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Ein Dialog zwischen den Sprachen

Posted on 20. Juni 2007 by Roman Widder
Seit langem in Deutschland lebend schreibt Martynova Gedichte auf Russisch, Prosa auf Deutsch, mit einem fremden und wachen Blick, und oftmals mit der Heimlichkeit und Vorsicht einer stillen Beobachterin.

Ein Porträt der Lyrikerin Ol′ga Martynova

 

Ol′ga Martynovas Lyrik könnte man ganz ohne fremde Worte vorstellen. Man müsste nur die richtigen Stellen nehmen, aneinander reihen und ein einzig aus Zitaten bestehender Text würde einen ersten Eindruck von ihrer Poesie vermitteln. Ihre selbstreflexiven oder metapoetischen Gedichte sagen oft viel über sich selbst, über die Kunst oder die Sprache im Allgemeinen, sowie über ihre eigene Gemachtheit, über Martynovas Schreibweise im Besonderen. „Die Sprache, der Falter mit dem Hinkeflügel“ zeigt sich dabei als ein verletztes und zerbrechliches Gerüst des Menschen. Doch es gibt ihn noch, den „Flügelschlag der Vogel-Harfe“, die nur „in die Zweige gehängt“ wurde, und es gibt auch noch „Wasser“, sogar einen „Strom“, zumindest im Gedicht. Und auch wenn die Sprache, ein verletzter Falter, hier wohl nicht mehr fliegen kann, so können an anderer Stelle immerhin noch „Buchstaben“ „Fenster zu mitternächtlichen Sälen“ öffnen. Nicht nur hier sprechen Martynovas Gedichte, indem sie Geschichte und Mythos, Städte und Länder von Neuem besingen, zugleich über sich selbst. Trotzdem weisen ihre Gedichte auch ständig über sich hinaus, auf Orte, Landschaften, mythische Namen und poetische Vorfahren, und darum lohnt es sich, auf die Suche zu gehen, um den manchmal schwer verständlichen Gedichten näher zu kommen.

martynova_book04Geboren in Dudinka bei Krasnojarsk in Sibirien, aufgewachsen in Petersburg und seit 1991 in Frankfurt am Main, schreibt Olga Martynova ihre Gedichte nach wie vor auf Russisch, und dabei wird es wohl auch bleiben. Trotzdem ist sie in der deutschen Sprache schon so heimisch geworden, dass sie seit einigen Jahren Rezensionen auf Deutsch verfasst. Eine Auswahl dieser Besprechungen, in denen sie als eine Vermittlerin zwischen deutscher und russischer Literatur auftritt, wurde 2003 unter dem Titel Wer schenkt was wem bei Rimbaud veröffentlicht. Derzeit schreibt sie sogar an einem Roman auf Deutsch, er handelt von einer Germanistin, die in Sankt Petersburg lebt und durch den Beruf, die Familiengeschichte und eine Liebesgeschichte eine sehr enge Verbindung zu Deutschland hat. Doch solange muss der deutsche Leser auf deutsche Ausgaben nicht warten, denn Martynova hat selbst schon etliche ihrer Gedichte ins Deutsche übertragen. 2001 ist die zusammen mit Elke Erb übersetzte Auswahl Brief an die Zypressen erschienen. Vor kurzem der Gedichtband Rom liegt irgendwo in Russland, der nach einem gemeinsamen Romaufenthalt mit der Petersburger Dichterin Elena Švarc entstanden ist. In ihrem achtteiligen Beitrag zu diesem Buch wird Rom zum Zeichen für ein gewaltiges historisches Erbe, das uns die Vergangenheit hinterlassen hat, das jedoch zu einer Last geworden ist, einer Bedrohung, einem alles verschlingenden „Schlund“. Rom ist hier ein Ort, der so voll ist von Geschichte, Kultur, Bedeutung und Größe, dass er dem heutigen Besucher jede Freiheit raubt, keine Möglichkeit lässt, aus der „paradierenden Ewigkeit“ auszubrechen, obwohl Rom doch nur von der „Leiche seiner Großmutter“ lebt. Ein Ort, der verschlungen wurde von der heutigen Zeit, der zur Ware degeneriert ist, zum „Ewigkeitsladen“, der nur als solcher überhaupt noch Sinn bekommt durch die irgendwie perverse Bewunderung seiner Besucher, der sich an sie verkauft, prostituiert, um zu überleben.

Es ist wohl die beschriebene Lebenssituation zwischen zwei Ländern und Sprachen oder, um es in ihren eigenen Worten zu sagen, zwischen dem „Dürren und Seidenen der deutschen Zunge“ und dem „Brotigen, Euterwarmen der russischen Sprache“, die mit Vertrautheit gepaarte Distanz, die Fremdheit ihres Blicks, die Martynova vielleicht gerade für deutsche Leser besonders interessant macht. Der Dialog, der dabei zwischen russischer und deutscher Literatur entsteht, scheint jedoch nur eine Nuance eines größeren Entwurfes zu sein, welches in früheren Gedichte wie Besame mucho, Na skvozjanke evropy („In der Zugluft Europas“) oder evropejskoe utro („Europäischer Morgen“) Europa genannt wird. Dabei entsteht ein poetisches Gesamtbild, in dem Rom nur noch als eine von vielen Koordinaten erscheint. Dieses Europa hat jedoch nichts mit der bürokratischen Instanz der Europäischen Union zu tun, sondern steht für eine zersplitterte, nicht nur irritierte, sondern seit jeher uneinige kulturelle Formation. In diesen Gedichten tritt das antike Europa, die mythische Gestalt wie das Jahrtausende alte Erbe des Abendlandes in einen Dialog mit der Schreckensgeschichte des 20. Jahrhundert und dem nur scheinbar heilen Leben nach dem Ende des Kalten Krieges. Dabei entsteht kein idealisiertes und auch kein abgeschlossenes Bild, vielmehr sucht der uns in Martynovas Gedichten begegnende Blick nach dem Verborgenen und Versteckten, nach dem, was „niemanden schert, was nackt darunter hervorblitzt“, unter dem „Flickenmantel“, oder einer anderen Übersetzung zu Folge: „keiner sah ihre Blöße“. Und er findet ein Europa, welches „sauber… ausgefegt“ ist, in dem „der Wind das Grauen von gestern über den Boden“ treibt. Martynova sucht die Schwachstellen westeuropäischer Makellosigkeit, die Heuchelei in der Moral. Dabei ergänzen mythische Bilder historische, und werden zudem in einen Bezug gestellt zu einer subjektiven Erfahrung, die jedoch selten das Zentrum der Gedichte ist, sondern öfter eine fremde, fast heimliche Beobachterin, ein loser, aber gewahrter Bezugs- und Blickpunkt. So hören wir am Ende des Gedichtes Na skvozjanke evropy, dass das Leben „in der Zugluft Europas“, das „epische Weiter und Weiter“ am Ende „nicht durchzuhalten“ ist. In diesen Gedichten oder anderen, die sich speziell Deutschland widmen, sehen wir einen uns nahen Gegenstand durch fremde Augen, das Heimische zwar als Vertrautes, aber als Anvertrautes. Man kann hier eine Distanz zu sich selbst finden, die bekanntlich die Bedingung für Wahrnehmung und Erkenntnis ist, wenngleich es hier natürlich um eine besondere Form der Erkenntnis geht: um poetische Erkenntnis, um das durch eine besondere Sprache neu vermittelte Verhältnis zwischen Ich und Welt. Das Ich dieser Gedichte befindet sich zumeist in einer eigenartigen Schwebe und Unentscheidbarkeit, in einem passiven Zögern und Zweifeln, einem unverständigen Staunen. Und obwohl dieses Leben, das europäische, „das epische Weiter und Weiter…“ am Ende „nicht durchzuhalten“ ist, hat man doch das Gefühl, dass es weiter gehen wird. So verweisen drei romantische Pünktchen am Schluss des Gedichtes auf eben diese Fortsetzung, versprechen hier aber weder Heil noch Vollendung. Und vielleicht ist genau dies die eigentliche Qualität von Martynovas Dichtung: eben doch durchzuhalten, die Fähigkeit, nicht heilen, weder schön reden noch schlecht machen zu müssen und auch keine Erklärungen oder Lösungen anzubieten, sondern einfach nur sehen zu wollen, mit einem faszinierenden und faszinierten Blick.

In vielen Texten Martynovas scheint es darum zu gehen, Gegensätze zu vereinen oder miteinander zu konfrontieren. In den Gedichten über Europa sind das im Hintergrund immer wieder die Angst und die Liebe, „Phobos und Eros, die Brüder“, als ob sie zusammen erscheinen, um sich ihrer gemeinsamen Herkunft zu besinnen. Wider Erwarten findet man so auch kein Gegenüber von Europa und Russland, keine Trennung besteht zwischen den „Pariser Abflussrinnen“ und  „dem schwarzen Wasser der Newa“, ja Martynova sagt selbst, dass Russland kulturell Europa sei. Im Grunde trifft man an jeder Wegkreuzung ihrer Poesie auf die Landschaften und Städte Deutschlands, Frankreichs oder Italiens, und natürlich auch immer wieder auf Russland, allen voran auf Petersburg, die Stadt ihrer Kindheit, vielleicht die Stadt der russischen Poesie schlechthin, vielleicht die europäischste, auf jeden Fall aber die einzige gezielt europäisch gebaute Stadt Russlands.
Mit der Petersburger/Leningrader Untergrundlyrik der 70er und 80er Jahre wuchs Martynova auf. Anfang der 80er entstand um Oleg Jur′jev, Dmitrij Zaks, Valerij Šubinskij und eben Ol′ga Martynova die Gruppe Kamera Chranenija („Gepäckaufbewahrung“), damals poetische Strömung und Verlag, heute ein Internetprojekt, das sie bis heute als ihre literarische Heimat bezeichnet. Die Samizdatalmanache dieser Zeit waren in der Tat als Aufbewahrungsorte für Texte gedacht, die in der Sowjetzeit keine Publikationsmöglichkeit hatten. In dieser Tradition sieht sie sich noch heute, in freilich anderen Zeiten und auch an einem anderen Ort. Und diese Tradition bezeichnet sie als die Fortsetzung der gewaltsam abgebrochenen literarischen Moderne, dazu passt auch ihre momentane Vorliebe für die Oberiuten, namentlich für Charms, Vvedenskyj, Sabolockij und andere.

Eine besondere Stellung hat in ihren Gedichten auch das Motiv der Nacht. In der Regel ist schon der Titel das offene Bekenntnis zu einer Leidenschaft: podlinnie pochoždenija noči („Die wirklichen Abenteuer der Nacht“), četyre vremeni noči („Die vier Zeiten der Nacht“, titelgebend für einen der russischen Gedichtbände), Night unwraps the true stuff of the world oder Eše raz k noči („Noch einmal zur Nacht“). Die Nacht wird hier zur Offenbarung der Nacktheit und Blöße, der unverfälschten Menschlichkeit. Sie ist das Negativ einer selbstvergessenen Welt und ein Erinnerungsspeicher des Grauens. Sie ist das Gegenstück zum sorglosen Tag und somit auch das einzige Gewissen der Welt. Zugleich aber ist die Nacht der Ort, an dem die festgefahrene Ordnung der Sprache in ein produktives Chaos zerfällt, und somit der Ort der Poesie schlechthin. Zwar sind es in der Regel einfache nächtliche Szenen und Stimmungen, die beschrieben werden, „die barfüßige Nacht“, „so einäugig wie unruhig“, doch schnell werden die „gegenläufigen Fahrbahnen der Nacht“ und die „im Gold des Paradieses“ strahlende „Gegenspur“ zu Metaphern für eine Umkehrung der Verhältnisse, eine stille und heimliche Revolte gegen die Sprache und ihrer Ordnung. Und so ist es kein Zufall, dass die Nacht oft vom Regen begleitet wird und mit ihm fast symbiotisch in einer Zuneigung zum Dunklen und Ungeliebten verschmilzt. Dabei ist die Nacht, die Zeit der Nacht, die Dunkelheit nur ein Ort, an dem nach anderen möglichen Welten außerhalb der Herrschaft von Vernunft, Logik, Sinn und Bewusstsein gesucht wird, nach einer poetischen Welt des Paradoxes und der Möglichkeit, des Traumes und des Labyrinths. „…My dumaem, čto my dumaem, no my ne dumaem /(…)/…My čuvstvuem, čto my čuvstvuem, no my ne čuvstvuem.“ („…Wir denken, dass wir denken, aber wir denken nicht /(…)/…Wir fühlen, dass wir fühlen, aber wir fühlen nicht), heißt es da an einer Stelle, und an einer anderen: „Son razuma  poroždaet ešё odin son.“ („Der Schlaf der Vernunft gebiert noch einen anderen Schlaf.“). Der Sprache der Poesie kommt hier die Aufgabe zu, Türen zu öffnen, die in der Altgassprache und im Alltagsdenken verschlossen sind. Wer an diesem leicht prophetischen Ton Anstoß nimmt, könnte einige Gedichte durchaus als esoterisch oder belehrend empfinden. Für ihn gibt es aber auch eine humoristische Seite Martynovas, so zum Beispiel, wenn das lyrische Ich Epikur erklärt, was Gene und Hormone sind, obwohl es selbst nicht versteht, was diese Worte bedeuten, oder wenn in einem anderen Gedicht Gott, das Schicksal und der Zufall zusammen Tee trinken und sich unterhalten.

Ol′ga Martynova bietet keine Lösungen an und sucht auch nicht verkrampft nach der Epoche machenden Formel. Ganz im Gegenteil bedeutet ihre Dichtung ein Wiederfinden der Zeit, sie hält Aufmerksamkeit für das Unbeobachtete bereit und pflegt, was von ihr geschätzt wird, ohne zu laut zu sein und sich darum zu kümmern, was man gerade lesen will. Gerade in ihrer Unbekümmertheit ist ihre Dichtung am besten in ihren eigenen Worten zu beschreiben, die in diesem Fall einer Besprechung von Raoul Schrotts Nachdichtung des Gilgameschepos entnommen sind: Sie ist eine „Säbelattacke gegen fortschreitende Panzer“.

Die Möglichkeit, Martynovas Dichtung in ihren eigenen Worten zu beschreiben, hat nicht zuletzt mit der Selbstreflexivität ihrer Sprache zu tun, mit der ständigen Thematisierung der Dichtung und Kunst selbst. So lesen wir in dem Gedicht Deine Buchstaben: „Regen kehrt die Blätter um, die Wörter/sind Flecken, dunkle Stacheln/deine Buchstaben.“ Und: „zwischen den Seiten bricht das Eis,/haltbar nur der alte Geruch des Papiers, seine Zeichen/aufgebäumt in unübersetzbarem Zorn, wurzelbitter, nichts,/woraus du lernen könntest.“ Und schließlich: „den Schrecken wendet/das nächste Blatt./Wie üblich regnet es/bis hierhin und nicht weiter.“ Der Schluss des allerletzten Gedichtes in „Brief an die Zypressen“ lautet: „die Grenze verlierend/um dann schließlich als weißer Staub zu liegen auf seiner Seite im Buch?“. Der ganze Band endet mit dieser Aussicht, dieser Frage nach der Grenze des dichterischen Materials, der Vergänglichkeit von Dichtung, die manchmal vielleicht doch noch gerne eine Bewegung der Unendlichkeit wäre. Immer wieder wird die Sprache inmitten ihrer Beobachtung auf sich zurückgeworfen. Manchmal scheint es ganz unerwartet und nicht geplant, so in einem Gedicht, das mit einem „Einarmigen Leierkastenmann“ und dem „Lied meiner Kindheit“ beginnt, dann beobachtet: „das Volk der Germanen schlendert dahin, vornehmlich Türken“, um schließlich mit den Zeilen zu enden:

„Meine Aufgabe ist seltsam: den Staub durchblasen, undeutlich murmeln,
Was gestern deutlich gesagt worden ist.
Der Wind bringt die Papierchen fort. Niemand weiß wohin. Hinkende Musik.
Das Leben setzt sich ab, schwer wie fetter Staub.
Und soviel wurde indessen niemand weiß wohin gefegt.
Fern die Küste: Der Wind unsichtbar. Das Anführungszeichen.“

Ja, will man da sagen, ja das ist eine hinkende Musik, aber immerhin Musik, und zwar eine schöne und vielleicht unserer Zeit sehr angemessene oder wohltuende. Es ist auch manchmal eine schwer verständliche, hochkomplexe Musik, aber noch immer Musik, und zudem eine neuartige und mutige. Für Martynova gibt es, wie sie selbst sagt, keine hermetische Dichtung. Dichtung sei nämlich kein Begreifwerkzeug, sondern habe nur eine einzige Aufgabe: Dichtung zu sein. Hört man dem Bekenntnis zu einem undeutlichen Murmeln nur genau zu, dann kann man sich vielleicht die Freiheit nehmen und selbst anfangen, die Gedichte Martynovas, ihre in Angst und Hoffnung gekleideten Bilder, einfach nur wahrzunehmen, zu sehen, zu staunen, ohne alles zu verstehen, genau so wie es ihre Gedichte mit der Welt tun.

 

Martynova, Olga: Brief an die Zypressen. Aus dem Russischen von Elke Erb und Olga Martynova. Aachen 2001.
Martynova, Olga: Četyre vremeni noči. Peterburg 1998.
Martynova, Olga und Schwarz, Jelena: Rom liegt irgendwo in Russland. Zwei russische Dichterinnen im lyrischen Dialog über Rom. Russisch/Deutsch. Aus dem Russischen von Elke Erb und Olga Martynova. Wien 2006.
Martynova, Olga: Wer schenkt was wem. Besprechungen 1999-2003. Aachen 2003.
Gregor Laschen, Hans Thill (Hg.:) Leb wohl lila Sommer: Gedichte aus Russland. Heidelberg 2004.
Weissbort, Daniel und Valentina Polukhina (Hrsg.): Russian Women Poets. London 2002.

www.newkamera.de/4vn.html (8.04.2007).

www.nzz.ch/2007/02/17/li/articleEOKID.print.html (8.04.2007).

 

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Ein Dialog zwischen den Sprachen – novinki
Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Ein Dialog zwi­schen den Sprachen

Ein Por­trät der Lyri­kerin Ol′ga Martynova

 

Ol′ga Mar­ty­n­ovas Lyrik könnte man ganz ohne fremde Worte vor­stellen. Man müsste nur die rich­tigen Stellen nehmen, anein­ander reihen und ein einzig aus Zitaten bestehender Text würde einen ersten Ein­druck von ihrer Poesie ver­mit­teln. Ihre selbst­re­fle­xiven oder meta­poe­ti­schen Gedichte sagen oft viel über sich selbst, über die Kunst oder die Sprache im All­ge­meinen, sowie über ihre eigene Gemacht­heit, über Mar­ty­n­ovas Schreib­weise im Beson­deren. „Die Sprache, der Falter mit dem Hin­ke­flügel“ zeigt sich dabei als ein ver­letztes und zer­brech­li­ches Gerüst des Men­schen. Doch es gibt ihn noch, den „Flü­gel­schlag der Vogel-Harfe“, die nur „in die Zweige gehängt“ wurde, und es gibt auch noch „Wasser“, sogar einen „Strom“, zumin­dest im Gedicht. Und auch wenn die Sprache, ein ver­letzter Falter, hier wohl nicht mehr fliegen kann, so können an anderer Stelle immerhin noch „Buch­staben“ „Fenster zu mit­ter­nächt­li­chen Sälen“ öffnen. Nicht nur hier spre­chen Mar­ty­n­ovas Gedichte, indem sie Geschichte und Mythos, Städte und Länder von Neuem besingen, zugleich über sich selbst. Trotzdem weisen ihre Gedichte auch ständig über sich hinaus, auf Orte, Land­schaften, mythi­sche Namen und poe­ti­sche Vor­fahren, und darum lohnt es sich, auf die Suche zu gehen, um den manchmal schwer ver­ständ­li­chen Gedichten näher zu kommen.

martynova_book04

Geboren in Dud­inka bei Kras­no­jarsk in Sibi­rien, auf­ge­wachsen in Peters­burg und seit 1991 in Frank­furt am Main, schreibt Olga Mar­ty­nova ihre Gedichte nach wie vor auf Rus­sisch, und dabei wird es wohl auch bleiben. Trotzdem ist sie in der deut­schen Sprache schon so hei­misch geworden, dass sie seit einigen Jahren Rezen­sionen auf Deutsch ver­fasst. Eine Aus­wahl dieser Bespre­chungen, in denen sie als eine Ver­mitt­lerin zwi­schen deut­scher und rus­si­scher Lite­ratur auf­tritt, wurde 2003 unter dem Titel Wer schenkt was wem bei Rim­baud ver­öf­fent­licht. Der­zeit schreibt sie sogar an einem Roman auf Deutsch, er han­delt von einer Ger­ma­nistin, die in Sankt Peters­burg lebt und durch den Beruf, die Fami­li­en­ge­schichte und eine Lie­bes­ge­schichte eine sehr enge Ver­bin­dung zu Deutsch­land hat. Doch solange muss der deut­sche Leser auf deut­sche Aus­gaben nicht warten, denn Mar­ty­nova hat selbst schon etliche ihrer Gedichte ins Deut­sche über­tragen. 2001 ist die zusammen mit Elke Erb über­setzte Aus­wahl Brief an die Zypressen erschienen. Vor kurzem der Gedicht­band Rom liegt irgendwo in Russ­land, der nach einem gemein­samen Romauf­ent­halt mit der Peters­burger Dich­terin Elena Švarc ent­standen ist. In ihrem acht­tei­ligen Bei­trag zu diesem Buch wird Rom zum Zei­chen für ein gewal­tiges his­to­ri­sches Erbe, das uns die Ver­gan­gen­heit hin­ter­lassen hat, das jedoch zu einer Last geworden ist, einer Bedro­hung, einem alles ver­schlin­genden „Schlund“. Rom ist hier ein Ort, der so voll ist von Geschichte, Kultur, Bedeu­tung und Größe, dass er dem heu­tigen Besu­cher jede Frei­heit raubt, keine Mög­lich­keit lässt, aus der „para­die­renden Ewig­keit“ aus­zu­bre­chen, obwohl Rom doch nur von der „Leiche seiner Groß­mutter“ lebt. Ein Ort, der ver­schlungen wurde von der heu­tigen Zeit, der zur Ware dege­ne­riert ist, zum „Ewig­keits­laden“, der nur als sol­cher über­haupt noch Sinn bekommt durch die irgendwie per­verse Bewun­de­rung seiner Besu­cher, der sich an sie ver­kauft, pro­sti­tu­iert, um zu überleben.

Es ist wohl die beschrie­bene Lebens­si­tua­tion zwi­schen zwei Län­dern und Spra­chen oder, um es in ihren eigenen Worten zu sagen, zwi­schen dem „Dürren und Sei­denen der deut­schen Zunge“ und dem „Bro­tigen, Euter­warmen der rus­si­schen Sprache“, die mit Ver­traut­heit gepaarte Distanz, die Fremd­heit ihres Blicks, die Mar­ty­nova viel­leicht gerade für deut­sche Leser beson­ders inter­es­sant macht. Der Dialog, der dabei zwi­schen rus­si­scher und deut­scher Lite­ratur ent­steht, scheint jedoch nur eine Nuance eines grö­ßeren Ent­wurfes zu sein, wel­ches in frü­heren Gedichte wie Besame mucho, Na skvozjanke evropy („In der Zug­luft Europas“) oder evro­pe­jskoe utro („Euro­päi­scher Morgen“) Europa genannt wird. Dabei ent­steht ein poe­ti­sches Gesamt­bild, in dem Rom nur noch als eine von vielen Koor­di­naten erscheint. Dieses Europa hat jedoch nichts mit der büro­kra­ti­schen Instanz der Euro­päi­schen Union zu tun, son­dern steht für eine zer­split­terte, nicht nur irri­tierte, son­dern seit jeher unei­nige kul­tu­relle For­ma­tion. In diesen Gedichten tritt das antike Europa, die mythi­sche Gestalt wie das Jahr­tau­sende alte Erbe des Abend­landes in einen Dialog mit der Schre­ckens­ge­schichte des 20. Jahr­hun­dert und dem nur scheinbar heilen Leben nach dem Ende des Kalten Krieges. Dabei ent­steht kein idea­li­siertes und auch kein abge­schlos­senes Bild, viel­mehr sucht der uns in Mar­ty­n­ovas Gedichten begeg­nende Blick nach dem Ver­bor­genen und Ver­steckten, nach dem, was „nie­manden schert, was nackt dar­unter her­vor­blitzt“, unter dem „Fli­cken­mantel“, oder einer anderen Über­set­zung zu Folge: „keiner sah ihre Blöße“. Und er findet ein Europa, wel­ches „sauber… aus­ge­fegt“ ist, in dem „der Wind das Grauen von ges­tern über den Boden“ treibt. Mar­ty­nova sucht die Schwach­stellen west­eu­ro­päi­scher Makel­lo­sig­keit, die Heu­chelei in der Moral. Dabei ergänzen mythi­sche Bilder his­to­ri­sche, und werden zudem in einen Bezug gestellt zu einer sub­jek­tiven Erfah­rung, die jedoch selten das Zen­trum der Gedichte ist, son­dern öfter eine fremde, fast heim­liche Beob­ach­terin, ein loser, aber gewahrter Bezugs- und Blick­punkt. So hören wir am Ende des Gedichtes Na skvozjanke evropy, dass das Leben „in der Zug­luft Europas“, das „epi­sche Weiter und Weiter“ am Ende „nicht durch­zu­halten“ ist. In diesen Gedichten oder anderen, die sich spe­ziell Deutsch­land widmen, sehen wir einen uns nahen Gegen­stand durch fremde Augen, das Hei­mi­sche zwar als Ver­trautes, aber als Anver­trautes. Man kann hier eine Distanz zu sich selbst finden, die bekannt­lich die Bedin­gung für Wahr­neh­mung und Erkenntnis ist, wenn­gleich es hier natür­lich um eine beson­dere Form der Erkenntnis geht: um poe­ti­sche Erkenntnis, um das durch eine beson­dere Sprache neu ver­mit­telte Ver­hältnis zwi­schen Ich und Welt. Das Ich dieser Gedichte befindet sich zumeist in einer eigen­ar­tigen Schwebe und Unent­scheid­bar­keit, in einem pas­siven Zögern und Zwei­feln, einem unver­stän­digen Staunen. Und obwohl dieses Leben, das euro­päi­sche, „das epi­sche Weiter und Weiter…“ am Ende „nicht durch­zu­halten“ ist, hat man doch das Gefühl, dass es weiter gehen wird. So ver­weisen drei roman­ti­sche Pünkt­chen am Schluss des Gedichtes auf eben diese Fort­set­zung, ver­spre­chen hier aber weder Heil noch Voll­endung. Und viel­leicht ist genau dies die eigent­liche Qua­lität von Mar­ty­n­ovas Dich­tung: eben doch durch­zu­halten, die Fähig­keit, nicht heilen, weder schön reden noch schlecht machen zu müssen und auch keine Erklä­rungen oder Lösungen anzu­bieten, son­dern ein­fach nur sehen zu wollen, mit einem fas­zi­nie­renden und fas­zi­nierten Blick.

In vielen Texten Mar­ty­n­ovas scheint es darum zu gehen, Gegen­sätze zu ver­einen oder mit­ein­ander zu kon­fron­tieren. In den Gedichten über Europa sind das im Hin­ter­grund immer wieder die Angst und die Liebe, „Phobos und Eros, die Brüder“, als ob sie zusammen erscheinen, um sich ihrer gemein­samen Her­kunft zu besinnen. Wider Erwarten findet man so auch kein Gegen­über von Europa und Russ­land, keine Tren­nung besteht zwi­schen den „Pariser Abfluss­rinnen“ und  „dem schwarzen Wasser der Newa“, ja Mar­ty­nova sagt selbst, dass Russ­land kul­tu­rell Europa sei. Im Grunde trifft man an jeder Weg­kreu­zung ihrer Poesie auf die Land­schaften und Städte Deutsch­lands, Frank­reichs oder Ita­liens, und natür­lich auch immer wieder auf Russ­land, allen voran auf Peters­burg, die Stadt ihrer Kind­heit, viel­leicht die Stadt der rus­si­schen Poesie schlechthin, viel­leicht die euro­päischste, auf jeden Fall aber die ein­zige gezielt euro­pä­isch gebaute Stadt Russlands.
Mit der Petersburger/Leningrader Unter­grund­lyrik der 70er und 80er Jahre wuchs Mar­ty­nova auf. Anfang der 80er ent­stand um Oleg Jur′jev, Dmi­trij Zaks, Valerij Šubinskij und eben Ol′ga Mar­ty­nova die Gruppe Kamera Chra­nenija („Gepäck­auf­be­wah­rung“), damals poe­ti­sche Strö­mung und Verlag, heute ein Inter­net­pro­jekt, das sie bis heute als ihre lite­ra­ri­sche Heimat bezeichnet. Die Samiz­da­tal­ma­nache dieser Zeit waren in der Tat als Auf­be­wah­rungs­orte für Texte gedacht, die in der Sowjet­zeit keine Publi­ka­ti­ons­mög­lich­keit hatten. In dieser Tra­di­tion sieht sie sich noch heute, in frei­lich anderen Zeiten und auch an einem anderen Ort. Und diese Tra­di­tion bezeichnet sie als die Fort­set­zung der gewaltsam abge­bro­chenen lite­ra­ri­schen Moderne, dazu passt auch ihre momen­tane Vor­liebe für die Oberiuten, nament­lich für Charms, Vve­den­skyj, Sabo­lo­ckij und andere.

Eine beson­dere Stel­lung hat in ihren Gedichten auch das Motiv der Nacht. In der Regel ist schon der Titel das offene Bekenntnis zu einer Lei­den­schaft: pod­linnie poch­ož­denija noči („Die wirk­li­chen Aben­teuer der Nacht“), četyre vre­meni noči („Die vier Zeiten der Nacht“, titel­ge­bend für einen der rus­si­schen Gedicht­bände), Night unwraps the true stuff of the world oder Eše raz k noči („Noch einmal zur Nacht“). Die Nacht wird hier zur Offen­ba­rung der Nackt­heit und Blöße, der unver­fälschten Mensch­lich­keit. Sie ist das Negativ einer selbst­ver­ges­senen Welt und ein Erin­ne­rungs­spei­cher des Grauens. Sie ist das Gegen­stück zum sorg­losen Tag und somit auch das ein­zige Gewissen der Welt. Zugleich aber ist die Nacht der Ort, an dem die fest­ge­fah­rene Ord­nung der Sprache in ein pro­duk­tives Chaos zer­fällt, und somit der Ort der Poesie schlechthin. Zwar sind es in der Regel ein­fache nächt­liche Szenen und Stim­mungen, die beschrieben werden, „die bar­fü­ßige Nacht“, „so ein­äugig wie unruhig“, doch schnell werden die „gegen­läu­figen Fahr­bahnen der Nacht“ und die „im Gold des Para­dieses“ strah­lende „Gegen­spur“ zu Meta­phern für eine Umkeh­rung der Ver­hält­nisse, eine stille und heim­liche Revolte gegen die Sprache und ihrer Ord­nung. Und so ist es kein Zufall, dass die Nacht oft vom Regen begleitet wird und mit ihm fast sym­bio­tisch in einer Zunei­gung zum Dunklen und Unge­liebten ver­schmilzt. Dabei ist die Nacht, die Zeit der Nacht, die Dun­kel­heit nur ein Ort, an dem nach anderen mög­li­chen Welten außer­halb der Herr­schaft von Ver­nunft, Logik, Sinn und Bewusst­sein gesucht wird, nach einer poe­ti­schen Welt des Para­doxes und der Mög­lich­keit, des Traumes und des Laby­rinths. „…My dumaem, čto my dumaem, no my ne dumaem /(…)/…My čuvst­vuem, čto my čuvst­vuem, no my ne čuvst­vuem.“ („…Wir denken, dass wir denken, aber wir denken nicht /(…)/…Wir fühlen, dass wir fühlen, aber wir fühlen nicht), heißt es da an einer Stelle, und an einer anderen: „Son razuma  porož­daet ešё odin son.“ („Der Schlaf der Ver­nunft gebiert noch einen anderen Schlaf.“). Der Sprache der Poesie kommt hier die Auf­gabe zu, Türen zu öffnen, die in der Alt­gas­s­prache und im All­tags­denken ver­schlossen sind. Wer an diesem leicht pro­phe­ti­schen Ton Anstoß nimmt, könnte einige Gedichte durchaus als eso­te­risch oder beleh­rend emp­finden. Für ihn gibt es aber auch eine humo­ris­ti­sche Seite Mar­ty­n­ovas, so zum Bei­spiel, wenn das lyri­sche Ich Epikur erklärt, was Gene und Hor­mone sind, obwohl es selbst nicht ver­steht, was diese Worte bedeuten, oder wenn in einem anderen Gedicht Gott, das Schicksal und der Zufall zusammen Tee trinken und sich unterhalten.

Ol′ga Mar­ty­nova bietet keine Lösungen an und sucht auch nicht ver­krampft nach der Epoche machenden Formel. Ganz im Gegen­teil bedeutet ihre Dich­tung ein Wie­der­finden der Zeit, sie hält Auf­merk­sam­keit für das Unbe­ob­ach­tete bereit und pflegt, was von ihr geschätzt wird, ohne zu laut zu sein und sich darum zu küm­mern, was man gerade lesen will. Gerade in ihrer Unbe­küm­mert­heit ist ihre Dich­tung am besten in ihren eigenen Worten zu beschreiben, die in diesem Fall einer Bespre­chung von Raoul Schrotts Nach­dich­tung des Gil­ga­me­sch­epos ent­nommen sind: Sie ist eine „Säbel­at­tacke gegen fort­schrei­tende Panzer“.

Die Mög­lich­keit, Mar­ty­n­ovas Dich­tung in ihren eigenen Worten zu beschreiben, hat nicht zuletzt mit der Selbst­re­fle­xi­vität ihrer Sprache zu tun, mit der stän­digen The­ma­ti­sie­rung der Dich­tung und Kunst selbst. So lesen wir in dem Gedicht Deine Buch­staben: „Regen kehrt die Blätter um, die Wörter/sind Fle­cken, dunkle Stacheln/deine Buch­staben.“ Und: „zwi­schen den Seiten bricht das Eis,/haltbar nur der alte Geruch des Papiers, seine Zeichen/aufgebäumt in unüber­setz­barem Zorn, wur­zel­bitter, nichts,/woraus du lernen könn­test.“ Und schließ­lich: „den Schre­cken wendet/das nächste Blatt./Wie üblich regnet es/bis hierhin und nicht weiter.“ Der Schluss des aller­letzten Gedichtes in „Brief an die Zypressen“ lautet: „die Grenze verlierend[….]/um dann schließ­lich als weißer Staub zu liegen auf seiner Seite im Buch?“. Der ganze Band endet mit dieser Aus­sicht, dieser Frage nach der Grenze des dich­te­ri­schen Mate­rials, der Ver­gäng­lich­keit von Dich­tung, die manchmal viel­leicht doch noch gerne eine Bewe­gung der Unend­lich­keit wäre. Immer wieder wird die Sprache inmitten ihrer Beob­ach­tung auf sich zurück­ge­worfen. Manchmal scheint es ganz uner­wartet und nicht geplant, so in einem Gedicht, das mit einem „Ein­ar­migen Lei­er­kas­ten­mann“ und dem „Lied meiner Kind­heit“ beginnt, dann beob­achtet: „das Volk der Ger­manen schlen­dert dahin, vor­nehm­lich Türken“, um schließ­lich mit den Zeilen zu enden:

„Meine Auf­gabe ist seltsam: den Staub durch­blasen, undeut­lich murmeln,
Was ges­tern deut­lich gesagt worden ist.
Der Wind bringt die Papier­chen fort. Nie­mand weiß wohin. Hin­kende Musik.
Das Leben setzt sich ab, schwer wie fetter Staub.
Und soviel wurde indessen nie­mand weiß wohin gefegt.
Fern die Küste: Der Wind unsichtbar. Das Anführungszeichen.“

Ja, will man da sagen, ja das ist eine hin­kende Musik, aber immerhin Musik, und zwar eine schöne und viel­leicht unserer Zeit sehr ange­mes­sene oder wohl­tu­ende. Es ist auch manchmal eine schwer ver­ständ­liche, hoch­kom­plexe Musik, aber noch immer Musik, und zudem eine neu­ar­tige und mutige. Für Mar­ty­nova gibt es, wie sie selbst sagt, keine her­me­ti­sche Dich­tung. Dich­tung sei näm­lich kein Begreif­werk­zeug, son­dern habe nur eine ein­zige Auf­gabe: Dich­tung zu sein. Hört man dem Bekenntnis zu einem undeut­li­chen Mur­meln nur genau zu, dann kann man sich viel­leicht die Frei­heit nehmen und selbst anfangen, die Gedichte Mar­ty­n­ovas, ihre in Angst und Hoff­nung geklei­deten Bilder, ein­fach nur wahr­zu­nehmen, zu sehen, zu staunen, ohne alles zu ver­stehen, genau so wie es ihre Gedichte mit der Welt tun.

 

Mar­ty­nova, Olga: Brief an die Zypressen. Aus dem Rus­si­schen von Elke Erb und Olga Mar­ty­nova. Aachen 2001.
Mar­ty­nova, Olga: Četyre vre­meni noči. Peter­burg 1998.
Mar­ty­nova, Olga und Schwarz, Jelena: Rom liegt irgendwo in Russ­land. Zwei rus­si­sche Dich­te­rinnen im lyri­schen Dialog über Rom. Russisch/Deutsch. Aus dem Rus­si­schen von Elke Erb und Olga Mar­ty­nova. Wien 2006.
Mar­ty­nova, Olga: Wer schenkt was wem. Bespre­chungen 1999–2003. Aachen 2003.
Gregor Laschen, Hans Thill (Hg.:) Leb wohl lila Sommer: Gedichte aus Russ­land. Hei­del­berg 2004.
Weiss­bort, Daniel und Valen­tina Poluk­hina (Hrsg.): Rus­sian Women Poets. London 2002.

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www.nzz.ch/2007/02/17/li/articleEOKID.print.html (8.04.2007).

 

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