http://www.novinki.de

Zaal Andronikashvili im Interview mit Medea Metreveli (Georgien)

Posted on 18. Dezember 2020 by Maria Stepanova, Susanne Frank
Im Rahmen der Workshopreihe “Cultural producers in the ‘post-soviet’ region facing the Covid-19 pandemic” lud Zaal Andronikashvili Medea Metreveli, bis 2019 Leiterin des Georgian National Book Center (GNBC), die den beeindruckenden Auftritt von Georgien als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018 vorbereitet hat, zu einem Interview ein. Gemeinsam mit ihr und in seinen Statements legte Zaal Andronikashvili den Fokus auf die international bemerkenswert erfolgreiche georgische Literatur, deren Besonderheit er im (post)sowjetischen Kontext darin sieht, dass es in Georgien keine Tradition des Underground gab, der in irgendeiner Form fortgesetzt werden könnte. Schon vor Beginn der Sowjetunion hatte sich ein georgisches Selbstverständnis als Kulturnation herausgebildet, das bis heute praktisch kontinuierlich besteht. Obwohl die staatliche Kulturpolitik wie in anderen postsowjetischen Ländern keine klare und stabile Programmatik hat, ist in Georgien – darin Lettland vergleichbar – doch der Staat der wichtigste Förderer der Literatur und Kultur im Allgemeinen. Postsowjetisch zeichnet sich eine starke und von Übersetzungen ins Russische de facto unabhängige internationale Rezeption der georgischen Literatur ab.

Im Rahmen der Workshopreihe "Cultural producers in the ‘post-soviet’ region facing the Covid-19 pandemic" lud Zaal Andronikashvili Medea Metreveli, bis 2019 Leiterin des Georgian National Book Center (GNBC), die den beeindruckenden Auftritt von Georgien als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2018 vorbereitet hat, zu einem Interview ein. Gemeinsam mit ihr und in seinen Statements legte Zaal Andronikashvili den Fokus auf die international bemerkenswert erfolgreiche georgische Literatur, deren Besonderheit er im (post)sowjetischen Kontext darin sieht, dass es in Georgien keine Tradition des Underground gab, der in irgendeiner Form fortgesetzt werden könnte. Schon vor Beginn der Sowjetunion hatte sich ein georgisches Selbstverständnis als Kulturnation herausgebildet, das bis heute praktisch kontinuierlich besteht. Obwohl die staatliche Kulturpolitik wie in anderen postsowjetischen Ländern keine klare und stabile Programmatik hat, ist in Georgien – darin Lettland vergleichbar – doch der Staat der wichtigste Förderer der Literatur und Kultur im Allgemeinen. Postsowjetisch zeichnet sich eine starke und von Übersetzungen ins Russische de facto unabhängige internationale Rezeption der georgischen Literatur ab.

 

Zaal Andronikashvili im Interview mit Medea Metreveli (Georgien) – novinki
Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Slawistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Zaal Andro­ni­kash­vili im Inter­view mit Medea Met­re­veli (Geor­gien)

Im Rahmen der Work­shopreihe “Cul­tural pro­du­cers in the ‘post-soviet’ region facing the Covid-19 pan­demic” lud Zaal Andro­ni­kash­vili Medea Met­re­veli, bis 2019 Lei­terin des Geor­gian National Book Center (GNBC), die den beein­dru­ckenden Auf­tritt von Geor­gien als Gast­land der Frank­furter Buch­messe 2018 vor­be­reitet hat, zu einem Inter­view ein. Gemeinsam mit ihr und in seinen State­ments legte Zaal Andro­ni­kash­vili den Fokus auf die inter­na­tional bemer­kens­wert erfolg­reiche geor­gi­sche Lite­ratur, deren Beson­der­heit er im (post)sowjetischen Kon­text darin sieht, dass es in Geor­gien keine Tra­di­tion des Under­ground gab, der in irgend­einer Form fort­ge­setzt werden könnte. Schon vor Beginn der Sowjet­union hatte sich ein geor­gi­sches Selbst­ver­ständnis als Kul­tur­na­tion her­aus­ge­bildet, das bis heute prak­tisch kon­ti­nu­ier­lich besteht. Obwohl die staat­liche Kul­tur­po­litik wie in anderen post­so­wje­ti­schen Län­dern keine klare und sta­bile Pro­gram­matik hat, ist in Geor­gien – darin Lett­land ver­gleichbar – doch der Staat der wich­tigste För­derer der Lite­ratur und Kultur im All­ge­meinen. Post­so­wje­tisch zeichnet sich eine starke und von Über­set­zungen ins Rus­si­sche de facto unab­hän­gige inter­na­tio­nale Rezep­tion der geor­gi­schen Lite­ratur ab.