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Yevgenia Belorusets im Interview mit Lada Nakonechna (Ukraine)

Posted on 18. Dezember 2020 by Philine Bickhardt
Im Interview sprach Yevgenia Belorusets mit Lada Nakonechna, bildende Künstlerin (Fotografie, Zeichnung, Installationen, Performance), gebürtig aus Dnipro(petrovsk) mit Schaffensschwerpunkt in Kyiv. 2012 gründete Lada Nakonechna gemeinsam mit einigen Kolleg_nnen die unabhängige höhere Bildungsinstitution „Method Fund“(https://sites.google.com/site/methodfund/news). Nakonechna ist Mitherausgeberin der unabhängigen Kunst- und Kulturzeitschrift Porstory (http://prostory.net.ua/en/). In ihrer Diagnose der Entwicklungen in der Ukraine mit Schwerpunkt Kunst stellten beide Künstlerinnen die Problematik der Kontinuität der sowjetischen Institutionen, die z.T. nur umbenannt wurden, bei gleichzeitiger konzeptueller Aushöhlung fest, was dazu führe, dass relevante künstlerische Entwicklungen sich v.a. jenseits der Sphäre der offiziellen Institutionen vollzögen und beständig um ihre Unterstützung kämpfen müssten. In dieser Spaltung aber finden letztlich die parallelen Welten von Offizialität und Underground der sowjetischen Zeit ihre Fortsetzung. Die weiterhin spürbaren Symptomschmerzen des Alten behindern eine dynamische Entwicklung massiv. Auch in ihren Kunstwerken setzt Yevgenia Belorusets sich immer wieder kritisch mit den politisch verordneten, unreflektierten und der Verarbeitung der Traumata der Vergangenheit kaum dienlichen Politik der Dekommunisierung auseinander.

Im Interview sprach Yevgenia Belorusets mit Lada Nakonechna, bildende Künstlerin (Fotografie, Zeichnung, Installationen, Performance), gebürtig aus Dnipro(petrovsk) mit Schaffensschwerpunkt in Kyiv. 2012 gründete Lada Nakonechna gemeinsam mit einigen Kolleg_innen die unabhängige höhere Bildungsinstitution „Method Fund“(https://sites.google.com/site/methodfund/news). Nakonechna ist Mitherausgeberin der unabhängigen Kunst- und Kulturzeitschrift Porstory (http://prostory.net.ua/en/). In ihrer Diagnose der Entwicklungen in der Ukraine mit Schwerpunkt Kunst stellten beide Künstlerinnen die Problematik der Kontinuität der sowjetischen Institutionen, die z.T. nur umbenannt wurden, bei gleichzeitiger konzeptueller Aushöhlung fest, was dazu führe, dass relevante künstlerische Entwicklungen sich v.a. jenseits der Sphäre der offiziellen Institutionen vollzögen und beständig um ihre Unterstützung kämpfen müssten. In dieser Spaltung aber finden letztlich die parallelen Welten von Offizialität und Underground der sowjetischen Zeit ihre Fortsetzung. Die weiterhin spürbaren Symptomschmerzen des Alten behindern eine dynamische Entwicklung massiv. Auch in ihren Kunstwerken setzt Yevgenia Belorusets sich immer wieder kritisch mit den politisch verordneten, unreflektierten und der Verarbeitung der Traumata der Vergangenheit kaum dienlichen Politik der Dekommunisierung auseinander.

 

https://www.youtube.com/watch?v=_k1lfxNaB8E

Yevgenia Belorusets im Interview mit Lada Nakonechna (Ukraine) – novinki
Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
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Yev­genia Belo­ru­sets im Inter­view mit Lada Nakon­echna (Ukraine)

Im Inter­view sprach Yev­genia Belo­ru­sets mit Lada Nakon­echna, bil­dende Künst­lerin (Foto­grafie, Zeich­nung, Instal­la­tionen, Per­for­mance), gebürtig aus Dnipro(petrovsk) mit Schaf­fens­schwer­punkt in Kyiv. 2012 grün­dete Lada Nakon­echna gemeinsam mit einigen Kolleg_innen die unab­hän­gige höhere Bil­dungs­in­sti­tu­tion „Method Fund“(https://sites.google.com/site/methodfund/news). Nakon­echna ist Mit­her­aus­ge­berin der unab­hän­gigen Kunst- und Kul­tur­zeit­schrift Por­story (http://prostory.net.ua/en/). In ihrer Dia­gnose der Ent­wick­lungen in der Ukraine mit Schwer­punkt Kunst stellten beide Künst­le­rinnen die Pro­ble­matik der Kon­ti­nuität der sowje­ti­schen Insti­tu­tionen, die z.T. nur umbe­nannt wurden, bei gleich­zei­tiger kon­zep­tu­eller Aus­höh­lung fest, was dazu führe, dass rele­vante künst­le­ri­sche Ent­wick­lungen sich v.a. jen­seits der Sphäre der offi­zi­ellen Insti­tu­tionen voll­zögen und beständig um ihre Unter­stüt­zung kämpfen müssten. In dieser Spal­tung aber finden letzt­lich die par­al­lelen Welten von Offi­zia­lität und Under­ground der sowje­ti­schen Zeit ihre Fort­set­zung. Die wei­terhin spür­baren Sym­ptom­schmerzen des Alten behin­dern eine dyna­mi­sche Ent­wick­lung massiv. Auch in ihren Kunst­werken setzt Yev­genia Belo­ru­sets sich immer wieder kri­tisch mit den poli­tisch ver­ord­neten, unre­flek­tierten und der Ver­ar­bei­tung der Trau­mata der Ver­gan­gen­heit kaum dien­li­chen Politik der Dekom­mu­ni­sie­rung auseinander.