Redak­tion „novinki“

Hum­boldt-Uni­ver­sität zu Berlin
Sprach- und lite­ra­tur­wis­sen­schaft­liche Fakultät
Institut für Sla­wistik
Unter den Linden 6
10099 Berlin

„Ein Traktat dar­über, inwie­fern es nach­teilig ist, talen­tiert zu sein“

Sigiz­mund Domi­ni­kovič Kržiža­novskij

 

Sigiz­mund Domi­ni­kovič Kržiža­novskij hätte ein Glücks­fall für jeden anspruchs­vollen Leser werden können, wäre er nicht, wie er es selbst for­mu­lierte, „für seine Unbe­kannt­heit bekannt“ geworden. Die zahl­rei­chen, jedoch unsin­nigen Ver­gleiche mit Franz Kafka, Her­mann Hesse, Albert Camus, Jorge L. Borges, die sich in wis­sen­schaft­li­chen Texten und Kri­tiken nach der Ver­öf­fent­li­chung seines Gesamt­werkes in den 90er Jahren wie­der­holen, wider­spre­chen jedoch seiner Unbe­kannt­heit und ver­stärken das Para­doxon eines Schrift­stel­lers, der in den lite­ra­ri­schen Kreisen seiner Epoche als „Schrift­steller ohne Bücher“ galt.

 

Kržiža­novskij, rus­sisch­spra­chiger Autor pol­ni­scher Her­kunft, wurde 1887 in Kiew geboren und starb 1950 in Moskau. Er stu­diert Jura in Kiew und par­allel dazu belegt er Kurse in klas­si­scher Phi­lo­logie und Phi­lo­so­phie­ge­schichte. Nach dem Stu­dium arbeitet er als Rechts­an­walt­as­sis­tent, 1918 beginnt er schließ­lich, Geschichte- und Lite­ra­tur­wis­sen­schaft, Thea­ter­wis­sen­schaft und Musik an Kon­ser­va­to­rien und Thea­ter­in­sti­tuten zu dozieren. 1922 zieht er nach Moskau um, in die Stadt, die reich­hal­tiges Mate­rial für viele seiner Texten bietet. Drei Jahre lang schweift Kržiža­novskij durch Moskau, erforscht die Stadt, lernt ihre dyna­mi­sche Sprache durch Schilder, Stra­ßen­namen und Top­ony­mien kennen und macht sie zum Thema zahl­rei­cher phi­lo­so­phi­scher, sozio­lo­gi­scher, psy­cho­lo­gi­scher und sogar lin­gu­is­ti­scher Erzäh­lungen: „Ich kann in keiner Weise von meinem Thema abkommen: ich lebe i n  i h m…“, steht in seiner Erzäh­lung Štempel: Moskva (Stempel: Moskau) geschrieben. Dieses städ­ti­sche Umher­schweifen führt neben Štempel: Moskva zu den Essays Moskovskie vyveski (Mos­ko­wi­ti­sche Geschäfts­schilder), Kol­lek­cija sekund (Sekunden-
samm­lung)  und 2000 (K voprosu o per­ei­me­no­vanii moskovskih ulic) (2000 (Zur Frage der Umbe­nen­nung der mos­ko­wi­ti­schen Straßen)).

Par­allel zu seiner lite­ra­ri­schen Arbeit beschäf­tigt sich Kržiža­novskij mit der Psy­cho­logie des künst­le­ri­schen Schaf­fens und ent­wi­ckelt seine eigenen kul­tur­phi­lo­so­phi­schen Kon­zep­tionen. Er erforscht Shake­speare, Edgar Alan Poe, Puškin, liest die west­li­chen Phi­lo­so­phen und wird von ihnen inspi­riert – beson­ders von Kant und Leibniz. Er schreibt Essays über das Theater und arbeitet an Thea­ter­ad­ap­tionen. In den 20er Jahren, der Zeit des revo­lu­tio­nären Thea­ters und dessen unbe­streitbar großer Auto­ri­täten wie Sta­nis­lavskij, Mejerchol’d, Evreinov, Tairov und Michail Čechov, stellt Kržiža­novskij seine eigene Thea­ter­phi­lo­so­phie auf. Trotz seiner Unbe­kannt­heit prä­sen­tiert er sie selbst­be­wusst auf der Sit­zung der Sek­tion Theater an der Staat­li­chen Aka­demie der Künste am 20. Dezember 1923. In seiner ersten theo­re­ti­schen Arbeit,  Phi­lo­so­phema über das Theater, miss­bil­ligt Kržiža­novskij die All­macht des Regis­seurs, schreibt dem Schau­spieler eine akti­vere Rolle zu und spricht sich haupt­säch­lich gegen die Thea­tra­li­sie­rung des Sozi­al­le­bens durch den Staat aus.

In den Mos­kauer Lite­ra­tur­kreisen, in denen er häufig seine Erzäh­lungen vor­liest, ist Kržiža­novskij vor allem für seine sehr fun­dierte Bil­dung und dazu noch als „Schrift­steller ohne Bücher“ bekannt. Trotz wie­der­holter Ver­suche gelingt es Kržiža­novskij, nur acht Erzäh­lungen und eine povest’ zu Leb­zeiten zu ver­öf­fent­li­chen. Seine Werke werden von der offi­zi­ellen Zensur ver­boten und von Zeit­schrif­ten­re­dak­tionen abge­lehnt, die die Ver­öf­fent­li­chung „unak­tu­eller“ und „unpas­sender“ Texte nicht ris­kieren wollen. Selbst von Gorkij, dessen Rolle in der lite­ra­ri­schen Öffent­lich­keit der 20er und 30er Jahre nicht zu unter­schätzen ist, wird er nicht unter­stützt. Bekannte Kržiža­novs­kijs über­bringen Gorkij 1932 einige seiner Texte in der Hoff­nung, dass er den Weg zu ihrer Ver­öf­fent­li­chung bahnen wird. In seinem Ant­wort­schreiben bean­standet Gorkij, obwohl er, wie er ein­räumt, nicht in der Lage sei, den phi­lo­so­phi­schen Wert der Texte Kržiža­novs­kijs zu beur­teilen, den­noch das „schlaue leere Geschwätz“, das in der „heu­tigen“ Zeit aber „depla­ziert“ sei. Die neue Gno­seo­logie, die sich zu dieser Zeit her­aus­bildet, stützt sich laut Gorkij nicht auf ästhe­ti­sche Anschauung und das Wort, son­dern auf Hand­lung und Fakten. Des­wegen sei er der Mei­nung, dass die Texte Kržiža­novs­kijs kaum einen Verlag finden werden und selbst wenn, werden sie nur einige junge Hirne „ver­renken“. „Und ist dies eigent­lich nötig?“, fragt Gorkij abschlie­ßend, wie Vadim Perel’muter in Posle kata­strofy (Nach der Kata­strophe) schreibt.

Kržiža­novskij arbeitet jedoch weiter und tritt – wie die häu­figen Ein­träge in seinen Notiz­heften bezeugen – dieser aus­weg­losen Situa­tion mit bit­terem Humor gegen­über: „Ich möchte gern von der Kunst  (und von dem Gewissen) aus­gehen, aber ich weiß nicht, wo die Tür ist.“ Oder: „Mit dem Heute stehe ich auf Kriegsfuß, doch mich liebt die Ewig­keit.“

Hin­sicht­lich der Schreib­weise Kržiža­novs­kijs sind ein paar ‚tech­ni­sche‘ Beson­der­heiten zu erwähnen: Anfäng­lich schreibt Kržiža­novskij mit der Hand, all­mäh­lich ver­fällt er jedoch der Gewohn­heit, seine Texte zu dik­tieren, da er „laut denken“ müsse, damit er „den Text als klin­gendes Wort wahr­nimmt.“ Seine Frau, Anna Bovšek schreibt auch, dass er keine Schreib­ma­schine besaß und nie­mals daran dachte, eine für den eigenen Gebrauch anzu­schaffen. Die Exis­tenz seiner pedan­tisch geführten Notiz­hefte bezeugt eine sehr sys­te­ma­ti­sche Mate­ri­al­samm­lung vor dem Beginn des eigent­li­chen Schreibakts: „Das Sujet legte sich erst auf das Blatt Papier nieder, nachdem es durch­dacht und unter Qualen geschaffen worden war, erst nachdem ein System von Bil­dern bestimmt, die Kom­po­si­tion gefunden, die not­wen­digen Wörter ent­deckt und die Phrasen geschliffen worden waren“. Das Archiv Kržiža­novs­kijs besteht aus über 3.000 getippten Manu­skript­seiten und ist, teil­weise dank seiner Frau, fast voll­ständig erhalten geblieben.

Auf­grund seiner fun­dierten Bil­dung, seiner alles andere als ober­fläch­li­chen Kenntnis der Phi­lo­so­phie und Lite­ratur der Antike und der Moderne, seiner Fremd­spra­chen­kennt­nisse – ein­schließ­lich Alt­grie­chisch und Latein – und seiner Beschäf­ti­gung mit ver­schie­denen Kunst­rich­tungen, sind die Texte Kržiža­novs­kijs genau die Sorte von Texten, die beim Lesen Fuß­noten und Kom­men­tare benö­tigen. Nicht nur die Themen (z.B. kan­tia­ni­sche Phi­lo­so­phie, mathe­ma­ti­sche Pro­bleme, das Ver­hältnis von Zeit und Raum, alt­grie­chi­sche Mythen u.a.), die sich hinter lite­ra­ri­schen Gestalten ver­ste­cken, son­dern auch die Sprache an sich (latei­ni­sche Zitate, alt­grie­chi­sche, deut­sche und eng­li­sche Wörter, Neo­lo­gismen und selten ver­wen­dete Begriffe) formen kom­pli­zierte und umfas­sende Text­körper, die ein viel­sei­tiges Lesen erfor­dern.

Das Werk Kržiža­novs­kijs befindet sich oft im Dilemma zwi­schen der Logik des phi­lo­so­phi­schen Den­kens und der Intui­tion des künst­le­ri­schen Schaf­fens –, was der Lite­ra­tur­for­scher Vadim Perel‘muter, „die Wahl zwi­schen Kant und Shake­speare“ nennt. Die wis­sen­schaft­li­chen Texte des Schrift­stel­lers sind eng mit seinen lite­ra­ri­schen ver­bunden, in denen durch das Irreale die realsten Fragen gestellt werden.

Kržiža­novskij ent­wi­ckelt seine Themen und Motive auf eine sehr eigen­wil­lige Weise. Oft werden die meta­pho­ri­schen Bedeu­tungen der Wörter in den Erzäh­lungen durch die Beschrei­bung ihres wört­li­chen Sinnes oder eines ihrer wört­li­chen Aspekte dar­ge­stellt. Einem ‚schmerz-
haften‘ Wort wird die reale Fähig­keit zu kör­per­li­chem Schmerz zuge­schrieben (Poe­tomu). Meta­pho­risch gemeint kann ein Wort z.B. das Herz ‚zer­schmet­tern‘, doch in Poe­tomu pas­siert dieses Zer­schmet­tern wört­lich, es wird dar­ge­stellt. Merk­wür­di­ger­weise wird das Irreale in den Erzäh-
lungen Kržiža­novs­kijs nicht durch Meta­phern, son­dern durch die Wört­lich­keit erreicht. Ein Gän­se­rich, der den Sinn der Poesie durch einen wört­li­chen Schmerz erfährt (Gus’), ein­Ge­danke, der mit der Feder ringt und sich ver­wei­gert geschrieben zu werden (Žiz­neo­pi­sanie odnoj mysli), ein wis­sen­schaft­li­cher Artikel, der sich in eine phan­tas­ti­sche Erzäh­lung ver­wan­delt (Risunok perom), ein Wort, das das Herz des Dich­ters ritzt – dies sind nur einige der Bei­spiele für Hand­lungen, in denen die Wörter, Begriffe und Gegen­stände wie Bilder und Figuren han­deln.

Seine Methode, Begriffe in Bilder zu ver­wan­deln, nennt Kržiža­novskij in seinen Zapisnye tet­radi (Notiz­hefte) einen „expe­ri­men­tellen Rea­lismus“, den er wie folgt beschreibt: „mit den Begriffen wie mit den Bil­dern umzu­gehen und sie wie Bilder auf­ein­ander zu beziehen – das sind die beiden Grund­ver­fahren meiner lite­ra­ri­schen Erfah­rung“. Bovšek nennt diese „Insze­nie­rung“ von Gedanken, Begriffen und gene­rell von seelen-
losen Gegen­ständen „per­so­ni­fi­zierte Denk­ver­fahren, die von han­delnden Figuren rea­li­siert werden“. Am häu­figsten – und in Groß­buch staben geschrieben – ver­kör­pern bei­spiels­weise die Zeit, die Stille, das Buch, das Wort, der Gedanke usw. han­delnde Figuren. Mit der Methode des „expe­ri­men­tellen Rea­lismus“ ver­wan­delt Kržiža­novskij das Bild des Denk­pro­zesses in den Denk­pro­zess des Bildes. Wenn das fik­tio­nale Leben der Wort- oder Ding-Figuren die Rea­li­sie­rung ihrer eigenen Gedanken ist, dann sind die Texte Kržiža­novs­kijs das Enze­pha­logramm dieser Gedanken.

Nach diesem kurzen Über­blick über die The­matik und die Ver­fahren Kržiža­novs­kijs ist sicher deut­lich geworden, warum Gorkij diese als „depla­ziert“ cha­rak­te­ri­siert hat. Kržiža­novskij ist nicht an der typi­schen sowje­ti­schen The­matik inter­es­siert und miss­bil­ligt die pro­pa­gan­dis­ti­sche Lite­ratur. In den Zapisnye tet­radi hält er weiter fest: „Die ist der Lite­ratur genauso ähn­lich, wie die Natur dem Zoo­lo­gi­schen Garten“. Oder: „Alle diese anma­ßend geschminkten Ein­bände machen es so: Sie nehmen die Leere und kleiden sie min­des­tens in eine Leder­jacke; nachdem alle Knöpfe die Leere ver­schlossen haben, wissen sie nicht, was dann.“ Kržiža­novskij erlaubt seinen Schreib­werk­zeugen jedoch nicht, sich gegen die Wirk­lich­keit zu erheben, wie es in vielen seiner Erzäh­lungen pas­siert. Und den­noch: Trotz der zahl­rei­chen frucht­losen Ver­suche, publi­ziert zu werden, ver­wei­gert er nie­mals das Schreiben. „In meinem ganzen schwie­rigen Leben war ich ein lite­ra­ri­sches Nicht­sein (nebytie), ehr­lich am Sein (bytie) arbei­tend.“    Seine 1939 geschrie­bene Erzäh­lung Bumaga ter­jaet ter­penie (Das Papier ver­liert die Geduld) han­delt vom Auf­stand der Buch­staben, die eines Tages von allen schrift­li­chen Texten abtreten und die Papiere, die Zei­tungen und die Bücher ent­leeren. Nach einem vier­tä­gigen Streik gegen die blöden Gedanken, die so oft die Buch­staben als Sinn­träger zu tragen gezwungen sind, kehren sie ent­schlossen, nur der Wahr­heit zu dienen, zu den Büchern zurück. Eine Welt ohne Texte ist eine Welt ohne Gedächtnis. Für Kržiža­novskij selbst gilt jedoch das Gegen­teil: Hin­sicht­lich seiner Bio­gra­phie wird die Gedächt­nis­me­ta­pher seines Textes elf Jahre nach seiner Ent­ste­hung, 1950, rea­li­siert und führt all­mäh­lich zu Kržiža­novs­kijs Tod. Er erkrankt an „Alexie“ (griech. Abwe­sen­heit von Wör­tern), auch „Schrift­blind­heit“ genannt, und erleidet eine Läh­mung des Teils  des Gedächt­nisses, in dem das Alphabet gespei­chert ist. Merk­wür­di­ger­weise kann Kržiža­novskij trotzdem schreiben, jedoch das Geschrie­bene nicht mehr lesen oder ver­stehen. Anna Bovšek berichtet: „Er kaufte ein Alphabet, stürzte sich darauf in dem Ver­such, Buch­staben zu erlernen, doch kehrten die Buch­staben nicht züruck“. Sieben Monate später stirbt Kržiža­novskij.

Sowohl die lite­ra­ri­schen Werke Kržiža­novs­kijs, als auch seine wis­sen­schaft­li­chen Arbeiten bieten heut­zu­tage eine höchst inter­es­sante For­schungs­auf­gabe. Eine ganze Reihe von Erzäh­lungen, die Schreib­pro­zesse reflek­tieren, könnten in Bezug auf die Instru­men­ta­lität und die Kör­per­lich­keit der in ihnen the­ma­ti­sierten fik­tiven Schreib­szenen unter­sucht werden. Auch die Lite­ra­ri­sie­rung phi­lo­so­phi­scher, mathe-
mati­scher und psy­cho­ana­ly­ti­scher Kon­zep­tionen, seine Defi­ni­tion von Lyrik, die sprach­li­chen Ver­fahren seiner Texte und, nicht zu ver­gessen, seine von scharf­sin­nigen Apho­rismen vollen Notiz­hefte wären mög­liche For­schungs­be­reiche eines viel­sei­tigen Lesens, dem viel­sei­tigen Schreiben Kržiža­novs­kijs würdig. Nun steht eine Wie­der­auf­lage des 1991 erschie­nenen Bandes oder eine Neu­über­set­zung seiner Schriften anhand der rus­si­schen Gesamt­aus­gabe aus, damit sein Schreib­tisch nicht  – wie eine seiner Figuren ihn in der Erzäh­lung Klub ubijc bukv (Der Klub der Mör­der­buch­staben) beschreibt – der „Friedhof seiner Ideen“ bleibt.


Sigiz­mund D. Kržiža­novskij: Vozv­raščenie Mjunh­gau­zena. Povesti. Novelly. Lenin­grad 1990.

Sigis­mund D. Kržiža­novskij: Lebens­lauf eines Gedan­kens, hg. von Wadim Perelmuter.Kiepenheuer. Köln 1991.

Sigiz­mund D. Kržiža­novskij: Zapisnye tet­radi. In: Toronto Slavic Quar­terly. Aca­demic Elec­tronic Journal in Slavic Stu­dies, Bd. 19, 2007. unter: www.utoronto.ca/tsq/19/index19.shtml.

Anna Bovšek: Glazami druga (Mate­rialy k bio­grafii Sigiz­munda Domi­ni­ko­viča Kržiža­novs­kogo). In: Sigiz­mund Kržiža­novskij: Vozv­raščenie Mjunh­gau­zena. Povesti. Novelly. Lenin­grad 1990.

Vadim Perel’muter: Posle kata­strofy. In: Kržiža­novskij S. D.: Sobranie soči­nenij v 5 tomah, tom 1 . Sankt-Peter­burg 2001.

 

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