tiker, Autor und Über­setzer am Institut für Lite­ra­tur­for­schung der Ukrai­ni­schen Aka­demie der Wis­sen­schaften in Lviv’. 2008 wurde er mit dem Fried­rich-Gun­dolf-Preis der Deut­schen Aka­demie für Sprache und Dich­tung aus­ge­zeichnet. Pro­chasko lebt in Lviv. Nelia Vak­hovska ist Über­set­zerin, Mit­grün­derin der Initia­tiv­gruppe «Trans­la­tors in Action» und Mit­or­ga­ni­sa­torin der Vice­Versa-Werk­statt für Ukrai­nisch-Deutsch. Zusammen mit Claudia Dathe kura­tiert sie das Pro­jekt Cities of Trans­la­tors Kyiv. Sie lebt in Kyiv.; Ort: https://uzh.zoom.us/webinar/register/WN_Msacp9ZZSqKrklzKmMka0A

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