Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Yev­genia Belo­ru­sets im Inter­view mit Lada Nakon­echna (Ukraine)

Im Inter­view sprach Yev­genia Belo­ru­sets mit Lada Nakon­echna, bil­dende Künst­lerin (Foto­grafie, Zeich­nung, Instal­la­tionen, Per­for­mance), gebürtig aus Dnipro(petrovsk) mit Schaf­fens­schwer­punkt in Kyiv. 2012 grün­dete Lada Nakon­echna gemeinsam mit einigen Kolleg_innen die unab­hän­gige höhere Bil­dungs­in­sti­tu­tion „Method Fund“(https://sites.google.com/site/methodfund/news). Nakon­echna ist Mit­her­aus­ge­berin der unab­hän­gigen Kunst- und Kul­tur­zeit­schrift Por­story (http://prostory.net.ua/en/). In ihrer Dia­gnose der Ent­wick­lungen in der Ukraine mit Schwer­punkt Kunst stellten beide Künst­le­rinnen die Pro­ble­matik der Kon­ti­nuität der sowje­ti­schen Insti­tu­tionen, die z.T. nur umbe­nannt wurden, bei gleich­zei­tiger kon­zep­tu­eller Aus­höh­lung fest, was dazu führe, dass rele­vante künst­le­ri­sche Ent­wick­lungen sich v.a. jen­seits der Sphäre der offi­zi­ellen Insti­tu­tionen voll­zögen und beständig um ihre Unter­stüt­zung kämpfen müssten. In dieser Spal­tung aber finden letzt­lich die par­al­lelen Welten von Offi­zia­lität und Under­ground der sowje­ti­schen Zeit ihre Fort­set­zung. Die wei­terhin spür­baren Sym­ptom­schmerzen des Alten behin­dern eine dyna­mi­sche Ent­wick­lung massiv. Auch in ihren Kunst­werken setzt Yev­genia Belo­ru­sets sich immer wieder kri­tisch mit den poli­tisch ver­ord­neten, unre­flek­tierten und der Ver­ar­bei­tung der Trau­mata der Ver­gan­gen­heit kaum dien­li­chen Politik der Dekom­mu­ni­sie­rung auseinander.